Mehrjährige Freiheitsstrafen für zwei Drogenhändler für Handel mit Crystal und Cannabisprodukten

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Mehrjährige Freiheitsstrafen für zwei Drogenhändler

Handel mit Crystal und Cannabisprodukten

Am vergangenen Donnerstag, dem 14. Juli 2016, verurteilte das Landgericht Halle zwei Drogenhändler aus dem Raum Weißenfels zu Freiheitsstrafen von vier Jahren und sechs Monaten beziehungsweise drei Jahren und neun Monaten. Beide Urteile sind rechtskräftig.
Da sich die 28 und 37 Jahre alten Angeklagten zu den ihnen zur Last gelegten Taten einließen, blieb das Gericht unter dem von der Staatsanwaltschaft Halle geforderten Strafmaß.

Die Aussage eines wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz anderweitig Verfolgten sowie eine anonyme Anzeige brachten die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Halle und des Zollfahndungsamts Dresden im Dezember 2014 ins Rollen. Sie richteten sich zunächst gegen den verurteilten 37-Jährigen.
Im weiteren Verlauf dieser Ermittlungen, die den Anfangsverdacht des Handels mit Betäubungsmitteln bestätigte, geriet auch der verurteilte 28-Jährige ins Visier von Staatsanwaltschaft und Zollfahndung.

Anfang Oktober 2015 durchsuchten Beamte des Zollfahndungsamts Dresden mit Unterstützung der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd schließlich 16 Wohnungen und Nebengelasse im Raum Weißenfels und in Gera. In zwei Wohnungen im Raum Weißenfels, zu denen die beiden Verurteilten gemeinsam Zugang hatten, stellten die Ermittler rund 200 Gramm Crystal und knapp 300 Gramm Cannabisprodukte sicher.

Gegen den 28-Jährigen lagen zum Zeitpunkt der Durchsuchungsmaßnahmen bereits mehrere Haftbefehle wegen anderer Straftaten vor. Er wurde daher in Strafhaft genommen.
Der 37-Jährige blieb zunächst auf freiem Fuß. Durch die kriminaltechnische Untersuchung der Beweismittel konnte nachgewiesen werden, dass er mit den sichergestellten Betäubungsmitteln Umgang hatte. Daraufhin erließ das zuständige Amtsgericht Haftbefehl gegen ihn, und er wurde im Dezember 2015 festgenommen.

Neben den in den Wohnungen sichergestellten Betäubungsmitteln wurden den beiden Verurteilten weitere Taten zur Last gelegt:
Im Sommer 2015 verkauften sie gemeinsam nachweislich rund 150 Gramm Crystal an einen gesondert verfolgten Abnehmer in Thüringen.
Der 28-Jährige versandte darüber hinaus insgesamt rund 85 Gramm Crystal in mehreren Postsendungen an Abnehmer. Das Geld hierfür erhielt er in bar ebenfalls auf dem Postweg.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Halle und des Zollfahndungsamts Dresden richteten sich gegen insgesamt elf Beschuldigte. Mit den 28- und 37-Jährigen wurden die beiden mutmaßlichen Haupttäter abgeurteilt.
In den Verfahren gegen die übrigen Beschuldigten – überwiegend Abnehmer der Betäubungsmittel beziehungsweise Personen, die die Taten der beiden Verurteilten im Rahmen der Beihilfe unterstützten – stehen die Hauptverhandlungen beziehungsweise Entscheidungen über die Anklage noch aus.

 

Dresden, 18. Juli 2016 , zoll.de