Neckar-Odenwald-Kreis | LEADER Badisch-Franken 2021-2027 vor dem Start

Elena Brandner Elena Brandner, neue Stipendiatin des Kreises (Ausschnitt) Quelle: Neckar-Odenwald-Kliniken


Neckar-Odenwald-/Main-Tauber-Kreis. Die Auftaktveranstaltung für die neue LEADER-Förderperiode 2021 bis 2027 hat vor kurzem im Odenwälder Freilandmuseum stattgefunden. Dr. Andreas Hildenbrand, Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar, moderierte die Veranstaltung. Dabei stellte er die Frage, wieso es einer Auftaktveranstaltung bedarf, wenn man etwas fortsetzen möchte. Die Auflösung folgte sogleich: „Na klar, es ist der Auftakt zum Weitermachen!“.

Der Frage, wo LEADER Badisch-Franken gegenwärtig steht, ging Landrat Christoph Schauder auf den Grund. In der Corona-Pandemie sieht er mit der steigenden Attraktivität des Inlandstourismus und dem sich verändernden Arbeits- und Wohnverhalten eine Chance für den Ländlichen Raum und für Badisch-Franken. „Ein wesentlicher Mosaikstein, um dieses Potential voll auszuschöpfen, ist das LEADER-Förderprogramm, das mit seinen unglaublich vielen Facetten all diese Bereiche bedient“, sagte Landrat Schauder.

Bevor man weitermacht, muss man sich zunächst im Klaren darüber sein, woher man ursprünglich kommt. So ließ der Erste Vorsitzende, Alfred Beetz, die vergangene LEADER-Förderperiode Revue passieren und schloss seine Rede mit der Zielformulierung „Wir wollen wieder dabei sein!“.

Einen Blick in die Zukunft wagte daraufhin der Erste Landesbeamte des Neckar-Odenwald-Kreises, Dr. Björn-Christian Kleih. Was den Reiz des Ländlichen Raums, aber auch seinen Entwicklungsbedarf ausmache, könne man an Orten wie dem Freilandmuseum im übertragenen Sinne am besten ermessen. Der Gedanke von LEADER rege aber auch dazu an, sich von diesem Ort etwas zu distanzieren. Denn ein musealer Raum solle der Ländliche Raum gerade nicht sein. „Er soll echtes Leben enthalten, er soll Initiative ausstrahlen, er soll sich weiterentwickeln“, erklärte Kleih. Wie geht es nach diesem Auftakt weiter? Auf jeden Fall „Bottom-up“, und so lud er bereits jetzt alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den anstehenden Workshops ein.

Natalia Boger-Wieland von der Tanzschule Boger in Adelsheim berichtete über ihre Erfahrungen mit LEADER. „Ohne LEADER hätte ich den Traum von einer barrierefreien Tanzschule nicht realisieren können. Nun bieten mein Team und ich die unterschiedlichsten Veranstaltungen für Jung und Alt an. Seit Kurzem vermieten wir den Neubau auch für Events wie Hochzeiten und Geburtstage. Dafür suchen wir aktuell auch noch Personal“. Auch Hubert Dick und Bernd Dietrich vom FC Hundheim/Steinbach, die gleich mit zwei LEADER-Projekten erfolgreich waren, brachten Ihre Erfahrungswerte ein. „Der Bikepark ist seit der Eröffnung im letzten Jahr nicht nur regional, sondern auch über die Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinaus ein Hit“, sagte Bernd Dietrich.

Mehr als 200.000 gefahrene Runden konnten bereits gezählt werden. Auch die Gaststätte des Vereins soll schon bald nicht nur für das leibliche Wohl hungriger Sportbegeisterter, Einheimischer und Touristinnen und Touristen sorgen, sondern auch einen Treffpunkt für Austausch und geselliges Miteinander darstellen. „Nun fehlt uns nur noch ein Pächter. Interessentinnen und Interessenten können sich gerne bei uns melden“, erklärte Ansprechpartner Hubert Dick.

Während die Projektträgerinnen und Projektträger begeistert berichteten, hoben diese immer wieder die wichtige Funktion der LEADER-Geschäftsstelle, die den Projektträgerinnen und Projektträgern von der Projektidee bis zur Umsetzung zur Seite stand, hervor. Die Quintessenz des Abends formulierte Dr. Hildenbrand folgendermaßen: „LEADER schuf Arbeitsplätze, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement. Das sind neben dem Klimaschutz wichtige Aspekte, die wir natürlich auch in die neue Förderperiode mitnehmen möchten.“

Nach dem offiziellen Teil blieb Zeit, um sich bei einem Gläschen „Pommerol-Spritz“ und einer Portion „Bauländer Grünkern-Falafel“ auszutauschen und zu vernetzen. Ganz nach dem Motto der Hausherrin Margareta Sauer „Ein wunderbarer Ort, um zusammen Brainstorming zu machen“ führten viele gute Gespräche zu den ersten Ideen für Projekte und die zukünftige Ausrichtung von LEADER in Badisch-Franken, die dann an die vorbereiteten Stellwände gepinnt wurden. Diese Ideen bilden nun die Grundlage für die kommenden Workshops.

Voraussichtlich werden ab Oktober dieses Jahres bis März 2022 neun Workshops stattfinden. In diesen werden zusammen mit dem Planungsbüro Futour die Handlungsfelder, Ziele und Startprojekte für das neue Regionale Entwicklungskonzept ausgearbeitet. „Je mehr tolle Ideen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Badisch-Franken mit dem Instrument LEADER ab 2023 weiterspielen darf“, teilte Monath vom Planungsbüro Futour mit. Jeder kann Inspirationen für eine nachhaltige Zukunft der Region Badisch-Franken einbringen. Denn, wie Dr. Hildenbrand deutlich machte: „LEADER ist ein Mitmachverein“. Wer Interesse daran hat, an den Workshops teilzunehmen, kann sich bei den Koordinatorinnen für die neue Förderperiode, Sabine Keller und Katharina Soff, bereits jetzt melden. Die „LEADER-Familie“, wie Landrat Schauder die in der Aktionsgruppe Beteiligten nannte, freut sich nach seinen Worten auf weitere Mitglieder.

Informationen zur neuen LEADER-Förderperiode 2021 bis 2027 und Möglichkeiten der Teilnahme an der Ausarbeitung des Regionalen Entwicklungskonzeptes und den anstehenden Workshops gibt es bei Katharina Soff und Sabine Keller (Katharina Soff, Landratsamt Main-Tauber-Kreis, , 09341/82-5708; Sabine Keller, Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis, sabine.keller@neckar-odenwald-kreis.de 06261/84-1396). Hinweise hierzu sind auch auf www.leader-badisch-franken.de einsehbar.

Quelle :neckar-odenwald-kreis.de

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