Katze mutmaßlich Opfer einer sexuell motivierten Tierquälerei – Hinweise erbeten

Auf dem Röntgenbild ist der Schwanzabriss von Katze Piri deutlich zu erkennen. / © PETA Deutschland e.V.

Tierrechtsorganisation erstattet Strafanzeige gegen Unbekannt
 

Bad Dürrheim / Konstanz / Stuttgart, 15. Mai 2020 – Wahrscheinlich doch kein Unfall: Eine Freigängerkatze kehrte am Montagabend, 20. April, gegen 21:30 Uhr schwer verletzt in ihr Zuhause in der Haugenrainstraße in Bad Dürrheim zurück. Ihr Schwanz war innerlich abgerissen, sie blutete stark und schrie vor Schmerz. Die Polizei in Bad Dürrheim ermittelte zunächst wegen eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz. In einer späteren Pressemitteilung revidierte die Behörde die Vermutung, dass ein Tierquäler am Werk war. Zeugen hatten angeblich gesehen, dass die Katze Opfer eines Autounfalls war. PETA liegen nun jedoch der Tierarztbericht sowie Röntgenbilder zu dem Vorfall vor. Ihnen zufolge ist davon auszugehen, dass ein Unbekannter die weibliche Katze am Schwanz festgehalten und ihr einen spitzen Gegenstand, etwa einen Schraubenzieher, in die Vagina eingeführt hat. Dem Tier wurden so mehrere tiefe innere Schnittwunden zugefügt. Da die Katze vermutlich vor Schmerzen fliehen wollte, ist durch den starken Zug beim Festhalten eine drei Zentimeter lange Spalte zwischen den Lendenwirbeln und Schwanzwirbeln entstanden, wodurch der Schwanz innerlich abriss. Laut dem behandelnden Tierarzt können die tiefen inneren Verletzungen nicht von einem Autounfall stammen. Die Katze musste stationär behandelt werden, bekam Infusionen, Antibiotika und Schmerzmittel. Der Schwanz musste amputiert werden. PETA erstattete jetzt Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Konstanz.

PETA setzt Belohnung aus
Um den Vorfall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den mutmaßlichen Tierquäler überführen, aus. Zeugen können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.

Auf dem Röntgenbild ist der Schwanzabriss von Katze Piri deutlich zu erkennen. / © PETA Deutschland e.V.

„Aufgrund der neuen Erkenntnisse sollte der Vorfall noch einmal gründlich durch die Behörden geprüft werden“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Sexuelle Misshandlungen von Tieren sind nicht selten. Zoophilie beziehungsweise Sodomie ist auch in der deutschen Gesellschaft ein nicht zu unterschätzendes Problem. Manchmal sind die den Vierbeinern zugefügten Verletzungen so schwer, dass diese von ihren Leiden erlöst werden müssen. Durch derartige Misshandlungen werden den Tieren nicht nur körperliche Schmerzen zugefügt, sondern sie leiden auch psychisch darunter.“

Im Juni 2019 gab es einen ähnlichen Fall von möglicher sexueller Misshandlung an einer Katze in Hückelhoven.

Sodomie verstößt gegen das Tierschutzgesetz
Seit der Änderung des Tierschutzgesetzes im Juli 2013 sind sexuelle Handlungen an Tieren verboten und können mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro belegt werden. Ist der Straftatbestand der Tierquälerei erfüllt, können Täter zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verurteilt werden.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Die Motive stehen hier zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen:
PETA.de/Sodomie-Zoophilie
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/tierische-Mitbewohner-Katzen

Quelle : PETA.de

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