Landkreis Main-Spessart :Aktuell 88 positiv auf Coronavirus Covid-19 getestete Personen – 280 Personen unter häusliche Quarantäne

Stand: 04.04.2020, 8.00 Uhr

Covid  Coronavirus Distance
geralt / Pixabay

Aktuelle Informationen aus dem Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell 88 positiv auf Covid-19 getestete Personen (Stand: 04.04.2020, 8.00 Uhr), davon befinden sich 15 Personen in stationärer Behandlung im Klinikum Main-Spessart, eine davon auf der Intensivstation. Aktuell sind 280 Personen unter häusliche Quarantäne gestellt.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass diese Personen auch mit dem Corona-Virus infiziert sind. Die Quarantäne ist eine Präventionsmaßnahme, um die Ausbreitung des Virus möglichst zu verlangsamen. Alle verfügbaren Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamtes ermitteln Kontaktpersonen und leiten gegebenenfalls Testungen ein. „Verhalten Sie sich so, als ob jede Person, der sie begegnen, potentiell positiv ist. Nur wenn jeder für sich alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen einhält, haben wir noch die Möglichkeit den Anstieg der Fallzahlen zu verlangsamen“, appellierte Schiebel an die Menschen.

Landratsamt Main-Spessart und seine Außenstellen seit Donnerstag, 19. März geschlossen! Bitte verstärkt E-Mail und Telefon nutzen 
Um sowohl die Bevölkerung als auch die Mitarbeiter des Landratsamtes vor Infektionen mit dem Corona-Virus zu schützen und solange wie möglich den Dienstbetrieb aufrechterhalten zu können, wird der Parteiverkehr im Landratsamt sowie in den Außenstellen, wie bspw. Veterinäramt, Führerschein- und Zulassungsstelle, bis auf die unten genannten Ausnahmen, Schulwesen oder Tourist-Info, bis auf weiteres ausgesetzt. Persönliche Vorsprachen sind also nicht mehr möglich. Wir bitten unsere Bürgerinnen und Bürger daher, ihre Angelegenheiten nach Möglichkeit per Post, E-Mail oder telefonisch zu erledigen.

+++Richtiges Verhalten bei leichten Symptomen+++
Immer wieder stellen Betroffene die Frage, ob sie bei einer Atemwegserkrankung ärztlichen Rat einholen und um einen Test bitten sollten, auch wenn die Symptome nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen). Das sollte man in diesen Fällen tun:

  • wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein wirklich enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.
  • wenn man in den letzten 14 Tagen in einem vom Robert Koch Institut ausgewiesenen Risikogebiet war,
  • wenn Vorerkrankungen bestehen oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.),
  • wenn man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege).

Kontaktieren Sie in diesen Fällen bitte umgehend Ihren Hausarzt oder rufen Sie den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 an. Dort bespricht man mit Ihnen das weitere Vorgehen. Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen. Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet (Krankenhaus, Altenpflege etc.), sollte aber in jedem Fall seinen Betriebsarzt informieren.

Keine Testung ist für die Personen vorgesehen, die Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatten, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund sind. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken.

Weitere Infos dazu finden Sie bei den häufigsten Fragen des Robert Koch Instituts: www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.htmlexterner Link

+++Möglichkeiten für den Einzelhandel mit „verbotenem Sortiment“ durch Lieferdienst+++
Die Regierung von Unterfranken vertritt die Auffassung, dass für Geschäfte des Einzelhandels mit eigentlich durch die Allgemeinverfügung des Ministeriums „verbotenem Sortiment“, wie z. B. Bücher, CDs DVDs oder Büromaterial, bis auf Weiteres unter Vorbehalt ein Lieferdienst eingerichtet werden kann, wenn der Warenverkehr tatsächlich kontaktlos abgewickelt wird. Voraussetzung ist die Einhaltung der Regelungen des Onlinehandels, d.h. Vorkasse durch Überweisung, PayPal, o. ä., oder der Händler legt die Rechnung für die Überweisung bei, und stellt die Ware selbst oder lässt sie durch einen Lieferanten vor der Tür des Kunden oder einem vereinbarten Ort abstellen. Es darf also keine persönliche Übergabe und keinen Kundenkontakt geben. Die Regierung sieht dies als Onlinelieferdienst, der wie Online-Handel zu werten ist, mit dem Unterschied, dass die Zustellung nicht per Post erfolgt, sondern durch einen anderweitigen Lieferanten.

