Kater Hoden abgebunden und „entsorgt“ – PETA setzt 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus


Stuttgart, 8. Februar 2019 – Suche nach Tierquäler: In der Nacht von Montag auf Dienstag setzten Unbekannte einen schwarz-weißen Kater vor dem Stuttgarter Tierheim aus. Bei einer tierärztlichen Untersuchung stellte sich heraus, dass dem circa zwei Jahre alten Kater mit einem Faden die Hoden abgebunden worden waren. Möglicherweise handelt es sich hier um einen unprofessionellen Kastrationsversuch. Dieses Vorgehen ist besonders schmerzhaft und verstößt gegen das Tierschutzgesetz. Hinweise auf den Täter nimmt das Tierheim unter der Telefonnummer 0711-6567740 entgegen.  
 
PETA setzt Belohnung aus
Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die zu seiner Verurteilung führen, aus. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.
 
„Der Kater muss unvorstellbare Schmerzen erlitten haben“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Seine Halter hätten das Tierheim oder einen anderen Tierschutzverein um Hilfe bitten können. Dass sie den Kater einfach schwer verletzt ausgesetzt haben, ist nicht nur feige, sondern verstößt auch gegen Gesetze. Egal, ob die Samtpfote eigenhändig kastriert werden sollte oder aus anderen Gründen gequält wurde – die Täter müssen in jedem Fall gefunden und wegen Tierquälerei verurteilt werden.“
 
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Katzenjammer
PETA50plus.de/Freigaenger-Katzen-in-Sicherheit
PETA.de/tierische-Mitbewohner-Katzen
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, LisaKi@peta.de



Quelle : PETA.de

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