Main-Tauber-Kreis / Wertheim: Verbrennen pflanzlicher Abfälle muss rechtzeitig angemeldet werden

Fire Pit Burning Leaves  - brianstephens00 / Pixabay
brianstephens00 / Pixabay

Wer pflanzlicher Abfälle verbrennen möchte, muss dies beim Rathaus anzeigen und bei der Integrierten Leitstelle anmelden – ansonsten kann es bei einer möglichen Alarmierung der Feuerwehr teuer werden. Darauf weist das Landratsamt Main-Tauber-Kreis hin.

 

Pflanzliche Abfälle, die auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken anfallen, müssen im Rahmen der Nutzung dieser Grundstücke dort durch Verrotten, insbesondere durch Liegenlassen, Untergraben, Unterpflügen und Kompostieren, beseitigt werden. Dabei dürfen keine Geruchsbelästigungen auftreten. Solche Abfälle dürfen in Gebieten im Sinne von § 35 des Baugesetzbuchs, also im Außenbereich, auf dem Grundstück, auf dem sie anfallen, verbrannt werden, soweit sie aus landbautechnischen Gründen oder wegen ihrer Beschaffenheit nicht in den Boden eingearbeitet werden können. Sie müssen zur Verbrennung so weit wie möglich zu Haufen oder Schwaden zusammengefasst werden. Ein flächenartiges Abbrennen ist unzulässig.

 

Das Verbrennen von Abfällen anderer Art, deren Entsorgung im Sinne des Abfallgesetzes vorzunehmen ist, ist generell verboten und wird mit empfindlichen Strafen geahndet.

Das Verbrennen sollte aus Gründen des Tierschutzes nur in der Zeit zwischen dem 31. Oktober und dem 31. März vorgenommen werden, da ansonsten Nistplätze und Brutstätten von Vögeln und Kleintieren, welche sich in den Haufen angesiedelt haben, vernichtet werden.

Die Abfälle müssen so trocken sein, dass sie unter möglichst geringer Rauchentwicklung verbrennen. Der Verbrennungsvorgang ist, etwa durch Pflügen eines Randstreifens, so zu steuern, dass das Feuer ständig unter Kontrolle gehalten werden kann, und dass durch Rauchentwicklung keine Verkehrsbehinderung und keine erheblichen Belästigungen sowie kein gefahrbringender Funkenflug entstehen.

Die erforderlichen Abstände von benachbarten Grundstücken und sonstigen gefährdeten Objekten sind einzuhalten; in keinem Fall dürfen die Mindestabstände von 200 Metern zu Autobahnen, von 100 Metern zu Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie von 50 Metern von Gebäuden und Baumbeständen unterschritten werden.

Bei starkem Wind darf nicht verbrannt werden, ebenso nicht in der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein.

Das Verbrennen größerer Mengen pflanzlicher Abfälle muss der zuständigen Ortspolizeibehörde, also dem Rathaus der zuständigen Stadt oder Gemeinde, mindestens zwei Tage vorher angezeigt werden. Die Ortspolizeibehörde muss dann die erforderlichen Anordnungen treffen, mit denen Sicherheit und Ordnung gewahrt werden. Diese Genehmigung der Ortspolizeibehörde muss in einem zweiten Schritt bei der Integrierten Leitstelle des Main-Tauber-Kreises vorgelegt und das Abbrennen dort angemeldet werden. Die Leitstelle ist telefonisch unter 07931/481 00 00 und per E-Mail an LEITSTELLE@kv-bad-mergentheim.drk.de erreichbar. Sollte diese Anmeldung unterbleiben, so wird ein eventuell möglicher Alarm der Feuerwehr für den Verursacher (Grundstückseigentümer) voll kostenpflichtig abgerechnet.

Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Bildergalerie Abrissparty Tauberbrücke Wertheim + Video , 12.03.2016

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*