PETA-Aktion zum Welttag zur Abschaffung von Fischerei auf Bremer Marktplatz


Bremen / Stuttgart, 25. März 2019 – Anlässlich des Welttags zur Abschaffung von Fischerei und Aquakultur protestiert die Tierschutzorganisation PETA am Mittwoch ab 12:00 Uhr auf dem Markplatz in Bremen. Als Fische verkleidete Tierfreunde werden mit vom Erstickungstod blau gefärbten Lippen unter einem Fischernetz liegend das Leid der Milliarden Fische veranschaulichen, die jährlich auf Fischerbooten und Fischfarmen getötet werden. Mit der Botschaft „End Fishing“ in großen A3-Buchstaben bittet PETA alle Verbraucher, beim Einkauf tierfreundliche Entscheidungen zu treffen, und fordert die Abschaffung jeglicher Fischerei und Aquakultur.
 
„Werden Fische aus dem Wasser gezogen, reißt ihnen wegen des immensen Druckunterschieds die Schwimmblase und die Augen quellen ihnen aus den Höhlen. Wenn sie nicht bereits in den Netzen zerquetscht werden, ersticken sie qualvoll oder werden bei lebendigem Leib aufgeschnitten“, so Jens Vogt, Aktionskoordinator bei PETA. „Könnten wir Fische schreien hören, würde sie niemand mehr essen.“
 
Jedes Jahr fangen Fischer etwa 2.000 Milliarden Fische aus den Ozeanen. Weitere 500 Milliarden werden gefangen, um aus ihnen Fischmehl und -öl für die Fütterung der etwa 80 Milliarden in weltweiten Aquakulturen gezüchteten Fische herzustellen [1]. Hinzu kommen Milliarden Meerestiere, die als unerwünschter „Beifang“ in den Netzen landen und sterbend oder tot wieder über Bord geworfen werden. Auf Zuchtfarmen sind Fische ihr gesamtes Leben in überfüllten Netzen oder Becken zusammengepfercht. Häufig werden sie von Fischläusen befallen, die einzelne Körperteile der Fische teilweise bis auf die Knochen abnagen. Rückstände der eingesetzten Antibiotika, Chemikalien sowie Futtermittelrückstände gelangen wiederum durch die Netze und verschmutzen die Ozeane.
 
Der Internationale Welttag zur Abschaffung von Fischerei und Aquakultur am 24. März 2019 ist Teil der Weltkampagne „Ein neuer Blick auf Fische“, die 2016 in der Schweiz und in Frankreich ins Leben gerufen wurde [2]. Mehr als 150 Organisationen weltweit unterstützen die Kampagne und bereits 2018 nahmen 70 Städte in 17 Ländern teil. Neben PETAs Aktionen in Deutschland sind in diesem Jahr auch Protestaktionen in den USA, Australien und weiteren Ländern angekündigt.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft. PETA verweist auf wissenschaftliche Studien und Gutachten, die zeigen, dass Fische Schmerz spüren [3] und intelligente, soziale Tiere sind. Einige Arten benutzen Werkzeuge oder unterscheiden Menschengesichter [4]. Sie schließen enge Freundschaften, und manche Rifffische singen wie Vögel in der Morgen- und Abenddämmerung im Chor [5].
 
[1] Fishcount.org.uk.
[2] End-of-fishing.org.
[3] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.
[4] Balcombe, Jonathan P. (2016): What a Fish Knows: The Inner Lives of Our Underwater Cousins. Print.
[5] Bioacoustics, DOI: 10.1080/09524622.2016.1227940.
 
Details zur Aktion:
 
Datum: Mittwoch, 27. März 2019
Uhrzeit: 12:00–14:00 Uhr, Fototermin von 12:30–13:30 Uhr
Ort: Am Markt, 28195 Bremen (auf Höhe des Bremer Rolands)
 

Ähnliche PETA-Aktion in Travemünde: Fische sind Freunde, kein Essen. / © PETA Deutschland e.V.
 
Das Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Welttag-Abschaffung-Fischerei
PETA.de/Themen/Fische
PETA.de/Fische-Schmerz-Neocortex
End-of-fishing.org
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, LisaKi@peta.de
 



Quelle : PETA.de

Bilder / Video Französischer Markt Wertheim 20.-22.05.2016 – Live Musik und Kulinarisches