Katze durch illegales Tellereisen schwer verletzt –– Zeugen gesucht – Tierschutzorganisation fordert Verkaufsverbot von Tellereisen in Deutschland

Beispielfotos: Tiere leiden entsetzliche Qualen, wenn sie in ein Tellereisen geraten. / © PETA

Tierschutzorganisation fordert Verkaufsverbot von Tellereisen in Deutschland
PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise

Hohenstein / Stuttgart, 02. November 2020 – Tätersuche: Einem Medienbericht zufolge wurde im Oktober eine schwer verletzte Katze in Liebenrode, einem Ortsteil von Hohenstein, entdeckt. Das Tier war in ein Tellereisen geraten und konnte sich nicht selbst daraus befreien. Die Katze überlebte den Vorfall nur knapp, ihr musste jedoch aufgrund der schweren Verletzung ein Bein amputiert werden. Die Kriminalpolizei Nordhausen ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und bittet unter der Telefonnummer 03631-960 um Zeugenhinweise.
 
PETA setzt Belohnung aus und fordert Verkaufsverbot von Tellereisen in Deutschland
Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den Tierquäler überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.

„Der Tierquäler, der das illegale Tellereisen ausgelegt hat, muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Tritt ein Tier in ein solches Fanggerät, hängt es oft schwer verletzt fest und leidet unter Todesangst und entsetzlichen Schmerzen, bis es gefunden wird oder qualvoll stirbt. Daher muss nicht nur der Gebrauch, sondern auch der Verkauf dieser gefährlichen Fanggeräte endlich verboten werden. Dem Fallenaufsteller muss bewusst sein, dass auch Kinder schwere Verletzungen davontragen können, wenn sie in eine solche Vorrichtung hineingeraten.“
 
Bereits seit 1995 ist die Nutzung von Tellereisen in der Europäischen Union verboten. Der Handel mit diesen Fallen hingegen ist in Deutschland noch erlaubt. Um dem zunehmenden Gebrauch der gefährlichen Fanggeräte vorzubeugen, fordert PETA daher das Bundeswirtschaftsministerium auf, ein Verkaufsverbot von Tellereisen in der Bundesrepublik zu erlassen.
 
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von ausgesetzten Tieren und Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Schwer verletzter Fuchs in einer Tellereisen-Falle. Beispielfotos: Tiere leiden entsetzliche Qualen, wenn sie in ein Tellereisen geraten. / © PETA

Weitere Informationen:
PETA.de/Tellereisen
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Themen/Jagd
PETA.de/Fallenjagd
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Katzejagd

Quelle : PETA.de

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