Peek & Cloppenburg verwirrt Kunden mit Weihnachtsrabatt-Aktion: Zu früh gekauft

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26.11.2015

Wegen einer missverständlichen Aktion der Bekleidungskette haben Käufer einen verfrühten Shoppingstart hingelegt

“Jetzt einkaufen und Treue-Rabatt für Ihr Weihnachts-Shopping sichern!” umgarnte die Düsseldorfer Modekette Peek & Cloppenburg (P&C) ihre Stammkunden – bereits im Oktober. Dem persönlichen Anschreiben war gleich eine Rabattstaffel beigefügt. Für Einkäufe “ab 39 Euro” warte in der Adventszeit eine Belohnung von fünf Euro, “ab 499 Euro” sei gar ein satter Nachlass von 100 Euro drin.

Die Aktion traf den Nerv vieler Kunden. Sie eilten umgehend in die P&C-Filialen und sorgten kräftig für herbstlichen Weihnachtsumsatz. Schade nur: Die Werbestrategen der Bekleidungskette hatten es ganz anders gemeint. Denn der Einkauf im Oktober ist lediglich die Voraussetzung, um bei späteren Käufen im Dezember in den Genuss der tollen Nachlässe zu kommen. Und dazu hätte bereits eine Billigstrumpfhose im Korb ausgereicht.

Das doppeldeutige “Treue-Dankeschön” sorgte prompt für Klagen bei der Verbraucherzentrale NRW. Denn einige Kunden ahnen mittlerweile, dass sie einen verfrühten Shoppingstart hingelegt haben.

Dabei dürfte bislang gerade mal die Vorhut der Beschwerden aufgeschlagen sein. Denn viele Aktionsteilnehmer werden erst Anfang Dezember verärgert feststellen, was es mit den versprochenen Rabatt-Euros zum Fest auf sich hat.

Die Kundenhotline von Peek & Cloppenburg musste sich jedenfalls schon bis jetzt “superviele Beschwerden” anhören. Rabatt spendierte sie nicht, Mitarbeiter gestanden lediglich zu: “Leider” sei die Aktion “ein bisschen missverständlich formuliert”.

So sieht es auch die Pressestelle der Kette, bei der die Verbraucherzentrale nachhakte. Immerhin “versucht P&C, bei allen Kundenrückfragen individuelle und kulante Lösungen anzubieten”. Das klingt gut, aber wieder mal wenig eindeutig.

Deshalb tippten die Konsumentenschützer die Hotlinenummer – als angebliche Oktoberkäufer. Die Antwort war stets die gleiche: “Da können wir leider nichts mehr machen.”

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vz-nrw.de