Main-Tauber-Kreis/Wertheim: 59 Coronavirus-Infektionen – 1 Todesfall – Inzidenz 107,3 – Zahlen 09.04.2021

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 9. April, 16.00 Uhr)

59 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 9. April) – Mutationen auf dem Vormarsch – Keine Lockerungen im Landkreis absehbar

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Freitag, 9. April, 59 Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von 15 der 18 Städte und Gemeinden des Landkreises und befinden sich in häuslicher Isolation. Es handelt sich in mindestens 31 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen sowie um zwei Personen, die aus Risikogebieten im Ausland zurückgekehrt sind. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 4227.

Acht weitere Personen genesen

Inzwischen sind acht weitere und damit insgesamt 3713 Personen wieder genesen. Somit sind derzeit 433 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 18 (+1), Assamstadt: 5 (+1), Bad Mergentheim: 77 (+14), Boxberg: 35 (+4), Creglingen: 14, Freudenberg: 5, Großrinderfeld: 1, Grünsfeld: 63 (+2), Igersheim: 7 (+1), Königheim: 9 (+1), Külsheim: 9 (+1), Lauda-Königshofen: 54 (+8), Niederstetten: 16 (+4), Tauberbischofsheim: 37 (+8), Weikersheim: 22 (+4), Werbach: 10 (+2), Wertheim: 37 (+5) und Wittighausen: 14 (+3).

Landrat versichert Angehörigen sein tiefes Mitgefühl

Das Gesundheitsamt hat am Freitag, 9. April, einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen Mann im Alter von unter 50 Jahren. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 81 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 61 im Jahr 2021. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Gemeinschaftsunterkunft in Külsheim in Quarantäne

Aufgrund von Infektionsfällen musste die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber in Külsheim unter Quarantäne gestellt werden. Es handelt sich um eine Einrichtung der vorläufigen Unterbringung, die von der Landkreisverwaltung betrieben wird.

Quarantäne für Pflegeheime in Lauda und Werbach aufgehoben

Nach Abschluss der flächendeckenden Testungen konnten die angeordneten Quarantänen für die Pflegeheime Johann Bernhard Mayer in Lauda und Haus am Welzbach in Werbach aufgehoben werden. Sie umfassten jeweils ein Besuchsverbot sowie einen Aufnahme- und Verlegungsstopp.

56 weitere Fälle von Virus-Mutation nachgewiesen

Bei 56 weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in 51 Fällen um die britische Variante (B.1.1.7) und in fünf Fällen um die südafrikanische Variante (B.1.351). „Auch letztere sind nur zum Teil auf zusammenhängende Infektionsketten zurückzuführen, was einmal mehr einen Beleg für das sehr diffuse Infektionsgeschehen im Landkreis gibt. Die Mutationen sind leider eindeutig auf dem Vormarsch und ein ganz erheblicher Infektionstreiber“, stellt Erster Landesbeamter Christoph Schauder fest. Nunmehr wurde bei insgesamt 404 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 9. April, 16.00 Uhr)

Landratsamt baut elektronisches Informationsangebot aus

Wie Erster Landesbeamter Christoph Schauder erklärt, sorgen die regional unterschiedlichen Corona-Regelungen für viele Fragen in der Bevölkerung. Zum einen hat jedes der 16 Bundesländer die gemeinsam mit dem Bund gefassten Beschlüsse im Detail abweichend umgesetzt. Zum anderen gelten in Baden-Württemberg auch in den einzelnen Stadt- und Landkreisen unterschiedliche Regelungen, je nachdem ob der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz laut Landesgesundheitsamt unter 50, zwischen 50 und 100 oder über 100 liegt. Letzteres ist im Main-Tauber-Kreis der Fall.

