Paketsendung mit ungeahnter Folge – Thailändische „Stinkfrucht“ sorgt für größeren Einsatz für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst

 

Polizei im Einsatz

20.06.2020, PP Unterfranken

 

SCHWEINFURT / BERGL. Über gesundheitliche Beschwerden hatten am Samstagmorgen mehrere Mitarbeiter der Deutschen Post geklagt, nachdem sie stinkende Gase aus einem Paket mit zunächst unbekanntem Inhalt eingeatmet hatten. Dies hatte einen größeren Einsatz für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zur Folge. Mit dem Inhalt des verdächtigen Pakets hatte anfangs niemand gerechnet. Es handelte sich um vier thailändische Durian, auch „Stink- oder Kotzfrucht“ genannt, die auf dem Postweg nach Schweinfurt versandt wurden.

Gegen 08.20 Uhr hatte die Integrierte Leitstelle der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken mitgeteilt, dass in dem Postgebäude am Bahnhofsplatz aus einem Paket Gas austreten würde. Mehrere Mitarbeiter klagten bereits über gesundheitliche Beschwerden. Aufgrund des unbekannten Inhalts war zunächst unklar, ob von dem verdächtigen Paket eine größere Gefahr ausgeht.

Mit Unterstützung der Teamleitung der Deutschen Post räumte die Schweinfurter Polizei daher vorsorglich das gesamte Gebäude. Rund 60 Postmitarbeiter waren von der Räumungsmaßnahme betroffen. Im Anschluss wurde das Paket, das zwischenzeitlich gesichert und ins Freie gebracht worden war, genauer unter die Lupe genommen. Erste Erkenntnisse über den Inhalt lagen vor, nachdem Absender und Empfänger der Sendung rasch ermittelt werden konnten. Es handelte sich um vier thailändische Durian-Früchte, die sich ein 50-jähriger Schweinfurter von einem Bekannten aus Nürnberg nach Hause senden ließ.

In Zusammenhang mit dem Vorfall ermittelt die Schweinfurter Polizei, die mit sechs Streifenbesatzungen im Einsatz war, nun wegen eines Betriebsunfalls. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft konnten die Früchte nach Einsatzende an den Paketempfänger ausgehändigt werden.

Im Einsatz befanden sich zudem die Feuerwehr der Stadt Schweinfurt, die Werksfeuerwehr SKF sowie die Freiwillige Feuerwehr Geldersheim. Der Rettungsdienst war mit insgesamt sechs Rettungswagen, fünf Krankenwagen, zwei Notarztfahrzeugen sowie der Schnelleinsatzgruppe „CBRNE“ aus Haßfurt eingesetzt. Insgesamt mussten zwölf Postmitarbeiter, die über Übelkeit klagten, am Einsatzort versorgt werden. Sechs davon kamen vorsorglich in ein Krankenhaus.



Original Quelle : Polizei Präsidium Unterfranken

 

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