O du Köstliche: Vegane Weihnachtsplätzchen für Hunde – PETA-Expertin gibt Tipps für eine tierfreundliche Hundeernährung

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Stuttgart, 1. Dezember 2022 – Optimale Kost für Hunde rund ums Jahr: Immer mehr Menschen profitieren von den Vorteilen einer veganen Ernährung und wollen auch ihrem Hund mit einer tier- und umweltfreundlichen Verpflegung etwas Gutes tun. Mit Blick auf die Ökobilanz ein wichtiger Schritt, denn eine fleischbasierte Hundeernährung hat einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt. Ein ausgewogener pflanzlicher Speiseplan beinhaltet dabei alles, was Hunde für ein langes und gesundes Leben benötigen. Wer die Adventszeit ohnehin gerne mit Backen verbringt, kann seinem tierischen Mitbewohner eine Freude bereiten – denn vegane Hundeplätzchen lassen sich nicht nur leicht zubereiten, sie eignen sich auch sehr gut, um den Vierbeiner langsam an pflanzliche Nahrung zu gewöhnen. Lisa Kainz, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA, hat jahrelange Erfahrung mit der veganen Hundeernährung. Sie gibt Menschen mit Hunden 11 nützliche Tipps zur Umstellung und verrät ein unwiderstehliches Plätzchenrezept für den besten Freund.

„Die Adventszeit ist ein guter Anlass, den Vierbeiner-Speiseplan unter die Lupe zu nehmen. Denn das Leid der Hühner, Kühe und Schweine, deren Fleisch und Innereien auch zu Hundenahrung verarbeitet werden, hat wenig mit weihnachtlicher Besinnlichkeit zu tun“, so Lisa Kainz. „Vegane Plätzchen sind ein prima Einstieg, um die Hunde-Ernährung umweltfreundlicher und tierfreundlicher zu gestalten – und das bei maximalem Genuss.“ 

11 Tipps für den einfachen Wechsel auf eine ausgewogene pflanzliche Hundeernährung:

  • Die Umstellung: Hunde sollten langsam an die neue Ernährung gewöhnt werden, damit sich auch der Darm der neuen Nahrungszusammensetzung anpassen kann. Am besten wird der pflanzliche Anteil von Tag zu Tag erhöht, bis die Umstellung nach etwa zwei Wochen abgeschlossen ist. Größere Kotmengen sind in den ersten Wochen möglich, jedoch nicht weiter schlimm.
  • Geschmäcker sind verschieden: Wie auch bei Menschen gibt es unter Hunden Individuen, die alles gerne essen, und solche, die sich ihre Lieblingsstücke herauspicken. Es ist ratsam, verschiedene Varianten auszuprobieren und auch die Konsistenz der Mahlzeit zu variieren. Viele Hunde mögen ihr pflanzliches Essen lieber püriert, andere bevorzugen Nahrung mit etwas gröberen Stücken. Auch der Standplatz und das Material des Napfes können ausschlaggebend sein.
  • Gesundes Eiweiß aus der Pflanze: Hunde können fast alle Nährstoffe problemlos aus Pflanzen aufnehmen – so auch Eiweiß. Besonders bewährt haben sich gekochte Linsen und Erbsen oder Lupinen. Auch Vollkornnudeln, Kartoffeln und Reis schmecken den Vierbeinern.
  • Obst und Gemüse: Neben den Klassikern – Äpfeln und Karotten – mögen viele Hunde auch Rote Beete, Spinat, Kürbis, Bananen oder Beeren.
  • Powerpakete: Nüsse, Samen und Sprossen sind voller Energie – davon profitieren auch Vierbeiner. Menschen mit Hund können Sprossen wie Quinoa selbst ziehen und diese unter die Mahlzeit mischen. Auch in Haselnuss-, Walnuss-, Sonnenblumen- und Kürbiskernen sowie Leinsamen stecken wertvolle Inhaltsstoffe, die den tierischen Speiseplan bereichern. Von Mandeln wird wegen der enthaltenen Blausäure abgeraten. Und Achtung: Macadamianüsse sind für Hunde hochgiftig.
  • Leckereien aus dem Garten: Kräuterpflanzen wie Löwenzahn, Brennnessel oder Petersilie sind nicht nur gut für die Gesundheit der menschlichen Begleitung, sondern machen püriert untergemischt auch den Hundenapf grüner. Bitte hier auf die Dosierung achten und wenn möglich den Hund wählen lassen, welche Kräuter er gerade benötigt.
  • Leckere Belohnungen: Kauknochen aus toten Tieren sind von gestern. Viele Hunde nagen zur Abwechslung auch gerne an rohen Süßkartoffeln, naschen ein wenig Räuchertofu oder beschäftigen sich mit weichen Kauwurzeln. Achtung: Zu harte Kauartikel schädigen die Zähne.
  • Supplement: Wie auch bei anderen selbstzubereiteten Ernährungsformen wie z. B. dem sogenannten Barfen müssen die selbstgekochten Mahlzeiten genau berechnet und mit einem Supplement für vegane Hundeernährung angereichert werden, sonst können Mangelerscheinungen entstehen. Supplemente sind im Online-Handel erhältlich.
  • Doch lieber Fertignahrung? Mittlerweile gibt es in Fachgeschäften und diversen Onlineshops ein großes Angebot an rein pflanzlicher Alleinnahrung oder Leckerlis. Wer sich also nicht zutraut, die Mahlzeit für seinen Vierbeiner komplett selbst zuzubereiten, der kann auf diese tier- und umweltfreundlichen Alternativen zurückgreifen.
  • Immer genug trinken: Auch im Winter ist es wichtig, dass der Hund genug trinkt. Mit einem Schuss Hafer- oder Reisdrink oder mit etwas gekochter Gemüsebrühe lässt sich das langweilige Wasser aufpeppen. Manche Hunde mögen lieber abgestandenes Wasser, für andere muss die Flüssigkeit mehrmals täglich gewechselt werden. Wie auch beim Essen können der Standort oder das Material des Napfes das Trinkverhalten beeinflussen.
  • Glänzendes Fell: Eine kleine Menge Öl (je nach Gewicht des Hundes) mit ins Essen gemischt verbessert meist Haut und Fell der Vierbeiner. Gerne wird hier zu Lein-, Hanf-, Distel- oder Schwarzkümmelöl gegriffen. Achtung: Olivenöl kann den Vierbeinern schaden.

