Katze nach Luftgewehr-Anschlag eingeschläfert – PETA setzt Belohnung für Hinweise aus


Wiesenbronn / Stuttgart, 20. September 2018 – Fahndung nach Tierquäler: Medienberichten zufolge kehrte eine Katze am 31. August schwer verletzt zu ihrer Halterin aus Wiesenbronn zurück. Bei einer Untersuchung in einer Tierklinik wurden 24 Projektile im Körper des Tieres gefunden. Diese stammen vermutlich aus einem Luftgewehr. Die Katze wurde regelrecht hingerichtet. Ein Schuss ging in die Lunge, einige in den Kopf und entlang der Wirbelsäule. Die Samtpfote musste eingeschläfert werden. Ihre Halterin erstattete Anzeige bei der Polizeiinspektion Kitzingen. Die Behörde nimmt unter der Telefonnummer 09321-1410 Hinweise entgegen. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die zu seiner Verurteilung führen, aus. Zeugen können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.
 
„Der Täter für sein gewaltsames Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden.“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer wehrlosen Tieren derart skrupellos Schmerzen zufügt, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Katzenjammer
PETA50plus.de/Freigaenger-Katzen-in-Sicherheit
PETA.de/tierische-Mitbewohner-Katzen
 
Kontakt:
Katharina Wicke, +49 711 860591-535, KatharinaW@peta.de
 



Quelle : PETA.de

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