Main-Tauber-Kreis : Eschentriebsterben und Borkenkäfer bedrohen Wälder

Eschentriebsterben an der Bahnlinie bei Wittighausen - Quelle: Main-Tauber-Kreis.de

In den Wäldern des Main-Tauber-Kreises besteht die Gefahr eines Eschentriebsterbens. Dieses kann dazu führen, dass absterbende Bäume plötzlich umstürzen. Ebenso droht in Fichtenbeständen aufgrund von Hitze und Trockenheit die massenhafte Ausbreitung des Borkenkäfers. Daher müssen die Bäume in den Wäldern jetzt auf ihren Gesundheitszustand überprüft werden. Wenn der jeweilige Waldbesitzer seine Pflicht vernachlässigt, kann dies schwerwiegende Folgen haben.

 

009 ist das Phänomen des Eschentriebsterbens erstmalig im Main-Tauber-Kreis aufgetreten. Inzwischen hat die Erkrankung auch auf ältere Bäume übergegriffen. Erkrankte oder absterbende Eschen werden häufig zusätzlich von einem Pilz befallen, der sehr schnell die Wurzeln des Baumes zerstören kann. Diese Bäume verlieren ihre Standfestigkeit und können unvermittelt umstürzen. Die Verkehrssicherheit an Straßen, Bahnlinien und Wegen ist damit nicht mehr gewährleistet.

Das Forstamt bittet deshalb die Waldbesitzer, ihre Waldparzellen jetzt – bis spätestens Ende September – auf den Gesundheitszustand der stärkeren Eschen zu überprüfen. Dazu muss die Belaubung des einzelnen Baums eingeschätzt werden. Wenn im Herbst das Laub abgefallen ist, können erkrankte Bäume nicht mehr identifiziert werden.

Ältere Eschen, die schon kahl sind oder nur noch wenige Blätter haben, sind Risikobäume. Sie müssen spätestens im Winter eingeschlagen werden. Weil ihre Standfestigkeit eingeschränkt sein kann, muss man auch beim Fällen der Bäume besonders vorsichtig und aufmerksam sein.

Es ist ebenfalls ratsam, auch ältere Buchen, Birken und Hainbuchen, die aufgrund des heißen und trockenen Sommers ihr Laub jetzt schon vollständig abgeworfen haben, an Wegen und Straßen vorsorglich aus Sicherheitsgründen einzuschlagen.

Gefahr droht dem Wald auch wieder vom Fichtenborkenkäfer. Die Fichten sind durch Hitze und Trockenheit geschwächt, so dass sie einem Käferbefall nicht viel Widerstand entgegensetzen können. Werden befallene Bäume nicht rasch eingeschlagen und entfernt, kann sich die Käferpopulation sehr rasch aufbauen. Je frühzeitiger ein Befall entdeckt wird, umso besser. Das erste Anzeichen ist braunes Bohrmehl an den Rindenschuppen oder an Spinnweben am Stammfuß. Später platzt die Rinde am oberen Stamm ab. Erst ganz zum Schluss verfärbt sich die grüne Krone, und die Nadeln fallen ab. Befallene Bäume müssen schnell eingeschlagen werden – auch Bäume, die ohne sichtbaren Käferbefall dürr geworden sind.

Bei Fragen oder bei Bedarf an Unterstützung bei Holzeinschlag oder -verwertung stehen die jeweils zuständigen Revierförster den Privatwaldbesitzern gerne zur Verfügung. Die Kontaktadressen können beim Forstamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis, Telefon 09341/82-5220, E-Mail: forstamt@main-tauber-kreis.de, erfragt werden.

 

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