Landkreis Miltenberg :Landkreis Miltenberg – Pressearchiv

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madfab / Pixabay


22.04.2021

Der Landkreis Miltenberg ist im Rahmen der bundesweiten Suche nach einem Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle betroffen. Im September 2020 hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) nach § 13 Standortauswahlgesetzes des Bundes große Teile von Odenwald und Spessart als Bestandteile der 90 Teilgebieten eine grundsätzliche geologische Eignung zugesprochen. Mit der Veröffentlichung dieser Teilgebiete beginnt die gesetzlich geforderte Öffentlichkeitsbeteiligung. Kern der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sind drei Fachkonferenzen, von denen die erste bereits vom 5. bis 7. Februar stattgefunden hat. Hier wurde seitens des Landratsamtes unter anderem Fragestellungen bezüglich der Fragwürdigkeit der geologischen Eignung von Spessart und Odenwald unter anderem durch Landrat Jens Marco Scherf eingebracht: „Weder das mangelhafte Rückhaltevermögen des Deckgebirges noch die Klüftigkeit des kristallinen Wirtsgesteins finden unseres Erachtens bislang eine ausreichende Berücksichtigung“, formuliert Scherf zwei fachliche Aspekte. Landrat Scherf ist Vertreter des Bayerischen Landkreistags im Bayerischen Begleitgremium.

Zur Verbesserung der Beteiligung durch Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Miltenberg war auf Initiative von Bürgermeister Thomas Münig (Kleinheubach) eine landkreisweite Ausstellung zur Endlagersuche im Mai geplant. Er sieht die Notwendigkeit, dass es wichtig ist frühzeitig zu informieren und die Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung anzuregen. Gerade im Vorfeld der 2. Fachkonferenz vom 10. bis zum 12. Juni macht diese Ausstellung Sinn, um den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Miltenberg eine aktive Teilnahme an der 2. Fachkonferenz zu ermöglichen.

Aufgrund der Pandemie und der Kontaktbeschränkungen ist diese Ausstellung nur in digitaler Form möglich.

Die Ausstellung „suche:x“ des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) bietet einen schnellen Überblick zu wesentlichen Aspekten der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland: Wie läuft die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle ab? Welches Wirtsgestein eignet sich? Wie kann ich an der Endlagersuche mitwirken? Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist fester Bestandteil des Suchprozesses und gesetzlich vorgeschrieben. Nähere Informationen zur Teilnahme und Anmeldung an der 2. Fachkonferenz im Juni 2021 wird das Landratsamt rechtzeitig im Mai veröffentlichen.

Die Ausstellung erklärt, wie sich jeder aktiv beteiligen, Kritik üben und Vorschläge machen kann. Das BASE reguliert und überwacht die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland und organisiert die Öffentlichkeitsbeteiligung.

Hintergrundinformationen zum Verfahren und einen Überblick über aktuelle und künftige Beteiligungsmöglichkeiten erhalten Sie auf der zentralen Informationsplattform zur Endlagersuche (www.endlagersuche-infoplattform.de).

Die Ausstellung kann im Moment virtuell unter www.base.bund.de/virtuelle-endlagerausstellung besucht werden. Besichtigen Sie die Ausstellung, indem Sie sich frei darin bewegen. Oder folgen Sie einfach der „Tour“.

Quelle :Landkreis-Miltenberg.de

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