Main-Tauber-Kreis : 11 neue Coronavirus-Infektionen bestätigt – Kontaktpersonenermittlung – Virus breitet sich im Landkreis aus

oronavirus Infektion Grafik Main-Tauber-Kreis 22.07.2020

Elf neue Coronavirus-Infektionen bestätigt (Zahlen 22. Juli) – Gesundheitsamt erläutert Kontaktpersonenermittlung

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Mittwoch, 22. Juli, elf neue Fälle einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Die betroffenen Personen leben im Gebiet der Städte Tauberbischofsheim, Lauda-Königshofen und Boxberg sowie der Gemeinde Königheim. Damit liegt die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis bei 445. Die neu infizierten Personen befinden sich in häuslicher Isolation. Ihre Kontaktpersonen werden ermittelt. Für sie wird ebenfalls häusliche Isolation angeordnet und eine Testung veranlasst.

Weitere Klasse in Quarantäne

Für eine weitere Klasse der Realschule im Schulzentrum Wört in Tauberbischofsheim und eine Lehrkraft musste eine häusliche Quarantäne angeordnet werden. Des Weiteren wird jeweils eine Testung veranlasst.

Alle neuen Fälle stehen gesichert im Zusammenhang mit einer bekannten Infektionsquelle, ebenso wie fast alle seit dem 14. Juli gemeldeten Fälle, so dass die Kontaktpersonenermittlung weiterhin strukturiert erfolgen und das Infektionsgeschehen eingegrenzt werden kann. Darüber hinaus finden umfangreiche Testungen statt. In den letzten Tagen wurden im Main-Tauber-Kreis 470 Abstriche im Zentralen Abstrichzentrum in Tauberbischofsheim sowie in der Fieberambulanz in Bad Mergentheim durchgeführt. Hinzu kamen mehrere Dutzend Tests bei niedergelassenen Ärzten.

Von den infizierten Personen im Main-Tauber-Kreis sind inzwischen 390 wieder genesen. Derzeit sind 45 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 0, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 0, Boxberg: 2, Creglingen: 0, Freudenberg: 0, Großrinderfeld: 0, Grünsfeld: 0, Igersheim: 1, Külsheim: 0, Königheim: 2, Lauda-Königshofen: 5, Niederstetten: 0, Tauberbischofsheim: 30, Weikersheim: 0, Werbach: 4, Wertheim: 1 und Wittighausen: 0. 

Appell des Gesundheitsamtes

Das Gesundheitsamt des Main-Tauber-Kreises ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, von Anfragen bei der Verwaltung abzusehen, ob sie Kontaktpersonen zu bestätigten Fällen sind. Derzeit gehen zahlreiche solcher Anfragen ein. Sie binden Personalkapazität des Bürgertelefons, ohne dass sie in der Sache beantwortet werden könnten. Dies ist bereits aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich.

Die strukturierte Ermittlung der Kontaktpersonen von Infizierten läuft vielmehr so ab, dass der Infizierte selbst eine möglichst vollständige Liste der Personen zusammenstellt, mit denen er engeren Kontakt („Kontakt1-Person“) oder weniger engen Kontakt („Kontakt2-Person“) hatte. Diese werden dann durch das Gesundheitsamt kontaktiert. Daraufhin wird entschieden, ob eine Quarantäne und ein Abstrich erforderlich sind. Das Gesundheitsamt prüft auch die Plausibilität der vom Infizierten übermittelten Kontakte.

„Wer von einer Infektion im Bekanntenkreis erfährt und Kontakt zur betreffenden Person hatte, sollte im Zweifelsfall bei der infizierten Person selbst anfragen, ob er oder sie auf der Kontaktliste berücksichtigt wurde. So ist eine schnellstmögliche Klärung ohne Datenschutzprobleme möglich. Bei Bedarf kann der Infizierte selbst dann einen weiteren Kontakt im Gesundheitsamt nachmelden, so dass wir der Sache umgehend nachgehen können“, sagt Yasemin Eryanar, Fachärztin im Gesundheitsamt.