Um in dieser Situation noch mehr Transparenz und Klarheit zu schaffen, hat das Landratsamt sein Informationsangebot unter www.main-tauber-kreis.de/coronavirus nochmals erweitert. Unter anderem wird in einem neuen Abschnitt übersichtlich aufgezeigt, welche Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen im Main-Tauber-Kreis aktuell gelten. Konkret dürfen bei privaten Treffen im öffentlichen oder privaten Raum maximal zwei Haushalte mit insgesamt maximal fünf Personen zusammenkommen. Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt. Darüber hinaus ist im Main-Tauber-Kreis der Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder sonstigen Unterkunft täglich jeweils ab 21 Uhr bis um 5 Uhr des Folgetags nur aus einem triftigen Grund gestattet. An gleicher Stelle im Internetangebot des Landratsamtes finden sich übersichtlich gestaltete PDF-Dateien. Sie zeigen die geltenden Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung auf einen Blick Dokument vorlesen und bieten eine Übersicht über die geschlossenen und offenen Einrichtungen oder Aktivitäten Dokument vorlesen .

Wie Erster Landesbeamter Christoph Schauder weiter deutlich macht, gilt im Main-Tauber-Kreis aufgrund des Inzidenzwerts von über 100 weiterhin die so genannte „Notbremse“. Diese kann erst dann aufgehoben werden, wenn der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage in Folge unter 100 liegt. „Eine solche Entwicklung ist derzeit nicht absehbar. Allein die hohen Fallzahlen vom Freitag zeigen, dass wir längst nicht über den Berg sind. Weiterhin befinden sich außerordentlich viele Kontaktpersonen in Quarantäne und es müssen viele Abstrichuntersuchungen angesetzt werden“, sagt Schauder. Am vergangenen Mittwoch hatte der Inzidenzwert mit 95,9 zwar unter 100 gelegen, ist aber schon einen Tag später wieder über die kritische Marke gestiegen. Sollte der Wert wieder unter 100 fallen, beginnt die Zählung der fünf Tage, die für eine Lockerung erforderlich sind, von Neuem.

Offizielle Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 107,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag, 8. April, gemäß der Berechnung des Landesgesundheitsamtes (LGA) bei 107,3. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (2. bis 8. April) je 100.000 Einwohner. Eine Woche zuvor, am Donnerstag, 1. April, lag der LGA-Wert bei 154,8. Der aktuelle Wert für Freitag, 9. April, kann ab etwa 18 Uhr im Lagebericht des LGA unter www.gesundheitsamt-bw.de abgerufen werden.

Bislang hatte das Gesundheitsamt des Main-Tauber-Kreises als zusätzlichen Service täglich einen selbst errechneten Inzidenzwert veröffentlicht. Dieser war rechtlich nicht relevant, sollte aber eine frühestmögliche Orientierung zum Infektionsgeschehen bieten. Der LGA-Wert und der bisher kommunizierte Kreis-Wert wichen aufgrund unterschiedlicher Stichzeiten regelmäßig voneinander ab. Nachdem diese Abweichungen weiterhin zu Irritationen in der Bevölkerung geführt haben, verweist das Landratsamt – wie für diesen Fall bereits vor drei Wochen angekündigt – ab sofort nur noch auf die Angaben des LGA. „Der LGA-Wert steht zwar erst einige Stunden später zur Verfügung als unsere bisherige eigene Berechnung, ist aber rechtlich maßgeblich. Somit ist ab sofort jeweils eindeutig klar, welcher Wert gilt“, erklärt Erster Landesbeamter Schauder.

Zu beachten sei, dass der offizielle LGA-Wert von interessierten Bürgerinnen und Bürgern nicht selbst nachgerechnet werden kann, weil das LGA für die Berechnung der Inzidenz jeweils das Datum heranzieht, an dem ein Laborbefund beim Kreis-Gesundheitsamt elektronisch erfasst worden ist und hier minutenscharf von 0 bis 24 Uhr rechnet. Das Landratsamt kommuniziert in seiner täglichen Pressemeldung jeweils den Stand am Nachmittag und hat bisher auf dieser Basis seinen unverbindlichen Inzidenzwert errechnet.

Quelle: Main-Tauber-Kreis.de

Quelle Rki/Arcgis:

 

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