Odenwald-Kreis | Im Fokus des 40. Historikertages: Reformation, Ritter und Regenten im Bauland

Elena Brandner Elena Brandner, neue Stipendiatin des Kreises (Ausschnitt) Quelle: Neckar-Odenwald-Kliniken


Der Kreis lädt im Rahmen der Neckar-Odenwald-Tage nach Rosenberg-Sindolsheim ein.

Rosenberg. Das Bauland erstreckt sich vom südöstlichen Rand des Hinteren Odenwaldes bis etwa zur Tauber im Osten und zur Jagst im Süden und zeichnet sich durch eine reichhaltige Historie aus. Bis zum Übergang an das Großherzogtum Baden Anfang des 19. Jahrhunderts war das Gebiet herrschaftlich stark zersplittert. Zu den großen Territorialherren zählten das Kurfürstentum Mainz, das Hochstift Würzburg und mit dem Amt Boxberg als größerer Exklave auch die Kurpfalz. Daneben gab es aber eine ganze Reihe weiterer Herrschaften, wie etwa die Reichsritter und die Fürsten von Löwenstein-Wertheim, die der Region ihren Stempel aufdrückten. Diese interessante Gemengelage greift der Historikertag nun auf. Er findet am Freitag, 15. Oktober, um 14.00 Uhr in der Mehrzweckhalle Rosenberg-Sindolsheim statt.

Nach der Begrüßung durch Landrat Dr. Achim Brötel und einem Grußwort von Bürgermeister Ralph Matousek wird Archivdirektor i. R. Prof. Dr. Kurt Andermann sprechen. Sein Vortrag mit dem Titel „Liebhaber des göttlichen Worts und der evangelisch-christlichen Lehre. Ritterschaft und Reformation in Kraichgau und Odenwald“ wird die Rolle der Ritterschaft in der Reformationszeit behandeln und insbesondere die Unterschiede zwischen den reichsritterschaftlichen Territorien in den westlichen und den östlichen Teilen des heutigen Neckar-Odenwald-Kreises herausarbeiten. Dabei wird er auch auf die Einführung der „Confessio Augustana“ 1561 in Sindolsheim durch Albrecht von Rosenberg und die Sindolsheimer Laurentiuskirche eingehen.

Mit dem Vortrag „`Verkauffet mit ausdrücklichen Consens des [] Bischoffens zu Bamberg und Würtzburg, auch Hertzogen zu Francken. Die Herrschaft Rosenberg und die Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rochefort“ wird Dr. Monika Schaupp, Leiterin des Staatsarchivs Wertheim, ein Thema beleuchten, das bisher relativ wenig Beachtung in der Forschung gefunden hat. Im Fokus steht vor allem die Rosenberger Herrschaft und ihr Übergang an die Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rochefort 1730 sowie die archivalische Quellenlage hierzu im Staatsarchiv Wertheim. Im Anschluss besteht die Möglichkeit an Führungen in Sindolsheim teilzunehmen.

Gemäß Corona-Verordnung ist eine Teilnahme nur nach Vorlage eines gültigen Impf-, Genesenen- oder Testnachweises (3 G-Regelung) vor Veranstaltungsbeginn möglich. Wie bei allen Veranstaltungen der Neckar-Odenwald-Tage wird mit einem Hygienekonzept für die Erfüllung der Corona-Standards Sorge getragen. In der Regel besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.

Es ist zwingend eine Anmeldung vorab unter Tel. 06261/84-1102 oder notwendig. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es wird gebeten, sich spätestens um 13.45 Uhr vor Ort einzufinden, damit die Veranstaltung nach Prüfung der Nachweise pünktlich beginnen kann.

Quelle :neckar-odenwald-kreis.de

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