Main-Tauber-Kreis : IZKK im Kloster Bronnbach auf gutem Kurs

Zum Jahresgespräch trafen sich die Landkreisverwaltung Main-Tauber und Vertreter des IZKK in Bronnbach.

IZKK im Kloster Bronnbach auf gutem Kurs

Das Internationale Zentrum für Kulturgüterschutz und Konservierungsforschung im Kloster Bronnbach ist auf einem guten Kurs. Im Rahmen des Jahresgesprächs mit der Landkreisverwaltung wurde über die laufenden Forschungsprojekte und Veranstaltungsplanungen berichtet. Das IZKK ist Teil des in Bronnbach ebenfalls ansässigen Fraunhofer Instituts.

Das IZKK wird von Sabrina Rota und Dr. Katrin Wittstadt geleitet. Beide gehören dem Fraunhofer Institut mit seinem Hauptsitz in Würzburg an. Das IZKK ist bereits seit 2008 in Bronnbach ansässig. „Wir freuen uns sehr, dass dieses Juwel die Liegenschaft Kloster Bronnbach insgesamt bereichert“, erklärte Dezernent Jochen Müssig vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Hierbei spricht er sowohl die Außenstelle des Fraunhofer Instituts als auch das IZKK an.

In der Kulturgüterforschung gibt es inzwischen neue Schwerpunkte, die sich auf die Digitalisierung konzentrieren. Hier bemüht sich Sabrina Rota gegenwärtig, eine neue EU-Förderung an Land zu ziehen. Wenn dies erfolgreich sein sollte, wird das Projekt DiTech in Bronnbach entwickelt. Hier geht es im Kulturgüterschutz um digitale Analysemethoden, die Schaffung einer digitalen Plattform und um Schulungen. So können durch digitale Vermessungsmethoden auch digitale Zwillinge bestehender Objekte geschaffen werden.

Zudem läuft ein Bewerbungsverfahren beim Bundesministerium für Bildung und Forschung. Dieses dort ausgeschriebene Projekt mit dem Titel „KERES“ sieht die Untersuchung der Auswirkungen von künstlich geschaffenen Landschaften, beispielsweise Parks und Gärten, auf den Menschen und das Klima vor. „Dies ist auch ein interessantes Vorhaben für das Klimaschutzkonzept des Landkreises“, sagte Jochen Müssig weiter.

Weitere Projekte sind beispielsweise die Entwicklung von musealem Hohlglas oder eines Rapid-Dosimeters. Bei letzterem geht es um die Entwicklung von kleinen elektronischen Plättchen, welche die unmittelbare Umgebung hinsichtlich eventueller Korrosionsvorgänge an den Waren messen und melden. Solche Plättchen können in der Industrie und im privaten Bereich eingesetzt werden. Beispielsweise werden weltweit vielfältige Güter in Containern versandt, häufig auch auf dem Seeweg. Die in den Containern transportierten Waren sind Temperaturschwankungen, Salzluft, Schwitzwasser etc. ausgesetzt. Bevor die Waren Schaden durch Korrosion nehmen, warnt das Informationsplättchen, das aktuell erforscht wird.

Im Veranstaltungsbereich mussten die bisherigen Termine coronabedingt abgesagt werden. „Wir suchen deshalb jetzt nach virtuellen Formaten, um unsere Seminar-, Workshop- und Veranstaltungsreihen fortzusetzen“, sagte Sabrina Rota. Unter anderem wird auch darüber nachgedacht, die Bronnbacher Gespräche eventuell virtuell anzubieten, bis nach Corona wieder Präsenzveranstaltungen möglich sind.

Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

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