Neues Konzept für Kita Wertheim-Waldenhausen – Stadt investierte 65.000 Euro

Foto: Stadtverwaltung

In der kommunalen Kindertageseinrichtung Waldenhausen setzt die Stadt Wertheim seit September eine neue Konzeption um. Die Einrichtung nimmt Kinder von eins bis sechs Jahren auf. Die Betreuung erstreckt sich ganztags über die Zeitspanne von 7.30 bis 16.30 Uhr bei nur 20 Schließtagen im Jahr. Vor allem berufstätige Eltern wissen dieses Angebot zu schätzen. Das neue Konzept, das auch mit baulichen Veränderungen und mehr Personal verbunden ist, stellte Oberbürgermeister Stefan Mikulicz gemeinsam mit Kita-Leiterin Carina Joas am Mittwoch bei einem Pressetermin vor.

Mit dabei waren auch Ortsvorsteher Nils Ries, Architekt Thomas Ludwig sowie die zuständigen Mitarbeiter des Rathauses, Uwe Schlör-Kempf und Uwe Heuer. Bei einem Tag der offenen Tür am Freitag, 18. Dezember, besteht von 15 bis 17 Uhr Gelegenheit für alle Interessierten zur Besichtigung.

Laut Geburtenstatistik geht die Zahl der Kinder in den nächsten Jahren in Waldenhausen stark zurück. Eine Schließung der Einrichtung hätte die logische Konsequenz sein können. Sie wäre aber dem Anspruch der Stadt auf Aufrechterhaltung eines wohnortnahen Betreuungsangebots zuwider gelaufen. Deshalb hatte die Stadt Wertheim auch in diesem Fall den Ehrgeiz, den Standort Waldenhausen durch ein innovatives Konzept zu retten. Dies gelang durch Umsetzung einer neuen Betriebsform, die sich so ähnlich schon in Urphar bewährt hat.

 Oberbürgermeister Stefan Mikulicz stellt die neue Konzeption in der Kita Waldenhausen vor. Foto: Stadtverwaltung Wertheim

Oberbürgermeister Stefan Mikulicz stellt die neue Konzeption in der Kita Waldenhausen vor. Foto: Stadtverwaltung Wertheim

In Waldenhausen werden nun bis zu 15 Kinder von eins bis sechs Jahren in einer flexiblen, altersgemischten Gruppe aufgenommen. Eltern haben die Möglichkeit zwischen Ganztagesplätzen sowie Plätzen mit verlängerter Öffnungszeit zu wählen. In der Einrichtung wird Mittagessen angeboten. Sie hat ausgedehnte Öffnungszeiten (Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 16.30 Uhr und Freitag von 7.30 bis 14.30 Uhr) und nur 20 Schließtage im Jahr.

Der Erfolg, sprich die Akzeptanz bei den Familien, gibt dem neuen Modell recht: Inzwischen sind elf Kinder in der Einrichtung angemeldet, davon fünf unter drei Jahren.

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Für bauliche Veränderungen hat die Stadt Wertheim rund 65.000 Euro investiert. Sanitärbereich, Küche und Schlafraum mussten angepasst oder neugeschaffen werden. Die Personalkapazität wurde auf jetzt 2,75 Stellen erhöht. „Ich möchte vor allem der Leiterin der Einrichtung, Carina Joas, für das große Engagement in der Umwandlungs- und Übergangsphase danken,“ sagte OB Mikulicz.

Insgesamt steht Wertheim bei der Kinderbetreuung sehr gut da. 23 Einrichtungen sichern die wohnortnahe und bedarfsgerechte Versorgung. Für die Kleinkindbetreuung wurden beginnend ab 2008 nach einem „Stützpunktkonzept“ im gesamten Stadtgebiet Krippen- und altersgemischte Gruppen eingerichtet. Inzwischen gibt es zehn Krippenstandorte und insgesamt 193 Plätze für Kleinkinder. Das entspricht einem Versorgungsgrad von 35,1 Prozent.

Stadtverwaltung Wertheim