Main-Tauber-Kreis/Wertheim: 31 Coronavirus-Infektionen – Inzidenz 213,8 – Steigenden Werte erwartet – Zahlen 25.03.2021

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 25. März, 15.00 Uhr)

31 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 25. März) – Trotz Inzidenz über 200 noch keine weiteren Maßnahmen

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Donnerstag, 25. März, 31 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von zehn der 18 Städten und Gemeinden des Main-Tauber-Kreises und befinden sich in häuslicher Isolation. Es handelt sich in mindestens 14 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3808.

25 weitere Personen genesen

Inzwischen sind 25 weitere und damit insgesamt 3372 Personen wieder genesen. Damit sind derzeit 359 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 1, Assamstadt: 2 (+1), Bad Mergentheim: 50 (+3), Boxberg: 30 (+2), Creglingen: 16, Freudenberg: 10 (+3), Großrinderfeld: 5 (+1), Grünsfeld: 46, Igersheim: 19 (+1), Königheim: 8, Külsheim: 9 (+1), Lauda-Königshofen: 52 (+6), Niederstetten: 11, Tauberbischofsheim: 39 (+5), Weikersheim: 26, Werbach: 0, Wertheim: 35 (+8) und Wittighausen: 0.

22 weitere Fälle von Virus-Mutation nachgewiesen

Bei 22 weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in 21 Fällen um die britische (B.1.1.7) und in einem Fall um eine noch unklare Variante. Damit wurde nunmehr bei insgesamt 183 Fällen im Landkreis eine Virusmutation festgestellt.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 25. März, 15.00 Uhr)

Klasse der Otfried-Preußler-Schule Wertheim in Quarantäne

Aufgrund eines Infektionsfalls musste eine Klasse der Otfried-Preußler-Schule (Grundschule) in Wertheim unter Quarantäne gestellt werden.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 213,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Donnerstag, 24. März, gemäß der Berechnung des Gesundheitsamtes Main-Tauber-Kreis bei 213,8. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (19. bis 25. März) je 100.000 Einwohner. Eine Woche zuvor, am Donnerstag, 18. März, lag der Wert bei 122,4. Rechtlich maßgeblich ist allein der Wert, den das Landesgesundheitsamt (LGA) in seinem täglichen Lagebericht unter www.gesundheitsamt-bw.de veröffentlicht.

Landkreis geht von weiter steigenden Zahlen aus

Auch das Landesgesundheitsamt hat am Mittwochabend bestätigt, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im Main-Tauber-Kreis erstmals seit Beginn der Pandemie den Wert von 200 überschritten hat. „Die Fallzahlen im Landkreis sind hoch, und wir gehen davon aus, dass diese in den nächsten Tagen noch weiter steigen werden“, erklärt hierzu Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabes Corona.

Als Gründe nennt er zum einen das Ausbruchsgeschehen in Einrichtungen und bei Infrastrukturangeboten für Menschen mit Behinderung. Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen könnten die Abstands- und Hygieneregeln oftmals nicht verstehen und daher auch nicht befolgen. Darüber hinaus führe die schnelle, effektive und umfassende Ermittlung der Kontaktpersonen von bereits infizierten Menschen durch das Gesundheitsamt dazu, dass im sehr großen Umfang weitere Testungen veranlasst werden müssen. „Durch Testen, Testen und nochmals Testen der Kontaktpersonen von Infizierten möchten wir die Infektionsketten möglichst frühzeitig unterbrechen“, erklärt Schauder. Dagegen schlagen sich die Angebote regelmäßiger Schnelltests für symptomfreie Bürgerinnen und Bürger derzeit noch nicht in den Infektionszahlen nieder.

Trotz der Überschreitung des Inzidenzwerts von 200 hält der Arbeitsstab Corona unter der Leitung des Ersten Landesbeamten Schauder sowie der Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug derzeit noch keine weiteren Verschärfungen der Regelungen im Main-Tauber-Kreis für angezeigt. „Damit ist jedoch keine Vorhersage für die nächste Zeit verbunden. Die Lage ist sehr ernst, und wir werden die Situation jeden Tag neu beurteilen und bei Bedarf auch sehr kurzfristig entscheiden“, sagt Christoph Schauder.

Der wichtigste Grund dafür, dass derzeit noch keine weiteren Verschärfungen angeordnet werden, ist laut dem Ersten Landesbeamten, dass in den kommenden Tagen mit weitreichenden Änderungen der landesweit gültigen Corona-Verordnung zu rechnen ist. „Diese neuen Regelungen werden wir dann hier im Landkreis schnellstmöglich und konsequent umsetzen. Wir wollen aber nicht der Verunsicherung in der Bevölkerung dadurch Vorschub leisten, dass wir vorschnell eigene Regelungen treffen und diese kurze Zeit später wieder der neuen Corona-Verordnung des Landes anpassen müssen.“ Schauder weist auch darauf hin, dass die aktuelle Corona-Verordnung entgegen anderslautender Annahmen keinen Automatismus vorsieht, der bei einer Inzidenz von über 200 ausgelöst würde.

Bevor es zu weiteren Maßnahmen kommen könne – in der Bevölkerung werden beispielsweise Ausgangsbeschränkungen sowie Schul- und Kindergartenschließungen diskutiert – müsse darüber hinaus zunächst abgewartet werden, welchen Effekt die „Notbremse“ auf das Infektionsgeschehen im Main-Tauber-Kreis hat. „Dies ist auch erforderlich, um die Verhältnismäßigkeit der getroffenen Maßnahmen zu wahren“, stellt Schauder klar. Die Notbremse wurde am Montag, 22. März, in Kraft gesetzt. Seitdem dürfen sich im Main-Tauber-Kreis die Angehörigen eines Haushalts wiederum nur mit einer weiteren Person treffen, Kinder bis 14 Jahren aus den beiden Haushalten nicht mitgezählt. Darüber hinaus musste beispielsweise der Einzelhandel erneut schließen – abgesehen von Geschäften für Waren des täglichen Bedarfs – und darf wiederum nur Liefer- und Abholservices anbieten.

Darüber hinaus macht Dezernentin Elisabeth Krug deutlich, dass sich ein großer Teil des aktuellen Infektionsgeschehens durch die Fokussierung auf Angebote für Menschen mit Behinderung noch klar eingrenzen lasse, was zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls gegen weitere Einschränkungen spreche. „Wir stehen mit den Einrichtungen in einem engen und konstruktiven Austausch, um hier gemeinsam eine schnellstmögliche Verbesserung der Lage herbeizuführen“, sagt Elisabeth Krug.

Quelle: Main-Tauber-Kreis.de

Quelle Rki/Arcgis:

 

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