Main-Tauber-Kreis/Wertheim: 31 Coronavirus-Infektion – weiterer Todesfall – 7-Tage-Inzidenz 129,2 – Stand 17.01.2021

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31 Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt (Zahlen 17. Januar) – Weiterer Todesfall bestätigt – Kitas und Schulen bleiben weiter geschlossen

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Wochenende insgesamt 31 Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon 19 am Samstag, 16. Januar, und zwölf am Sonntag, 17. Januar. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von acht Städten und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in mindestens 18 Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen. 28 neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, drei Personen werden stationär behandelt. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 2690.

Mittlerweile sind 30 weitere und damit insgesamt 2334 Personen wieder genesen. Derzeit sind 317 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2, Assamstadt: 4, Bad Mergentheim: 85 (+7), Boxberg: 59 (+5), Creglingen: 6, Freudenberg: 30, Großrinderfeld: 6 (+1), Grünsfeld: 3, Igersheim: 19 (+1), Königheim: 0, Külsheim: 3, Lauda-Königshofen: 26 (+4), Niederstetten: 10, Tauberbischofsheim: 13 (+4), Weikersheim: 12 (+4), Werbach: 0, Wertheim: 38 (+5) und Wittighausen: 1.

Ein weiterer Todesfall bestätigt

Vom Gesundheitsamt wurde am Samstag, 16. Januar, ein weiterer Todesfall bestätigt, bei dem ein positiver Befund auf das Coronavirus vorlag. Es handelt sich um eine über 80-jährige Frau, die in einem Pflegeheim lebte. „Den Hinterbliebenen gilt unser tiefes Mitgefühl“, erklärte Landrat Reinhard Frank. Im Main-Tauber-Kreis sind mittlerweile 39 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 17. Januar, 15.30 Uhr)

Sieben-Tage-Inzidenz bei 129,2

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Sonntag, 17. Januar, bei 129,2. Eine Woche zuvor, am Sonntag, 10. Januar, lag er bei 129,9. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (10. bis 16. Januar) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Quarantäne in zwei Pflegeheimen aufgehoben

Die aufgrund eines positiven Schnelltests angeordnete Quarantäne für einen Wohnbereich der MCC-Seniorenresidenz Wertheim wurde aufgehoben, nachdem der entsprechende PCR-Test negativ ausgefallen ist.

Ebenfalls negativ war der PCR-Test auf einen positiven Schnelltest im Haus Sonnenblick in Bad Mergentheim, so dass für diesen Wohnbereich ebenfalls die Quarantäne aufgehoben werden konnte.

Aktuelle Zahlen zeigen noch nicht wirklich Entspannung

Die Landesregierung hat sich darauf verständigt, dass angesichts der immer noch zu hohen Infektionszahlen und der dynamischen Entwicklung Kitas und Grundschulen zunächst bis zum 31. Januar geschlossen bleiben. Dies wird mit den aktuellen Corona-Zahlen für Baden-Württemberg begründet, die noch keine wirkliche Entspannung zeigen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vielmehr am 13. Januar landesweit betrachtet bei 133 und damit höher als eine Woche zuvor. Das Robert-Koch-Institut berichtete, dass am 12. Januar insgesamt 1244 Menschen in Deutschland an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, die höchste Zahl an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Ebenso liegt der Reproduktionswert weiter über 1, so dass jeder Infizierte im Schnitt etwas mehr als eine weitere Person ansteckt und es somit zu einem weiteren Anstieg des Infektionsgeschehens kommt. Sorge bereiten der Landesregierung auch Mutationen des Coronavirus aus Großbritannien und Südafrika, die nach Aussage der Wissenschaft deutlich ansteckender sind.

Zugleich verweist die Landesregierung darauf, dass sie die Auswirkungen der Schließungen der Einrichtungen im Blick behält. Hier werde auch berücksichtigt, dass Kinder sich nicht untereinander treffen, nicht gemeinsam spielen oder Sport treiben dürfen. Gerade die Grundschülerinnen und Grundschüler bräuchten mehr als die Älteren den Präsenzunterricht. Je jünger die Kinder sind, desto mehr Betreuung sei erforderlich, was wiederum zu Herausforderungen für die Eltern führe. Man wisse, dass die Entscheidungen mit Härten verbunden seien, für Kinder und auch für Eltern.

Für die kommende Zeit wird weiter eine Notbetreuung angeboten. Zugleich appelliert das Land an die Eltern, die Kinder nur wenn es wirklich nicht anders geht, in die Notbetreuung zu geben.

Klar ist aus Sicht des Landes ebenso, dass die Schließung der Schulen nicht für unbestimmte Zeit andauern kann. Vielmehr werde eine belastbare und baldige Perspektive für die Kleinsten und ihre Familien benötigt. Es müsse davon ausgegangen werden, dass der Lockdown zudem weiter verlängert werden muss. Umso gründlicher müsse überlegt werden, welche neuen, ggf. noch schärferen Maßnahmen nötig sind und wo eine Maßnahme beendet werden kann. Das Land bereitet aktuell Schritte vor, die gewährleisten sollen, dass auch bei der Öffnung der Grundschulen und Kitas die Ansteckungs- und Übertragungsgefahr minimiert werden kann.

Quelle: Main-Tauber-Kreis.de