Main-Tauber-Kreis/Wertheim: 27 Coronavirus-Infektionen – 2 Todesfälle – Brückenprogramm – 7-Tage-Inzidenz 71,8 – Zahlen 30./31.01.2021

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 31. Januar, 15.30 Uhr)

27 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 30./31. Januar) – Zwei weitere Todesfälle – Brückenprogramm startet

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Wochenende insgesamt 27 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon 20 am Samstag, 30. Januar, und sieben am Sonntag, 31. Januar. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von 14 Städten und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in mindestens 20 Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen und in einem Fall um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. 26 neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 2951.

2667 Personen genesen

Mittlerweile sind 32 weitere und damit insgesamt 2667 Personen wieder genesen. Derzeit sind 229 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2 (+1), Assamstadt: 3, Bad Mergentheim: 65 (+2), Boxberg: 35 (+2), Creglingen: 1, Freudenberg: 11 (+1), Großrinderfeld: 5 (+3), Grünsfeld: 1, Igersheim: 57 (+3), Königheim: 2 (+2), Külsheim: 6 (+1), Lauda-Königshofen: 14 (+5), Niederstetten: 4 (+2), Tauberbischofsheim: 6 (+1), Weikersheim: 1 (+1), Werbach: 1 (+1), Wertheim: 15 (+2) und Wittighausen: 0.

Landrat versichert Angehörigen sein tiefes Mitgefühl

Das Gesundheitsamt hat am Samstag, 30. Januar, zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen Mann im Alter von über 80 Jahren sowie um einen über 85-Jährigen. Einer der Verstorbenen lebte in einem Pflegeheim. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 55 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 35 im Januar dieses Jahres. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 71,8

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Sonntag, 31. Januar, bei 71,8. Eine Woche zuvor, am Sonntag, 24. Januar, lag er bei 144,3. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (24. bis 30. Januar) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 31. Januar, 15.30 Uhr)

Brückenprogramm Ingenieurwissenschaften startet

Um die Perspektiven des unter den Auswirkungen der Pandemie ganz besonders leidenden aktuellen Absolventenjahrgangs der Ingenieurwissenschaften und der Informatik zu verbessern, investiert das Land vom 1. Februar an neun Millionen Euro. Das „Brückenprogramm Ingenieurwissenschaften“ soll auch einen Beitrag zur Erhaltung der Innovationsfähigkeit Baden-Württembergs leisten. Das Programm soll sowohl den Absolventinnen und Absolventen der Ingenieurwissenschaften als auch den Unternehmen eine Perspektive bieten und dazu beitragen, die Innovationsfähigkeit des Landes über die Pandemie zu bringen.

Für Absolventinnen und Absolventen der Ingenieurwissenschaften einschließlich der Informatik, die durch die Folgen der Pandemie Schwierigkeiten haben, eine passende Arbeitsstelle im Land zu finden, werden bis zu 500 Beschäftigungsverhältnisse geschaffen. Im Vergabeverfahren zur Organisation des Brückenprogramms hat das Tochterunternehmen des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft (Biwe-Gruppe), die Apontis GmbH, den Zuschlag erhalten. Damit kann das Brückenprogramm Ingenieurwissenschaften zum 1. Februar starten. Ziel ist es, über erste befristete Projekteinsätze die jungen Talente dauerhaft in hochinnovative Unternehmen Baden-Württembergs zu vermitteln.

Besonders viele kleine und mittelständische Unternehmen stehen aktuell vor einem Dilemma. Als Folge der Pandemie herrscht große Unsicherheit darüber, was die kommenden Monate bringen werden, Neueinstellungen werden vertagt. Gleichzeitig suchen sie Fachkräfte, denn Strukturwandel und Digitalisierung beherrschen nach wie vor den Arbeitsmarkt. Das Brückenprogramm soll helfen, dass Unternehmen und Fachkräfte zusammenfinden und eine gute Verbindung zwischen Weiterbildung und Praxis bieten.

Die Bundesagentur für Arbeit in Baden-Württemberg ist Teil des Programmes und unterstützt aktiv durch die Finanzierung von Qualifizierungen in jenen Phasen, in denen die Teilnehmenden nicht oder nur teilweise zu Projekten in Unternehmen entsandt sind, gegebenenfalls auch mit Kurzarbeitergeld.

Die Teilnehmenden werden bei der Apontis GmbH als Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BQG) angestellt, gecoacht, gegebenenfalls weiterqualifiziert und an innovative Unternehmen mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt in Projekte vermittelt. Eine vorzeitige Übernahme der Absolventinnen und Absolventen durch die Unternehmen ist ausdrücklich erwünscht. Die Apontis GmbH verfügt über eine enge Vernetzung sowohl mit den Hochschulen als auch zu den ingenieurwissenschaftlich geprägten Schlüsselbranchen.

Grundsätzlich teilnahmeberechtigt am Programm sind alle Absolventinnen und Absolventen, die ihren grundständigen Hochschulabschluss (zum Beispiel Bachelor) oder konsekutiven Masterabschluss in einem Fach der Ingenieurwissenschaften (inklusive Informatik) frühestens im März 2020 an einer Hochschule Baden-Württembergs abgelegt haben.

Weitere Informationen und Bewerbung unter www.brueckenprogramm-ing.de.

Quelle: Main-Tauber-Kreis.de