Minister Lucha: „Gleiche Chancen für Wohlfahrt und Private“ / bpa-Mitgliedsunternehmen fordern schnelle politische Entscheidungen, um landesweite Versorgung zu sichern | Pressemitteilung bpa

clareich / Pixabay


Stuttgart (ots) – Das künftige Landespflegestrukturgesetz wird ein wichtiger Schritt zum zukunftsfesten Ausbau der pflegerischen Infrastruktur. Das hat Sozialminister Manne Lucha auf der Mitgliederversammlung und Fachtagung der Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) betont. Der bpa mit seinen landesweit rund 1.200 Mitgliedsunternehmen sei in diesem Prozess ein wichtiger Partner, sagte Lucha bei der zweitätigen Veranstaltung in Esslingen. „Die privaten Träger sind genauso gleichrangig wichtig, wie die Einrichtungen der Wohlfahrt. Private Träger brauchen die gleichen Wettbewerbschancen wie Träger der Wohlfahrt. Hier darf es keine Unterschiede geben.“

Gerade das Ziel der Landesregierung, jedem Pflegebedürftigen wohnortnah eine passende Versorgung anzubieten, könnten im Flächenland Baden-Württemberg nur zusammen mit den privaten Betreiber verwirklicht werden, sagte der wiedergewählte bpa-Landesvorsitzende Rainer Wiesner und riet zu schnellen politischen Entscheidungen. „Das Land steuert auf ein massives Versorgungsproblem zu, weil verzweifelte Familien vielfach schon heute keinen Heimplatz oder keine ambulante Pflege für einen pflegebedürftigen Angehörigen finden.“

Die Landesregierung müsste darauf eigentlich mit Erleichterungen für Träger und Betreiber reagieren, lege diesen aber stattdessen Steine in den Weg. „Heimplätze werden dringend benötigt. Noch immer müssen alleine bei uns mehr als 150 Pflegeheime in langen Verfahren um Befreiungen oder Ausnahmen von den strikten Anforderungen der Landesheimbauverordnung kämpfen. Wir fordern eine grundsätzliche Verlängerung der Übergangsfristen, um die Versorgung für Pflegebedürfte und deren Familien zu sichern.“

Wie auch der Abbau der starren Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Pflege die Versorgung von Seniorinnen und Senioren in Baden-Württemberg sichern und erweitern kann, zeigten die Praxisbeispiele beim anschließenden bpa-Fachtag. „Ältere Menschen wollen sich Pflege und Betreuung nach ihren individuellen Bedürfnissen zusammenstellen. Sie haben keinerlei Verständnis dafür, dass wir immer noch in den völlig getrennten Bereichen der ambulanten und stationären Pflege denken und arbeiten müssen“, kommentierte der bpa-Landesvorsitzende Wiesner.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 1.000 in Baden-Württemberg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Für Rückfragen: Stefan Kraft, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 0711/960 49 60, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell



Original Quelle Presseportal.de

Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011