Main-Tauber-Kreis/Wertheim: 10 Coronavirus-Infektion – Neuer Todesfall – Mutanten – 7-Tage-Inzidenz 66,5 – Zahlen 02.02.2021

Das Land will alle positiven Testergebnisse auf Mutationen untersuchen lassen © Wilfried Pohnke, Pixabay.de

Zehn neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 2. Februar) – Land lässt alle positiven Proben auf Mutanten untersuchen

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Dienstag, 2. Februar, zehn neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von sechs Städten und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in acht Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Sieben neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, drei Personen werden stationär behandelt. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 2962.

2753 Personen genesen

Mittlerweile sind 13 weitere und damit insgesamt 2753 Personen wieder genesen. Derzeit sind 153 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2, Assamstadt: 3, Bad Mergentheim: 21, Boxberg: 12, Creglingen: 0, Freudenberg: 9, Großrinderfeld: 6 (+1), Grünsfeld: 4 (+3), Igersheim: 56 (+1), Königheim: 2, Külsheim: 3, Lauda-Königshofen: 11 (+1), Niederstetten: 4, Tauberbischofsheim: 6 (+3), Weikersheim: 2, Werbach: 1, Wertheim: 11 (+1) und Wittighausen: 0.

Landrat versichert Angehörigen sein tiefes Mitgefühl

Das Gesundheitsamt hat am Dienstag, 2. Februar, einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Frau im Alter von unter 90 Jahren, die in einem Pflegeheim lebte. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 56 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 36 im Jahr 2021. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Quarantäne für Wohnbereich des Pflegeheimes Otto-Rauch-Stift angeordnet

Aufgrund zweier Schnelltests mit positivem Ergebnis wurde ein Wohnbereich des Pflegeheims Otto-Rauch-Stift in Freudenberg vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Diese umfasst ein Besuchsverbot sowie einen Aufnahme- und Verlegungsstopp.

Quarantäne für Haus am Sonnenberg aufgehoben

Das Haus am Sonnenberg in Igersheim konnte aus der Quarantäne entlassen werden. Einzelne Bewohnerinnen und Bewohner dieser Einrichtung für erwachsende Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen verbleiben noch in Isolation in ihren Zimmern.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 66,5

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Dienstag, 2. Februar, bei 66,5. Eine Woche zuvor, am Dienstag, 26. Januar, lag er bei 129,2. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (26. Januar bis 1. Februar) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 2. Februar, 14.00 Uhr)

Ausbreitung von Mutationen soll besser kontrolliert und überwacht werden

Die Landesregierung wird künftig die Proben aller positiven Corona-Tests auf Mutanten untersuchen lassen. Dafür sollen die Test-Labore sämtliche positiven Proben künftig an die Labore der Universitätsklinika des Landes weiterleiten. Ziel ist es, einen Überblick über die Ausbreitung der neuen Virusvarianten im Land zu bekommen und sie besser kontrollieren und überwachen zu können. Das Sozialministerium wies darauf hin, dass sowohl die Variante aus dem Vereinigten Königreich als auch die Südafrika-Variante bereits in verschiedenen Ländern weltweit identifiziert worden ist. Die Dynamik der Verbreitung dieser Virusvarianten in einigen Staaten sei wirklich besorgniserregend. Es müsse alles daran gesetzt werden, dass sich diese gefährlichen Mutanten in Baden-Württemberg nicht weiter ausbreiten.

Das Land rechnet bei der derzeitigen Lage der Pandemie mit etwa 10.000 positiven Proben pro Woche. In den Laboren des Landesgesundheitsamtes und der Unikliniken werden die Proben durch die Sequenzierung des vollen Genoms nicht nur auf die beiden bislang bekannten, sondern auf alle Virusvarianten hin untersucht. So können laut dem Sozialministerium auch neue, bislang unbekannte Varianten des Coronavirus aufgedeckt werden. Der Bund zahlt laut aktueller Testverordnung die Untersuchung von maximal zehn Prozent dieser Proben. Für den Rest kommt das Land auf und stellt dafür 31,5 Millionen Euro bereit.

Künftig wird die Quarantänedauer für Kontaktpersonen der Kategorie 1 von einer mit einer Virusmutante infizierten Person von zehn auf 14 Tage erhöht. Auch für deren Haushaltsangehörige gilt eine Quarantäne von 14 Tagen. Damit soll die Bevölkerung vor einer unkontrollierten Weiterverbreitung von Virusmutanten geschützt werden.

Im Main-Tauber-Kreis sind um den Jahreswechsel die bisher ersten und einzigen Fälle der britischen Mutation des Coronavirus festgestellt worden. „Die Betroffenen waren Reiserückkehrer aus England mit engem Bezug zum Main-Tauber-Kreis. Deshalb hat unser Gesundheitsamt eine umfassende Sequenzierung der Laborproben veranlasst, bei der die Mutation B.1.1.7. nachgewiesen wurde“, erklärt Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabes Corona. Die betroffenen Personen hätten sich mustergültig kooperativ gezeigt und ihre angeordnete Quarantäne jederzeit eingehalten. Ebenso hätten sie sich für mehrere Abstrichuntersuchungen zur Verfügung gestellt, bis das Ergebnis nach dem Abklingen der Infektion sicher negativ war. Wie Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug ergänzt, habe das Gesundheitsamt die Kontakte der Betroffenen vorbildhaft nachverfolgt. „Die Infektionsketten sind somit sicher und konsequent unterbrochen. Nun bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse die landesweite Ausweitung der Untersuchung auf Mutationen bringt.“

Quelle: Main-Tauber-Kreis.de