+++Ausnahmen der Ausgangsbeschränkung?+++
Wir können zu diesen Fragen leider nur auf die Regelungen der Allgemeinverfügung sowie die auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministerium des Inneren veröffentlichten FAQs (www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.phpexterner Link) verweisen und unsere eigene Rechtsauffassung mitteilen. Dabei legen wir die triftigen Gründe restriktiv aus: ist die Tätigkeit unbedingt notwendig? Ist die Tätigkeit vergleichbar mit einem in der Allgemeinverfügung explizit angeführten triftigen Grund (z.B. Bewegung an der frischen Luft, oder Sport)? Besteht durch die Tätigkeit eine Ansteckungsgefahr für andere? Grundsätzlich gilt aber nach wie vor: was jetzt nicht zwingend erledigt werden muss, kann und soll man auch zu einem späterem Zeitpunkt erledigen!
Nach (Ziffer 6) dieser Allgemeinverfügung ist die Polizei die für die Kontrolle der Einhaltung der Ausgangsbeschränkung zuständige Behörde. Im Falle einer Kontrolle ist dieser also das Vorliegen triftiger Gründe glaubhaft zu machen. Allein die Polizei entscheidet je nach Sachverhalt, ob ein Verstoß vorliegt oder nicht, und ist dabei nicht an unsere Einschätzung gebunden. Wir wissen, das ist nicht unbedingt die Auskunft, die ein Anrufer gerne haben möchte. Aber in diesen besonderen Zeiten kann man leider nicht auf jede detaillierte Frage eine detaillierte Antwort erwarten – manches beantwortet gerade jetzt der gesunde Menschenverstand, was muss sein, was eher nicht.

+++Fahrpersonal im VVM-Regionalbusverkehr verkauft vorübergehend
keine Fahrkarten – Regelungen zum Ferienfahrplan+++

Um den Betrieb der Regionalbuslinien im Landkreis Main-Spessart aufrecht erhalten zu können und um die Ansteckungsgefahr für Fahrgäste und das Fahrpersonal zu verringern und somit die Ausbreitung des Corona Virus einzudämmen, setzen die Verkehrsunternehmen im Regionalbusverkehr des Verkehrsverbundes Mainfranken (VVM), somit auch im Landkreis Main-Spessart, den Fahrkartenverkauf durch das Fahrpersonal (Busfahrerinnen und Busfahrer) aus.

Der Vordereinstieg in die Busse ist momentan nicht gestattet. Der Fahrerbereich ist aus Gründen des Infektionsschutzes vom weiteren Fahrgastraum abgegrenzt. Daher kann das Fahrpersonal auch keine Fahrkarten verkaufen. Befindet sich der Fahrkartenentwerter im Bereich des Fahrers, kann somit eine Entwertung von bisher erworbenen Fahrkarten, wie z. B. eine 6-er Karte, nicht erfolgen. Die Fahrgäste werden gebeten, die Fahrkarten durch Datumseintrag mit Kugelschreiber o. ä. vorübergehend selbst zu entwerten.

