Kein Entkommen – 300 Schweine und Ferkel sterben bei Stallbrand in Amstetten – Strafanzeige erstattet

Pig Snout Animal Farm Piggy Bank
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– PETA erstattet Strafanzeige bei der Staatsanwalts

Amstetten / Ulm / Stuttgart, 28. Januar 2020 – Kein Entkommen: Am 15. Januar war in Amstetten am frühen Morgen ein Feuer auf einem landwirtschaftlichen Anwesen ausgebrochen. Dabei kamen 20 Schweine und rund 280 neugeborene Ferkel ums Leben. Die Tiere konnten trotz Lüftungsalarm nicht rechtzeitig gerettet werden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei entstand der Schwelbrand durch einen technischen Defekt an einer Heizplatte. Die Platten dienen zum Wärmen der Jungtiere in den Aufzuchtboxen. In der Natur würde die Mutter die Jungtiere im Nest wärmen. Dies ist in der landwirtschaftlichen Tierhaltung, die auf Profit aus ist, nicht möglich, da die Mütter in engen Metallkäfigen eingesperrt sind. PETA hat nun bei der Staatsanwaltschaft Ulm Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstattet. Aufgrund mutmaßlich unzureichender Brandschutzmaßnahmen wurde möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Schweine qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen. Die Tierrechtsorganisation dankt den am Einsatz beteiligten Feuerwehrmitarbeitern und allen Helfern, die sich für die Rettung der Tiere eingesetzt haben.

„Jedes Tier, das bei einem Brand in einem Stall stirbt, wird grob fahrlässig getötet“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und PETAs Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. „Würden alle Menschen vegan leben, wäre das nicht passiert.“

PETA kritisierte in der Vergangenheit wiederholt die bestehenden Brandschutzverordnungen, da ein Schutz der Tiere so gut wie nicht geregelt ist. Zudem werden in der Praxis meist selbst diese unzureichenden Schutzmaßnahmen nicht umgesetzt. Durch eine kritische Lage der Löschwasserversorgung kommt es bei derartigen Bränden häufiger zu Zeitverzögerungen, die die Rettung der Tiere verhindern. Es ist noch zu ermitteln, ob dies auch beim aktuellen Einsatz der Fall war.

Tiere, die zu Ernährungszwecken gehalten werden, gelten als reine Produktionsgüter. Verbrennen oder ersticken sie bei einem Stallbrand, wird ausschließlich der entstandene Sachschaden berechnet. In der landwirtschaftlichen Tierhaltung bedeutet jedoch nicht nur ein Brandfall Leid und Tod. Ganz gleich, ob Rind, Schwein oder Huhn, ob konventionelle oder ökologische Haltung: Tiere als leidensfähige Lebewesen werden anhand ihrer Leistung und ihres Nutzens für den Menschen beurteilt. Für Fleisch, Milch und Eier werden sie ausgebeutet und getötet, obwohl sie ihr natürliches Lebensalter nicht annähernd erreicht haben. Kopfüber an einem Bein hängend wird ihnen im Schlachthaus die Kehle durchtrennt – Millionen Tiere sind dabei nicht ausreichend betäubt [1].

PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland und fordert eine moderne Definition der Grundnahrungsmittel. Bislang werden hierzu unter anderem Fleisch und andere tierische Produkte gezählt und dementsprechend günstiger besteuert. Aus ernährungsphysiologischer, ökologischer und tierrechtlicher Sicht sollten jedoch pflanzliche Eiweißquellen die Proteine für die menschliche Ernährung liefern. PETA fordert die Politik auf, tierische Produkte aus der Liste der Grundnahrungsmittel zu streichen und vegane Lebensmittel mit einem verminderten Steuersatz zu belegen.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1] http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/100/1710021.pdf.

Weitere Informationen:
PETA.de/Anzeige-Brand-Tierstall
PETA.de/Lifestyle
PETA.de/Themen/Ernährung
Veganstart.de

Quelle : PETA.de

https://wertheimerportal.de/bildergalerie-abrissparty-tauberbruecke-wertheim-video-12-03-2016/

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