Legitime Risikoabwägung?- Kommentar von Andreas Härtel zur Corona-Impfung für Kinder

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Quelle: Unsplash / Foto von Taylor Brandon

 

Mainz (ots)

Siebenhundert – Kommentar von Andreas Härtel zur Corona-Impfung für Kinder

Sechs- bis siebenhundert: So hoch ist dieser Tage die Corona-Inzidenz bei den Fünf- bis 14-Jährigen. Und: „Sicher und effektiv“ ist der Biontech-Impfstoff laut Europäischer Arzneimittelbehörde in der Altersgruppe von fünf bis elf. Ist damit alles gesagt? Leider nicht.

Ja, Kinder erkranken seltener schwer an Covid-19. Aber: Die Langzeitfolgen kann noch niemand seriös einschätzen.

Ja, auch geimpfte Kinder können das Virus weitergeben. Aber: Sie sind wahrscheinlich weniger lang und weniger stark ansteckend als ungeimpfte.

Rein medizinisch betrachtet bleibt die Impfung der Kinder ein weites, offenes Feld. Und Eltern sollten immer in Ruhe und mit Bedacht abwägen, ob sie sich dafür oder dagegen entscheiden. Aber es geht bei dem Thema auch viel um Psychologie. Darum, dass Eltern Angst um ihre Kinder haben. Aber auch darum, dass Kinder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen wollen und sollen und dass die Schulen und Kitas offenbleiben können, um Lernen zu ermöglichen und die Eltern zu entlasten. Und darum, dass das Umfeld der Kleinen geschützt wird und es natürlich auch Kinder gibt, die sich abgehängt fühlen, wenn ihnen der Piks verwehrt bleibt. Da sich die Impfkommission wieder Zeit lassen wird mit einer Empfehlung, haben die Familien vermutlich noch Zeit, sich zu überlegen, was sie tun. Und wenn es bei der Entscheidung dann auch um den gesellschaftlichen Nutzen geht, ist das in Ordnung – vor allem bei der klar positiven Risikoabwägung der EMA. Auch die Kinderärzte bewegt nichts anderes als die Gesellschaft, wenn sie eine Impfpflicht für Erwachsene fordern. Es ist legitim, sich in der Pandemie zu fragen, was der Gemeinschaft am meisten dient.

 

Original-Content von: Allgemeine Zeitung Mainz, übermittelt durch news aktuell

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