Main-Tauber-Kreis/Wertheim: 17 neue Coronavirus-Infektionen – Wachstum vorerst gebremst – Realschule-Klasse in Quarantäne – Stand 17.11.2020

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 17. November, 15.00 Uhr)

Zwölf neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 17. November) – 24 weitere Personen genesen – Private Kontakte noch weiter einschränken

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Dienstag, 17. November, zwölf neue Fälle einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Die betroffenen Personen leben im Gebiet der Städte und Gemeinden Bad Mergentheim, Creglingen, Großrinderfeld, Grünsfeld, Külsheim, Lauda-Königshofen, Weikersheim und Wertheim. Es handelt sich in mindestens fünf Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen. Alle neu Infizierten befinden sich in häuslicher Isolation. Für ihre Kontaktpersonen wird häusliche Isolation angeordnet und eine Testung veranlasst.

Von den infizierten Personen im Main-Tauber-Kreis sind 24 weitere und damit insgesamt 940 Personen wieder genesen. Derzeit sind 157 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 19 (+3), Boxberg: 1, Creglingen: 22 (+2), Freudenberg: 4, Großrinderfeld: 10 (+2), Grünsfeld: 10 (+1), Igersheim: 5, Königheim: 3, Külsheim: 7 (+1), Lauda-Königshofen: 13 (+1), Niederstetten: 0, Tauberbischofsheim: 17, Weikersheim: 7 (+1), Werbach: 3, Wertheim: 31 (+1) und Wittighausen: 3. Bei der Verteilung der genesenen Personen auf die Kommunen mussten Korrekturen vorgenommen werden.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 86,1

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz bleibt am Dienstag, 17. November, auf dem Wert des Vortages und damit bei 86,1. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (10. bis 16. November) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Klasse der Realschule Creglingen in Quarantäne

Aufgrund eines Infektionsfalls musste eine Klasse der Realschule Creglingen unter Quarantäne gestellt werden.

Exponentielles Wachstum konnte vorerst gebremst werden

Zwei Wochen nach Beginn des so genannten „Lockdown Light“ haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder eine erste Bilanz gezogen. „Dabei kommen wir für den Main-Tauber-Kreis zum gleichen Ergebnis wie Bund und Land. Dies bedeutet, dass das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen durch die seit Montag, 2. November, getroffenen Maßnahmen vorerst gebremst werden konnte“, bilanziert Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabes Corona im Landratsamt. Hierzu habe der ganz überwiegende Teil der Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises durch sein umsichtiges Verhalten einen wertvollen Beitrag geleistet. „Dennoch bewegen sich die Infektionszahlen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Vor allem ist das Infektionsgeschehen weiter diffus. Es gibt also sehr viele kleine Infektionsherde überall im Landkreis, deren Quellen nicht bekannt sind“, fasst Schauder zusammen.

Für den Main-Tauber-Kreis bedeutet das, dass rund 20 Prozent der Personen, die sich insgesamt mit SARS-CoV-2 angesteckt haben, seit dem 1. November registriert wurden. Bis Ende Oktober gab es im Main-Tauber-Kreis insgesamt 881 Fälle, nunmehr sind es 1110. Zuletzt waren auch wieder mehr Krankenhausbehandlungen erforderlich und wurden zwei Todesfälle verzeichnet. „Diese Zahlen verdeutlichen den Ernst der Lage. Deshalb muss es auch für den Main-Tauber-Kreis das Ziel sein, das Infektionsgeschehen zumindest unter die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen zu drücken“, erklärt Schauder.

„Die Pandemie wird uns noch viele Monate beschäftigen. Wir können aber alle einen wertvollen Teil dazu beitragen, das Ausmaß des Infektionsgeschehens zu begrenzen“, fügt Schauder hinzu. Hierzu müsse nun jede und jeder mithelfen und die privaten Kontakte in den kommenden Wochen – wenn nicht schon geschehen – noch einmal deutlich reduzieren. Wie von Bund und Ländern empfohlen, sollte man auf private Feiern gänzlich verzichten. Private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten auf einen weiteren festen Hausstand beschränkt werden. Ab sofort sollte man sich nur mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes treffen. Dabei sei es wichtig, sich nicht heute mit den einen und morgen mit den anderen zu treffen, sondern sich auf die stets gleichen Personen zu beschränken.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 17. November, 15.00 Uhr)

„Verzichtet werden sollte, wann immer möglich, auch auf Besuche in Bereichen mit Publikumsverkehr, auf nicht notwendige private Reisen und auf touristische Tagestouren. Wer ältere Menschen oder Angehörige anderer Risikogruppen besucht, sollte auf jeden Fall symptomfrei sein“, ergänzt Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug. Die AHA-Regeln – also Abstand, Hygiene und Alltagsmaske – sollten jederzeit beachtet werden, ergänzt durch regelmäßiges Lüften und die Nutzung der Corona-Warn-App.

Darüber hinaus wird empfohlen, sich bei Verdachtsfällen wie etwa dem Auftreten von typischen Symptomen in häusliche Isolation zu begeben, telefonisch Rücksprache mit dem Hausarzt zu halten und Kontakte zu anderen Personen zu meiden. Weitere Haushaltsangehörige sollten Kontakte zu anderen Personen außerhalb des Haushalts ebenfalls möglichst meiden, bis die Infektionslage geklärt ist und im Idealfall ein Testergebnis vorliegt. Dies gilt auch, wenn es hierzu keine konkrete Aufforderung durch das Gesundheitsamt gibt.

Bei einem positiven Testergebnis sollten, soweit möglich, unbedingt selbst alle Personen informiert werden, mit denen man in den vergangenen zwei Wochen engen persönlichen Kontakt hatte. Hierzu zählen Arbeitskolleginnen und -kollegen – direkt oder über den Arbeitgeber –, Familienangehörige, Freunde und Bekannte, Vereinskameradinnen und -kameraden, Nachbarn sowie Personen in Schule oder Kita usw., damit diese Personen selbst entsprechende Maßnahmen ergreifen und die Infektionskette durchbrechen können.

Bei der Kontaktnachverfolgung durch das Gesundheitsamt kann ein so genanntes Kontakttagebuch helfen. Darin notiert man sich am Abend kurz in Stichworten, wenn man an dem Tag in möglichen Cluster-Situationen war. So kann man dem Gesundheitsamt bei einem positiven Testergebnis schnell und zuverlässig sagen, wann man beispielsweise in einer Besprechung, auf einem Vereinstreffen oder in anderen Situationen war, bei denen eine Ansteckung möglich gewesen wäre.

Quelle: main-tauber-kreis.de

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