Kater mit Luftdruckwaffe beschossen – PETA setzt 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Langwedel / Stuttgart, 9. September 2018 – Fahndung nach Tierquäler: Ein unbekannter Täter hat im „Wochenendhausgebiet“ am Brahmsee in Langwedel mit einem Luftgewehr mehrmals auf einen Kater geschossen. Tatzeitraum und der genaue Tatort sind nicht bekannt. Die zwei Projektile entdeckte ein Tierarzt zufällig bei einer Röntgenaufnahme am 31. August. Vermutlich wurde der Kater erst kurz zuvor beschossen. Die Katzenhalterin erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei und informierte die Nachbarn. Bislang konnte noch kein Täter überführt werden.

PETA setzt Belohnung aus
Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die zu seiner Verurteilung führen, aus. Zeugen wenden sich an die Polizei und können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.

Kater Billy © A. Boos

„Immer wieder werden Katzen Opfer von brutalen Tierquälern“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Wir verzeichnen fast täglich Fälle, bei denen die Vierbeiner mit Luftdruckwaffen, Schrot oder Sportpfeilen beschossen werden. Die verletzten Samtpfoten versuchen meist, sich unter Schmerzen zurück nach Hause zu schleppen. Einige müssen dann vom Tierarzt erlöst oder kostenintensiv behandelt werden. Andere schaffen es nicht, verbluten qualvoll und bleiben schmerzlich vermisst. Derartige Täter müssen für ihr gewaltsames Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden. Wer wehrlosen Tieren aus Spaß Schmerzen zufügt, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Kater Billy und das Röntgenbild, auf dem die Projektile deutlich zu erkennen sind. © A. Boos


Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010

Kater Billy und das Röntgenbild, auf dem die Projektile deutlich zu erkennen sind. © A. Boos

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Katzenjammer
PETA50plus.de/Freigaenger-Katzen-in-Sicherheit
PETA.de/tierische-Mitbewohner-Katzen
 

Quelle : PETA.de

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