Main-Tauber-Kreis : Landrat und Dezernentin rufen zu Installation der Corona-Warn-App auf

Gesundheitsdezernentin und Landrat rufen zu Installation der Corona-Warn-App auf

„Mit der Corona-Warn-App können alle mithelfen, Infektionsketten schnell zu durchbrechen. Sie macht das Smartphone zum Warnsystem und informiert jeden Nutzer, der Kontakt mit nachweislich Infizierten hatte. Sie schützt damit jeden einzelnen Nutzer und seine Mitmenschen“, erklärt Landrat Frank. Darüber hinaus schütze die App auch die Privatsphäre, denn sie kenne weder den Namen noch den Standort des Nutzers.

Elisabeth Krug, Dezernentin für Jugend, Soziales und Gesundheit im Landratsamt, macht deutlich, weshalb die App so wichtig ist: „Überall im öffentlichen Raum begegnen wir anderen Menschen – darunter auch Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sein können und es an andere übertragen.“ Dies könne auch der Fall sein, ohne dass sich beim Überträger Symptome bemerkbar machen. „Dies macht die aktuelle Situation so gefährlich.“

Kein Allhemittel, aber ein wichtiger Beitrag

Nach einem positiven Corona-Test geht es für das Gesundheitsamt an die Nachverfolgung der Kontakte. Diese verläuft nicht ohne Lücken. Schließlich können Infizierte unmöglich alle Personen benennen, denen sie begegnet sind. Die Corona-Warn-App kann solche Lücken schließen. Sie erkennt, wenn sich andere Menschen in der Nähe eines Nutzers aufhalten. Und sie benachrichtigt den App-Nutzer, wenn ihr gemeldet worden ist, dass sich einer dieser Menschen nachweislich infiziert hat. „Damit ergänzt die App die analoge Erfassung und hilft so, Infektionsketten zu durchbrechen. Sie hilft, die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Nicht als Allheilmittel, aber als wichtiger Beitrag neben den Hygiene- und Abstandsregeln“, sagt Landrat Frank.

Die Corona-Warn-App sollte ihre Nutzer auf allen Wegen begleiten, also sollte das Smartphone jederzeit mitgeführt werden und eingeschaltet sein. Wann immer sich Nutzerinnen oder Nutzer begegnen, tauschen ihre Smartphones über Bluetooth verschlüsselte Zufallscodes aus. Diese geben Aufschluss darüber, mit welchem Abstand und über welche Dauer eine Begegnung stattgefunden hat. Relevant ist eine Begegnung nur, wenn man eine bestimmte Zeit mit einem bestimmten Abstand zusammen gewesen ist. Begegnet man nur jemanden im Vorübergehen auf der Straße, ist das keine relevante Begegnung. Sitzt oder steht man aber mehrere Minuten mit jemandem eng beieinander, ist dies relevant.

Die App speichert alle Zufallscodes, die ein Smartphone sammelt, für 14 Tage, und zwar ausschließlich dezentral auf dem Gerät. Laut Robert-Koch-Institut umfasst die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung, von einem bis maximal 14 Tagen. Deshalb werden die Daten nach Ablauf von 14 Tagen automatisch gelöscht.

Meldet eine betroffene Person über die App freiwillig ihre Infektion, werden ihre eigenen Zufallscodes allen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung gestellt. Auf deren Smartphones prüft die App, ob unter den Kontakten der letzten 14 Tage der Zufallscode eines Infizierten ist und kritische Kontakte bestanden haben. Wird sie fündig, benachrichtigt sie die Betroffenen und gibt klare Handlungsempfehlungen. Die Benachrichtigten können freiwillig entscheiden, ob sie den Empfehlungen folgen. Ihre Daten sind zu keiner Zeit einsehbar. Der warnende Nutzer weiß nicht, welche Personen gewarnt werden, und die Gewarnten wissen nicht, von wem die Meldung stammt.

Die App ist auf dem eingeschalteten Smartphone aktiv. Sie kennt jedoch weder Namen noch Telefonnummer noch Standort noch E-Mail-Adresse des Nutzers. Dadurch verrät sie niemandem, wer oder wo die Nutzer sind. Der Datenschutz bleibt über die gesamte Nutzungsdauer und bei allen Funktionen gewahrt. Es gibt keine Anmeldung, es sind keine Rückschlüsse auf persönliche Daten möglich.

Bei der Entwicklung spielte Transparenz eine große Rolle. Der Quellcode ist offen einsehbar, und externe Expertinnen und Experten konnten sich an der Testung und Weiterentwicklung beteiligen. So haben die Entwicklerfirmen Deutsche Telekom und SAP gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut als App-Betreiber und der Bundesregierung als Finanzier Vertrauen in die Anwendung geschaffen. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit waren und sind in die Entwicklung eingebunden.

Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

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