Nürnberg : Schon 11 mal seit Oktober 2019 – Schwerpunkteinsatz- Polizei sucht den Giftköder-Ausleger – 1000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt

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fotografyarte / Pixabay Symbolbild Hunde-Op


PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise

Nürnberg / Stuttgart, 9. Januar 2020 – Tierquäler gesucht: Einer Polizeimeldung zufolge sucht die Polizei in einem Schwerpunkteinsatz im Nürnberger Süden seit Anfang Dezember 2019 nach einem Giftköder-Ausleger. Seit Oktober wurden elf Fälle von Vergiftungen durch Köder bei der Behörde angezeigt. Betroffen ist vor allem der Bereich Faberpark/Castellstraße über die Hafenstraße bis hin zum ehemaligen alten Kanal (trockengelegter Bereich) südlich der Minervastraße. Die Polizeiinspektion Nürnberg-Süd hat Köder sichergestellt und lässt diese untersuchen. Außerdem wurden Hundehalter befragt, wodurch den Beamten weitere Giftköder-Vorfälle bekannt wurden. Insbesondere bitten die Beamten um Hinweise auf einen Mann mittleren Alters, der sich in der Vergangenheit mit seinen Taten vor Hundehaltern gebrüstet haben soll. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911-9482-115 bei der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd zu melden.

PETAs „Giftköder-Flyer“

PETA setzt Belohnung aus
Um die Vorfälle aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den Tierquäler überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.

„Der Tierquäler muss gefunden werden, bevor noch weitere Vierbeiner verletzt oder getötet werden“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Derartige Täter zu überführen ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es in solchen Fällen auf den noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen sowie Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen. Der Täter muss sich darüber im Klaren sein, dass mit gefährlichen Stoffen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein können.“

PETAs „Giftköder-Flyer“

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen

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Symbolbild: Präparierte Köder sind eine große Gefahr. / © PETA Deutschland e.V.

Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, blassen oder porzellanfarbenen Veränderungen an den Schleimhäuten, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Hunde sollten beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Die Tierschutzorganisation setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010.

Außerdem hat PETA gemeinsam mit dem Tiernahrungshersteller Josera einen umfangreichen Giftköder-Ratgeber erstellt, der kostenlos als E-Book heruntergeladen werden kann.

 
Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Giftkoeder
PETA.de/Themen/Tierquälerei
PETA.de/Themen/Hunde
PETA.de/Whistleblower

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:
PETA.de/Erste-Hilfe-fuer-den-Hund
 

Quelle : PETA.de

https://wertheimerportal.de/bilder-video-franzoesischer-markt-wertheim-20-22-05-2016-live-musik-und-kulinarisches/

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