Main-Tauber-Kreis/Wertheim: 40 neue Coronavirus-Infektionen – Zweithöchste Zahl seit Pandemiebeginn – Stand 18.11.2020

Wertheim , Mainvorplatz - Maskenvermüllung , Foto: RayMedia.de

40 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 18. November) – Zweithöchste Zahl seit Pandemiebeginn – 31 weitere Personen genesen

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Mittwoch,18. November, 40 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Dies ist die zweithöchste Zahl für einen einzelnen Tag, die das Gesundheitsamt des Landratsamtes seit Beginn der Pandemie bestätigt hat. Die betroffenen Personen leben im Gebiet der Städte und Gemeinden Bad Mergentheim, Creglingen, Freudenberg, Igersheim, Külsheim, Lauda-Königshofen, Niederstetten, Tauberbischofsheim, Wertheim und Wittighausen. 38 neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, zwei Personen sind in stationärer Behandlung. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird häusliche Isolation angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 1150.

Von den infizierten Personen im Main-Tauber-Kreis sind 31 weitere und damit insgesamt 971 Personen wieder genesen. Derzeit sind 166 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 23 (+7), Boxberg: 1, Creglingen: 31 (+13), Freudenberg: 5 (+1), Großrinderfeld: 10, Grünsfeld: 8, Igersheim: 5 (+1), Königheim: 3, Külsheim: 8 (+1), Lauda-Königshofen: 13 (+2), Niederstetten: 3 (+3), Tauberbischofsheim: 16 (+6), Weikersheim: 4, Werbach: 3, Wertheim: 27 (+4) und Wittighausen: 4 (+2).

Sieben-Tage-Inzidenz bei 75,5

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz sinkt am Mittwoch, 18. November, vorübergehend auf 75,5. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (11. bis 17. November) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Erster Landesbeamter ruft erneut zur Einschränkung von Kontakten auf

„Die hohen Fallzahlen am Mittwoch zeigen, wie dynamisch das Infektionsgeschehen weiterhin ist“, erklärt Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabes Corona im Landratsamt. Es handelt sich in mindestens 23 der neuen Fälle um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen. Insbesondere habe die zeitintensive und strukturierte Ermittlungsarbeit des Gesundheitsamtes ergeben, dass ein erheblicher Teil der Infektionsfälle am Mittwoch, 18. November, aber auch der Fälle an den Tagen zuvor auf mehrere, größere Zusammenkünfte zurückzuführen ist. Diese fanden kurz vor dem Inkrafttreten der strengeren Beschränkungen statt, die in allen Bundesländern seit Montag, 2. November, gelten. Nähere Angaben zu Arten und Orten der Zusammenkünfte macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

Erster Landesbeamter Schauder appelliert deshalb erneut an die Bürgerinnen und Bürger, ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum einzuschränken, auch wenn es zunehmend schwerfalle. „Jede und jeder einzelne kann damit einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. Weiterhin gilt, dass nicht alles, was an Kontakten gerade noch erlaubt ist, auch ausgereizt werden sollte. Gerade die aktuellen Fälle zeigen dies deutlich. Die nächsten Wochen werden entscheidend dafür sein, ob wir gut durch den bevorstehenden Winter kommen oder eine Überlastung unseres Gesundheitssystems befürchten müssen.“ Insbesondere sollte bedacht werden, dass eine nachlässige Handhabung der Corona-Regeln bei Zusammenkünften jeglicher Art schnell dazu führen kann, dass Infektionen beispielsweise in Schulen, Kindergärten, Pflegeeinrichtungen und Betriebe hinein streuen. „Deshalb muss gerade bei Zusammenkünften immer und jederzeit auf Abstand, Hygiene und Alltagsmaske, auf regelmäßiges Lüften und die Nutzung der Corona-Warn-App geachtet werden“, betont Schauder.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 18. November, 15.00 Uhr)

Dezernentin Krug: Ansteckungen schlagen sich mit Verzögerung in Fallzahlen nieder

Wie Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug ergänzt, „veranschaulicht das aktuelle Beispiel deutlich, wie die Fallzahlen das Infektionsgeschehen jeweils mit einer Verzögerung von zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung abbilden.“ Zunächst dauere es in der Regel einige Tage, bis es nach einer Ansteckung zu Symptomen einer COVID-19-Erkrankung kommt, so dass ein Infektionsgeschehen oftmals nicht sofort bemerkt werden kann. Dies gelte umso mehr, als Infizierte nach vorliegenden Erkenntnissen bereits zwei Tage vor dem Auftreten von Symptomen ansteckend sind, sich aber selbst meist noch völlig gesund fühlen. Es besteht besonders in dieser Phase die Gefahr, dass Infektionen noch vor der Anordnung von Quarantänen weitergetragen werden und dies ganz erhebliche Kreise zieht.

 

Schließlich nehme auch die Ermittlung von Kontaktpersonen von Infizierten, die Anordnung von Quarantänen sowie die Planung und Entnahme der Nasen-Rachen-Abstriche Zeit in Anspruch. „Vor allem sollten zwischen einer vermuteten Infektionsmöglichkeit und der Testung mindestens fünf Tage liegen. Ansonsten hat sich im Körper des neu Infizierten in der Regel noch nicht ausreichend Viruslast gebildet, um diese im Labor nachweisen zu können“, macht die Dezernentin deutlich.

 

Dabei sei es sehr wichtig, dass Quarantänen möglichst schnell angeordnet und strikt eingehalten werden, auch schon vor der Testung, damit die Infektionsketten außerhalb des eigenen Haushalts sicher unterbrochen sind. Innerhalb des eigenen Haushalts sollte von unter Quarantäne stehenden Personen bestmöglich Abstand gehalten und verstärkt auf Hygiene geachtet werden. „Erschwert wird die Kontaktpersonenermittlung durch das Gesundheitsamt insbesondere dadurch, dass die meisten Menschen zuletzt wieder viele verschiedene Kontakte hatten, jedenfalls bis zum Inkrafttreten des neuen ‚Lockdown light‘“, sagt Dezernentin Krug.

Quelle: main-tauber-kreis.de

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