Main-Tauber-Kreis : Main-Tauber-Kreis weiter auf Platz 4 in der Abfallbilanz

Quelle: Wertheim.de

Main-Tauber-Kreis weiter auf Platz 4 in der Abfallbilanz

In der Abfallbilanz 2019 nimmt der Main-Tauber-Kreis unter den 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg nach wie vor einen hervorragenden 4. Platz ein. Damit erreicht der Landkreis in der „Landesliga“ die gleiche Platzierung wie 2018. Diese wurde nun durch das Umweltministerium Baden-Württemberg veröffentlicht.

Minister Franz Untersteller hob in Presseinterviews besonders die Spitzenstellung des Main-Tauber-Kreises im Bereich des Biomülls hervor. Diese wertvolle Ressource sollte laut Minister verstärkt genutzt werden: als Kompost, zur energetischen Verwertung und zur Herstellung von Treibstoff. Mit landesweit 51 Kilogramm pro Kopf und Jahr sei trotz erneuter Steigerung das Mengenziel von 60 Kilogramm noch nicht erreicht worden. Im Main-Tauber-Kreis ist es mit 108 Kilogramm je Einwohner jedoch deutlich übertroffen.

Bei Bioabfällen werden in der Landesliga möglichst hohe Kilogramm-Werte angestrebt, unter anderem weil dies für eine konsequent praktizierte Mülltrennung spricht. Niedrige Werte deuten darauf hin, dass zu viel Biomüll unsachgemäß über die Restmülltonne entsorgt wird. Die Bioabfälle aus dem Main-Tauber-Kreis werden im Kompostwerk Würzburg zu unterschiedlichsten Erden und Boden-Verbesserern veredelt.

„Die deutlich gestiegene Inanspruchnahme der Biotonne im Main-Tauber-Kreis durch inzwischen 31.000 von 58.000 Haushalte zeigt, dass unser Konzept sehr gut angenommen wird“, erklärt Landrat Reinhard Frank. Er dankt allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch konsequente Trennung einen wertvollen ökologischen Beitrag leisten. Die Biotonne wird im Main-Tauber-Kreis 39 Mal im Jahr abgeholt, so dass von Mai bis Oktober eine wöchentliche Leerung und von November bis April eine 14-tägige Leerung stattfindet.

„Hierdurch ist einerseits eine gute Hygiene in der wärmeren Jahreszeit gewährleistet. Andererseits können auf diese Weise während der Vegetationsperiode – neben den Küchenabfällen – auch viele Gartenabfälle über die Biotonne entsorgt werden. Dies kommt offenkundig gut bei der Bevölkerung an und wird entsprechend genutzt“, sagt Landrat Frank. Darüber hinaus können die fünf Kompostplätze des Main-Tauber-Kreises genutzt werden. Nähere Informationen zu den Stoffen, die angenommen werden, sowie zu den Öffnungszeiten können unter www.main-tauber-kreis.de/entsorgungseinrichtungen abgerufen werden.

Sehr gut bewährt hat sich im Main-Tauber-Kreis die Einführung eines elektronischen Detektionssystems, das bei der Biomüll-Abfuhr falsch befüllte Tonnen automatisch erkennt und stehen lässt. Seitdem ist es gelungen, den Anteil so genannter „Störstoffe“ wie Metall, Plastik im Biomüll usw. drastisch zu senken. Sie hatten eine Kompostierung vor der Einführung des „Müllsheriffs“ zuletzt fast unmöglich gemacht.

Dass die Bürger das Abfallwirtschaftskonzept des Kreises konsequent umsetzen, zeigt das Aufkommen an Wertstoffen, das gegenüber dem Jahr 2018 nochmals um 18 Kilogramm pro Einwohner und Jahr auf 196 Kilogramm gestiegen ist. Das belegen eindrucksvoll die erfassten Mehrmengen an Papier (plus 1184 Tonnen, das heißt plus acht Kilogramm pro Einwohner und Jahr) und Glas (plus 1224 Tonnen, das heißt plus neun Kilogramm pro Einwohner und Jahr) Auch bei der Sammlung von Metall- und Kunststoffen liegt der Main-Tauber-Kreis weit über dem Durchschnitt in Baden-Württemberg.

Mit einem Pro-Kopf-Aufkommen von insgesamt 93 Kilogramm pro Einwohner und Jahr ist beim Restmüll (80 Kilogramm) eine Steigerung um drei Kilogramm pro Einwohner und Jahr und beim Sperrmüll (13 Kilogramm) eine Steigerung um ein Kilogramm pro Einwohner und Jahr zu verzeichnen. Beim Rest- und Sperrmüll werden möglichst niedrige Kilogramm-Werte angestrebt. Der Rest- und Sperrmüll aus dem Main-Tauber-Kreis wird im Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt thermisch verwertet, also für die Produktion von Strom und Wärme verwendet.

Die Entsorgung von Rest- und Sperrmüll, die Wertstofferfassung, die Entsorgungseinrichtungen wie Recyclinghöfe, Kompostplätze und die Hausmüll- und Erddeponien müssen gebührenfinanziert betrieben werden. Auch hier ist der Main-Tauber-Kreis im Gebührenspiegel bei der Restmüllgebühr der günstigste in Baden-Württemberg und bei der Müllgebühr inklusive der Biotonne zusammen mit anderen Kreisen an vierter Stelle. Ein Haushalt mit 60-Liter-Restmülltonne und 80-Liter-Biotonne zahlt im Main-Tauber-Kreis aktuell 120 Euro Müllgebühr im Jahr. 2020 wurden erstmals Gebührenbescheide an alle Haushalte verschickt, so dass niemand zum Rathaus gehen musste, um die bisherige Müllmarke zu kaufen.

Unter https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/publikation/did/abfallbilanz-2019/ kann die Abfallbilanz 2019 als gedruckte Broschüre bestellt oder als PDF-Datei abgerufen werden.

Der Main-Tauber-Kreis ist bei der Nutzung der Biotonne spitze im Land. Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Bildergalerie Abrissparty Tauberbrücke Wertheim + Video , 12.03.2016