Odenwald-Kreis | Präventionsaktion Radverkehr im Neckar-Odenwald-Kreis: ÖPNV-Kampagnenbusse vorgestellt


Mosbach. Zur Auftaktveranstaltung im Neckar-Odenwald-Kreis der landesweiten Präventionsaktion „Radverkehr“ wurden Anfang Mai in Mosbach-Neckarelz zwei frisch beklebte „Kampagnen-Busse“ der Busverkehr Rhein-Neckar (BRN) übergeben. Die zentralen Botschaften der Kampagne „Abgefahren – Radgeber Verkehr“ für mehr Verkehrssicherheit sind auf den beiden leuchtend gelben Bussen zu lesen. Beide Busse sind ab sofort in den Bereichen Buchen und Mosbach im Einsatz. Baden-Württemberg beteiligt sich 2021 an der länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben – Radfahrende im Blick“. Der Neckar-Odenwald-Kreis und das Polizeipräsidium Heilbronn unterstützen die Aktion in Anbetracht der steigenden Unfallzahlen bei Radfahrenden.

Polizeipräsident Hans Becker stellte einleitend fest, dass trotz sinkender Unfallzahlen die Anzahl der Fahrradunfälle und der dabei verletzten Radfahrer landesweit kontinuierlich steige. Eindrücklich beschrieb Becker die Unfalllage im Straßenverkehr in Baden-Württemberg. So wurden 2020 269.591 Unfälle registriert, (17,87 % weniger als im Vorjahr). Bei 12.405 davon waren Radfahrer beteiligt. Das waren 8,26 % mehr Radunfälle als im Jahr 2019. 58 Radfahrunfälle endeten tödlich. Zwei Drittel der getöteten Radfahrer trugen zum Unfallzeitpunkt keinen Helm. In einem Drittel der polizeilich registrierten Radunfälle verunfallten die Radfahrer alleinbeteiligt, was ein erhebliches Dunkelfeld vermuten lasse.

Im Neckar-Odenwald-Kreis ereigneten sich im vergangenen Jahr 53 Radunfälle. Dies entspricht einer Steigerung von 8,2 % zum Vorjahr. Bei Radunfällen mit Pedelecs betrug die Zunahme sogar 50 %. Becker stellte zudem fest, dass an Radunfällen überwiegend ältere Personen beteiligt oder sogar die Hauptverursacher waren. Das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Heilbronn Außenstelle Mosbach bietet unter der Leitung von Pamela Friedel und Manfred Ritzhaupt gezielt Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise Jugendverkehrsschule oder „Senioren im Straßenverkehr an“, um der steigenden Anzahl an Radunfällen präventiv entgegenzuwirken.

Landrat Dr. Achim Brötel wies darauf hin, dass Radfahren in der Pandemie einen ungeahnten Aufschwung erfahren habe. Trotz aller Vorteile, die das Radfahren biete, seien jedoch die Radfahrer im Straßenverkehr besonders gefährdet. Mit der Präventionsaktion solle deshalb noch mehr Bewusstsein für ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer geschaffen werden. Als Vorsitzender des Vereins „Sicherer Neckar-Odenwald-Kreis“ e.V. unterstütze er deshalb sehr gerne die Aktion mit der Übernahme von rund 3.700 Euro der angefallenen Kosten für die Busbeklebung. Das Land Baden-Württemberg übernahm weitere 2.500 Euro.

Für den BRN dankte der stellvertretende Betriebsmanager Michael Exner für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Polizei. Gerne war der BRN bereit, die „Werbeflächen“ der Busse kostenlos zur Verfügung zu stellen. Polizeipräsident und Landrat lobten Pamela Friedel und Manfred Ritzhaupt für die Vorbereitung des Präventionstags. Pandemiebedingt mussten leider zahlreiche geplante weitere Aktionen für diesen Tag entfallen. Die präventive Fahrradstreife kam aber trotzdem am Neckartalradweg zum Einsatz. Sobald es die Situation wieder zulässt, sollen alle Aktionen nachgeholt werden. Radsicherheit ist nämlich das neues Schwerpunktthema.

Quelle :neckar-odenwald-kreis.de

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