Odenwald-Kreis | Risikoparcours für Straßenmeistereien: Umgang mit Gefahren meistern


Osterburken. Bei den Straßenwärtern des Neckar-Odenwald-Kreises stieß der Risikoparcours, ein halbtägiges Fortbildungs-Modul für Hochrisikosituationen und mehr Sicherheit in der täglichen Arbeit auf großes Interesse. Vergangene Woche fand eine dreitägige Schulung der Unfallkasse Baden-Württemberg in der Straßenmeisterei in Osterburken statt. Seit sechs Jahren bietet die Unfallkasse derartige Schulungen für Straßenwärter an. Die Termine sind bereits über Jahre ausgebucht, deshalb waren die Straßenmeistereien in Landkreis froh, einen der begehrten Schulungstermine ergattern zu können. Insgesamt nahmen 47 Straßenwärter der Straßenmeistereien Buchen, Mosbach und Osterburken an dem Fortbildungsangebot teil.

Der Risikoparcours war eine Simulation: Das Schlagloch war eine Attrappe, die lauten Lkw ertönten aus Lautsprechern und der Verkehr fand lediglich auf Monitoren statt. Ein Streckenfahrzeug der Straßenmeisterei Mosbach wurde in den Parcours integriert. Mit Hilfe von Computersimulation brachte der Parcours alltägliche Verkehrs- und Arbeitssituationen in die Halle der Straßenmeisterei Osterburken. Anhand von alltagsnahem Straßenverkehrs- und Arbeitsgeschehen wurden im Parcours gefährliche Situationen simuliert, die im laufenden Verkehr so nicht erprobt werden können und dienten somit optimal für einen präventiven Arbeitsschutz.

Die Teilnehmenden erlebten, wie tägliches Routinehandeln dazu führen kann, dass gefährliche Situationen nicht mehr adäquat wahrgenommen werden. Durch simulierte Gefahrensituationen wurde das Risikobewusstsein der Mitarbeiter geschult und für Risiken sensibilisiert. Sie erlernten sich in Gefahrensituationen sicherer zu verhalten, damit jahrelange Routine nicht zum Verhängnis wird. „Eine abwechslungsreiche und spannende Schulung für die praktische Anwendung des Arbeitsschutzes im Straßenbetriebsdienst“, betont der Schulungsteilnehmer Jürgen Müller von der Straßenmeisterei Buchen.

„Routine kann dazu führen, dass Gefahren unterschätzt werden – und das wollen wir verhindern“, sagt auch Sebastian Rabe, Sicherheitstrainer und Mitentwickler des Risiko-Parcours. Neben dem Sicherheitstraining ging es aber auch um Erfahrungsaustausch und um das Lernen voneinander. Die Teilnehmenden berieten ihre Lösungswege und diskutierten untereinander die besten Strategien. Mit der im Parcours angeregten Diskussion über das persönliche Verhalten wird die präventive Eigenverantwortung der Teilnehmenden nachhaltig positiv beeinflusst und ist somit ein Gewinn für alle, so die Fortbildungsstrategie.

Quelle :neckar-odenwald-kreis.de

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