Merkel: Deutschland kann mit den USA mithalten

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Merkel: Deutschland kann mit den USA mithalten

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die Hannover Messe mit dem Partnerland USA eine große Chance, um festzustellen, „wie wir unsere Stärken gegenseitig stärken können“.

Merkel sagt in ihrem neuen Video-Podcast, sie freue sich, dass Präsident Barack Obama persönlich komme, um die USA als Partnerland vorzustellen. In Hannover werde sich die amerikanische Leistungsstärke präsentieren. „Das ist gut für uns, damit wir unsere Wettbewerber einschätzen können“, sagt die Bundeskanzlerin. Sie glaube, dass Deutschland „in vielen Bereichen sehr gut mithalten“ könne und sich auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit ergäben. Merkel spricht von einer „Win-win-Situation“.

Auf die angeblich mangelnde Transparenz bei den TTIP-Verhandlungen angesprochen, sagt Merkel: „Ich glaube, dass wir alles getan haben, um die Transparenz bei den Verhandlungen für TTIP zu verbessern. Wir müssen natürlich auch unsere Verhandlungspositionen wahren.“ Es könne nicht alles „bereits im Vorfeld für jedermann zugänglich sein, wenn man bei Verhandlungen auch Interessen durchsetzen wolle. Daraus würden die Verhandlungspartner „bestimmte Vorzüge ziehen – was wir nicht wollen“, erklärt die Bundeskanzlerin.

„Aber wir wollen schon, dass die Menschen nicht den Eindruck haben, wir würden hier irgendetwas verschweigen oder wir würden irgendwelche Normen zur Disposition stellen; das Gegenteil ist der Fall“, so Merkel weiter. Sie betont, alles, was in Europa als Norm gelte, sei gesichert. „Wir gehen nicht hinter unsere Standards zurück, sondern wir sichern das, was im Umweltbereich, im Verbraucherschutzbereich heute in Europa gilt.“ Sie halte das Freihandelsabkommen mit den USA für eine große Chance für die EU, „auch Standards weltweit zu definieren“, sagt Merkel. Wenn sich zwei so große Märkte wie der europäische und der amerikanische auf bestimmte Standards einigten, werde es für andere Teile der Welt „sehr, sehr schwer werden, dauerhaft dahinter zurückzubleiben“. Sie beurteile die Chancen deshalb als weitaus größer als die Risiken.

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