Main-Tauber-Kreis : Kurtz-Ersa Wertheim gewinnt Zukunftspreis – Vorbildliches Engagement in Ausbildung

Preisträger und Laudatoren bei Verleihung des Zukunftspreises des Main-Tauber-Kreises. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Kurtz-Ersa gewinnt Zukunftspreis

Vorbildliches Engagement im Bereich Ausbildung

 

Landrat Reinhard Frank hat kürzlich im Rathaussaal in Tauberbischofsheim den Zukunftspreis des Main-Tauber-Kreises an drei Unternehmen verliehen. Das Thema des Wettbewerbs war in diesem Jahr „Ausbildung – Karriere daheim“. Den ersten Platz erreichte der Wertheimer Kurtz-Ersa-Konzern. Die elfköpfige, hochkarätig besetzte Jury hatte zuvor 25 Bewerbungen quer durch viele Branchen ausgewertet.

Das Wettbewerbsthema „Ausbildung – Karriere daheim“ ist auch ein Schwerpunktthema der Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises. Den jungen Menschen aus der Region soll damit deutlich gemacht werden, dass im Main-Tauber-Kreis interessante berufliche Karrieren möglich sind. Die heimischen Unternehmen werden dazu ermuntert, sich weiterhin für Ausbildung und Fachkräftesicherung zu engagieren sowie sich zum Standort zu bekennen. Die Zukunftsaussichten im Main-Tauber-Kreis seien sehr gut, sagte Landrat Frank. Dennoch müsse man sich im Ländlichen Raum weiter stark engagieren, um im Wettbewerb der Regionen zu bestehen.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Tauberfranken, Peter Vogel, hielt die Laudatio auf den Hauptpreisträger, den Kurtz-Ersa-Konzern. Das Hightech- und Zuliefer-Unternehmen, das auch Standorte in Wertheim hat, überzeugte die Jury unter anderem mit dem eigenen Qualifizierungs- und Fortbildungszentrum, der Hammer Academy. Der Konzern bildet in mehr als 20 unterschiedlichen Berufen aus und stellt eine Reihe an dualen Studiengängen zur Verfügung.

Durch das Programm „Attraktiver Arbeitgeber“ wird die Work-Life-Balance aktiv gefördert. Dabei steht das Thema Gesundheit an oberster Stelle, beispielsweise durch Gesundheitskurse und -checks. Weitere Stichworte sind ein Personalentwicklungs- sowie ein Talent- und Nachfolgekonzept, die Möglichkeit für Auslandsaufenthalte schon während der Ausbildung oder der kostenlose Besuch von Meister- und Technikerlehrgängen. Der Konzern erhielt einen Geldpreis in Höhe von 3000 Euro sowie eine Glasskulptur.

Der Vorstandsvorsitzende Rainer Kurtz betonte den Wert des Zukunftspreises für alle Teilnehmer: „Man sieht, was andere für die Ausbildung tun und was man selbst noch besser machen kann.“ Der zweite Preis ging an Stadtwerk Tauberfranken aus Bad Mergentheim, der dritte an die Firma Bass aus Niederstetten.

Prof. Dr. Seon-Su Kim, Prorektor und Leiter des Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach, analysierte die Ergebnisse des Wettbewerbs unter der Überschrift „Von den Besten lernen“. Demnach zeichnen die Wettbewerbsteilnehmer sich generell durch kontinuierliche Angebote in der Berufsausbildung aus. Viele von ihnen verstehen sich auch als „Potenzialsucher und Chancenseher“. Daher geben sie beispielsweise Rückkehrern in den Beruf eine zweite Chance. Ebenso werde die Ausbildung nicht nur als monetäre Investition, sondern als verantwortungsvolle Aufgabe verstanden. Dies komme zum Beispiel in regelmäßigen Feedbackgesprächen zum Ausdruck.

Nachhaltige Bildung zeige sich beispielsweise bei der Einbindung von Auszubildenden und Studierenden in Entwicklung und Innovation. Indem die Wettbewerbsteilnehmer berufliche Perspektiven und ständige Weiterbildung ermöglichten, sorgten sie auch für eine starke Bindung an ihre Unternehmen. Auch regionales Engagement wie zum Beispiel Sponsoring sei ein wertvoller Beitrag der Wettbewerbsteilnehmer, um ihre Marken zu stärken und Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, nannte Prof. Dr. Kim eine weitere Erkenntnis aus der Analyse des Wettbewerbs.

Die „Hot Potatoes“ alias Weltmeister Markus Heldt (rechts) und Dominik Blenk sorgten für einen fulminanten Abschluss der Preisverleihung. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis
Die „Hot Potatoes“ alias Weltmeister Markus Heldt (rechts) und Dominik Blenk sorgten für einen fulminanten Abschluss der Preisverleihung. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Moderiert wurde die Veranstaltung von Jochen Wobser, Redakteur beim Bayerischen Rundfunk in Würzburg. Das Rahmenprogramm gestaltete u.a. das Breakdance-Duo „Hot Potatoes“ alias Weltmeister Markus Heldt und Dominik Blenk aus Wertheim und Würzburg. Die Preisgelder stellte die Sparkasse Tauberfranken.

Stadtverwaltung Wertheim