Kann ich ohne Fahrkarte fahren?
Nein – die Fahrkartenpflicht besteht weiterhin! Jeder Fahrgast braucht eine gültige Fahrkarte. Sollte diese nicht an der Einstiegshaltestelle zu erwerben sein (kein Fahrkartenautomat vor Ort), so kann der Fahrgast seine Fahrt dennoch antreten. Er muss sich aber für die Rückfahrt und/oder den Umstieg eine Fahrkarte kaufen, soweit am Einstiegsort ein Automat oder eine Verkaufsstelle vorhanden ist. Zu empfehlen ist eine Bevorratung z.B. mit 6er-Karten. Diese werden beim Kauf mittels Fahrkartenautomaten nicht sofort entwertet und können bei Folgefahrten entsprechend entwertet werden. Eine weitere Möglichkeit ist die „Familientageskarte PLUS“. Sie kann von zwei Erwachsenen und 3 Kindern/Enkelkindern unter 15 Jahren benutzt werden. (Vorteil: Netzkarte im gesamten VVM, gültig ab 9 Uhr, für den gewünschten Tag im Voraus zu kaufen) 

Wo kann man Fahrkarten kaufen?
Vorverkaufsstelle (VVK) – Bahn Agentur Schmidt im Bahnhofsgebäude
in Gemünden a. Main. Öffnungszeiten bis auf Weiteres: Montag bis Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr

Bestellservice bei der VVK-Stelle – Bahn Agentur Schmidt Gemünden a. Main. Bereits seit 18.03. besteht ein Bestellservice bei der Bahn Agentur Schmidt. Sie können Ihre gewünschte Fahrkarte telefonisch oder per E-Mail bestellen und erhalten diese (Einzelfahrkarte, 6er-Karte, Tageskarte, Bayernticket, Schülerwochenkarte, weitere Zeitkarten) umgehend per Post zugesandt. Kontaktmöglichkeiten: Telefon 0 93 51 – 60 36 750 / E-Mail: db-agentur-gemuenden@t-online.de

Vorverkaufsstelle – Reisebüro Hofmann gegenüber dem Bahnhofsgebäude
in Karlstadt a. Main Öffnungszeiten bis auf Weiteres: Freitag von 14:00 bis 18:00 Uhr, Samstag von 10:00 bis 13:00 Uhr

Fahrkartenautomaten der DB Regio AG – an allen Bahnhöfen/Bahnhaltepunkten im Landkreis Main-Spessart. Die an diesen Automaten gekauften Fahrkarten des VVM gelten sowohl im Linienbus als auch in den Nahverkehrszügen der DB Regio.

Fahrplan der Busse wie in den Schulferien – Ferienfahrplan 
Bis zum Ende der Osterferien (19. April 2020) gilt auf allen Buslinien im Landkreis aufgrund der flächendeckenden Schließung der Schulen der Ferienfahrplan. Die Schulen sind aber dennoch erreichbar. Schülerinnen und Schüler, die zur Schule kommen müssen (Notbetreuung), können diese im Regelfall auch mit Fahrten des Ferienfahrplans erreichen.

Bitte beachten Sie:
Diese Ferienfahrten sind in jedem Fahrplan unter Verkehrshinweise mit einem „F“ gekennzeichnet. Zusätzlich sind die Fußnoten in den Fahrplänen für Hinweise zwecks Ferienfahrten zu beachten.

Zusätzlich entfallen alle Linien- und Rufbusfahrten nach 23:00 Uhr bis auf Weiteres. Maßgeblich hierfür ist die Abfahrtszeit an der ersten Haltestelle. Auch entfällt das Linientaxi von Würzburg/Busbahnhof nach Marktheidenfeld und von Würzburg/Busbahnhof nach Arnstein nach 23:00 Uhr bis auf Weiteres.
Der VVM rät den Fahrgästen, auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln den Empfehlungen des Robert-Koch- Instituts und der Gesundheitsbehörden zu folgen und die notwendigen Hygienemaßnahmen unbedingt einzuhalten. Wichtige Tipps und die neuesten Entwicklungen finden sich stets aktuell auf www.mvv-muenchen.de/coronavirusexterner Link.

Fahrplanauskünfte/Allgemeine Auskünfte:
Diese erhalten Sie bei der Mobilitätszentrale Main-Spessart
Erreichbarkeit: Montag bis Freitag von 09:00 bis 19:00 Uhr, Samstag von
09:00 bis 18:00 Uhr unter 09 31 – 36 886 886

Quelle : main-spessart.de

https://wertheim24.de/category/nachrichten/nachrichten-region/

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