Rezept für vegane Hundeplätzchen

1,5 Äpfel

1 Banane

200 g Mehl

100 g feine Haferflocken

50 ml Sonnenblumenöl

1 TL Zimt

Backofen auf 180 °C vorheizen. Ungeschälte, entkernte Äpfel mit einem Schuss Wasser im Mixer zerkleinern. Alternativ die Äpfel raspeln. Die Apfelmasse dann in eine Rührschüssel geben und mit den restlichen Zutaten zu einem Teig vermengen. Evtl. etwas Wasser oder Mehl hinzufügen, damit der Teig gut knetbar wird.

Den Teig auf ein Backblech mit Backpapier geben und ca. 1 cm dick ausrollen. Danach 25 min backen und zum Abkühlen herausnehmen. Mit dem Pizzaroller oder einem Messer etwa 1 bis 2 cm große Quadrate aus dem lauwarmen Teigblock schneiden. Danach im abgeschalteten, aber noch warmen Backofen die Kekse über Nacht trocknen lassen.

Alternativ können die Kekse auch ausgestochen werden. Hierfür den rohen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick ausrollen und wie gewohnt ausstechen.

In einem nicht allzu dichten Gefäß aufbewahren. Die Kekse sind dann ca. 3 Wochen haltbar.

Hintergrundinformationen

Konventionelle Hundenahrung verursacht millionenfaches Tierleid – und gerade tierliebe Menschen sollten über den Tellerrand des Hundes hinausschauen und sich über die rein pflanzliche Hundeernährung informieren. In einer Studie der Universität von Sao Paulo kam eine Forschungsgruppe zu dem Schluss, dass die Umweltauswirkungen von Hundenahrung stark von den Zutaten abhängen. Für die Erzeugung von 100 Gramm Erbsenprotein entstehen etwa 0,4 Kilogramm CO2-Äquivalente, für 100 Gramm Protein vom getöteten Rind sind es dagegen 35 Kilogramm, also fast das 90-fache der fleischfreien Alternative. [1]

Wer unsicher ist, wie die genaue Zusammensetzung der einzelnen Nahrungskomponenten aussieht und ob der Hund bestimmte Lebensmittel nicht essen darf, sollte dies vor der Nahrungsumstellung mit informiertem tierärztlichem Personal oder einer veganen Ernährungsberatung für Hunde besprechen. Wichtig: Wenn einem Hund etwas nicht schmeckt, darf das Tier auf keinen Fall zum Essen oder Hungern gezwungen werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

[1] Studie der Universität von Sao Paulo: Umweltauswirkungen von Futtermitteln für Hunde und Katzen (2022): Online abrufbar unter: https://www.nature.com/articles/s41598-022-22631-0. (29.11.2022)

Die leckeren Hundeplätzchen sind ruckzuck gebacken – und genauso schnell aufgegessen. / © Stefanie Bacher für PETA Deutschland e.V.

Dieses und weitere Motive stehen hier zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen:
PETA.de/Hund-Katze-vegan-ernähren
PETA.de/Gründe-vegan-Ernährung-Hunde
PETA.de/Veganes-Hundefutter-Rezepte
PETA.de/Vegane-Leckerli-Rezepte

Pressekontakt:
Stefanie Bacher, +49 711 860591-431, [email protected]

Quelle : PETA.de

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