“Liebe Koalitionäre, es muss sich JETZT etwas für Frauen ändern!” / Große Allensbach-Befragung zur EMOTION-Aktion #wasfrauenfordern

tvjoern / Pixabay


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Kunstinstallation von Mia Florentine Weiss für die EMOTION-Aktion #wasfrauenfordern am 21.10.2017 vor dem Bundestag in Berlin. Von links nach rechts: Franziska von Lewinski, Vorstand fischerAppelt, Mia Florentine Weiss, Künstlerin, Dr. Katarzyna Mol-Wolf, Chefredakteurin EMOTION. Die Verwendung des Bildes… mehr

Hamburg (ots) – 71 % der Frauen unter 60 Jahre empfinden keine Gleichberechtigung +++ 88 % haben persönlich schon Nachteile als Frau erfahren +++ Für 91 % sind ungleiche Löhne Hauptproblem +++ 85 % fordern selbstbewussteres Verhandeln

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sind Frauen – insgesamt rund zwei Millionen mehr als Männer. Doch die meisten von ihnen fühlen sich in politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen benachteiligt. Das hat das Frauenmagazin EMOTION in einer großen Umfrage im Rahmen seiner Aktion #wasfrauenfordern unter mehr als 10.000 Teilnehmerinnen ermittelt – online bei www.wasfrauenfordern.de, über die App “Appinio” und in einer repräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Die zentrale Aussage: “Es muss noch einiges getan werden, damit Mann und Frau bei uns gleichberechtigt sind” – das sagen 71 Prozent aller Frauen in der großen repräsentativen EMOTION-Umfrage. Die Befragten unter 60 Jahre halten insgesamt 18 Forderungen für besonders wichtig: Auf Platz 1 rangiert die Angleichung der Löhne von Frauen und Männern (84 %, im Osten sogar 92 Prozent). Die weiteren Ergebnisse:

“Endlich her mit Equal Pay!” / Frauen sind sehr unzufrieden mit ihrer schlechteren Bezahlung

88 Prozent der unter 60-jährigen Frauen in Deutschland kennt das Gefühl, gegenüber Männern diskriminiert worden zu sein, aus eigenem Erleben. Nur jede Zehnte hat das Problem noch nie gehabt (11 %). Gefragt nach den Bereichen, in denen in Deutschland eine Benachteiligung besteht, gibt fast jede Frau unter 60 Jahre (91 %) das Thema Verdienst an.

“Schluss mit sexueller Belästigung und Gewalt!” / Ein härteres Vorgehen dagegen ist für viele Frauen ein wichtiges Anliegen Dieses aktuelle Thema liegt auf Platz zwei der Forderungen: 76 Prozent der befragten Frauen wünschen sich ein härteres Vorgehen gegen sexuelle Belästigung.

“Flexiblere Jobs, flexiblere Kinderbetreuung!” / Die angebotenen Modelle sollen sich an wechselnde Lebenssituationen anpassen lassen Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch flexiblere Arbeitszeiten oder Unterstützung bei der Kinderbetreuung liegt auf dem dritten Platz (72 %) der von Frauen gewünschten gesellschaftlichen Veränderungen. Kitas und Ganztagsschulen sollen ausgebaut (66 %), die Betreuungsmöglichkeiten flexibler werden (64 %).

“Mehr Frauenförderung!” / Bisher gibt es immer noch zu wenig Engagement der Unternehmen

69 Prozent der Frauen unter 60 Jahre sind der Meinung: Unternehmen müssten mehr tun, um Frauen zu fördern (in der Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen sogar 77 %). Insgesamt ist nur jede Zehnte (11 %) der Meinung, dass in der Wirtschaft “genug getan wird” (in den neuen Bundesländern: nur 6 %). Dabei wünscht sich über die Hälfte der Frauen (55 %) bessere berufliche Aufstiegsmöglichkeiten.

“Selbstbewusst sein!” / Frauen finden, dass sie auch selbst für sich eintreten müssen

Gefragt wurde auch nach Möglichkeiten der Frauen selbst, ihre Gleichberechtigung voran zu bringen. 85 Prozent halten es dabei für wichtig, in Verhandlungen und Diskussionen selbstbewusst aufzutreten. Auf Platz zwei und drei folgen eine stärke Eigenverantwortlichkeit bei Bankgeschäften und Altersvorsorge (71 %) sowie die Forderung, selbst für ein auskömmliches Einkommen und Rente zu sorgen (65 %). Die Hälfte aller befragten Frauen möchte die Männer bei Haushalt und Kindererziehung mehr in die Pflicht nehmen.

Für die repräsentative Allensbach-Umfrage wurden in der Zeit vom 22. August bis 21. September 2017 über 2.000 Personen ab 16 Jahren face-to-face befragt, darunter rund 700 Frauen unter 60 Jahren.

Die Umfrage-Ergebnisse sind bei Quellen-Nennung von EMOTION und der Aktion #wasfrauenfordern zur redaktionellen Berichterstattung frei verwendbar.

Weitere Informationen und Ergebnisse der großen EMOTION-Umfrage unter www.emotion.de/wasfrauenfordern. Der komplette Tabellenband kann per E-Mail angefordert werden: presse@emotion.de. Dr. Katarzyna Mol-Wolf, Chefredakteurin EMOTION, Franziska von Lewinski, Vorstand fischerAppelt, Mia Florentine Weiss, Künstlerin, sowie Yasha Young, Direktorin Berliner Urban Nation Museum, stehen für Interviews zur Verfügung.

Zur Veröffentlichung der Umfrage-Ergebnisse hat am Samstag die Konzept- und Performance-Künstlerin Mia Florentine Weiss (www.mia-florentine-weiss.com, www.galeriefriedmann-hahn.com/de) eine eigens für EMOTION im Rahmen der Aktion #wasfrauenfordern gestaltete Skulptur mit dem etwa zwei Meter hohen Schriftzug “NOW” vor dem Bundestag inszeniert. Damit möchte sie gemeinsam mit EMOTION die sondierenden Parteien “jetzt” an ihre Verantwortung für eine frauenfreundlichere Politik für Frauen erinnern und Frauen motivieren sich auch selbst für ihre Gleichberechtigung stark zu machen. Das Kunstwerk wird ab dem 24.10.2017 im Berliner Urban Nation Museum für urbane zeitgenössische Kunst (www.urban-nation.com/de/) zu sehen sein.

Das Frauenmagazin EMOTION hatte seit Frühjahr 2017 bis zur Bundestagswahl in der Aktion #wasfrauenfordern Frauen gefragt, was sie sich von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erwarten, um gleichberechtigt ihren Weg gehen zu können. Über 10.000 Frauen haben an dieser Umfrage teilgenommen, zahlreiche weitere Menschen die gesamte Aktion durch Meinungsäußerungen (auf www.wasfrauenfordern.de) unterstützt.

Partner der großen EMOTION-Aktion #wasfrauenfordern sind fischerAppelt, Appinio, Springup und sygns GmbH.

Pressekontakt:

EMOTION Verlag GmbH
Simone Lönker
Hoheluftchaussee 95, 20253 Hamburg
Tel: 040 / 600 288 772
E-Mail: simone.loenker@emotion.de

Original-Content von: EMOTION Verlag GmbH, übermittelt durch news aktuell



Original Quelle Presseportal.de

Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011