PETA empfängt den Zirkus mit provokanter


Ansbach / Stuttgart, 18. Oktober 2019 – Ab kommendem Mittwoch gastiert Circus Krone in Ansbach. Deutschlands größtes Zirkusunternehmen zwingt noch immer sensible Tiere wie Löwen und Tiger zu unnatürlichen Tricks, obwohl immer mehr Städte und Länder Verbote beschließen. Auch Ansbach hatte 2018 ein Wildtierverbot auf kommunalen Flächen beschlossen. Dieses wurde jedoch vom Verwaltungsgericht Ansbach im Februar nach einer Klage durch den Zirkus im Eilverfahren gekippt – auf eine Klärung vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof verzichtete die Stadt. Um Passanten über das Tierleid im Zirkus aufzuklären, hat die Tierrechtsorganisation nun ein Plakat in unmittelbarer Nähe zum Gastspielplatz an der Schalkhäuser Straße platziert. Die Botschaft: „Circus Krone quält Tiere. Ihr Ticket. Ihre Verantwortung.“ Damit appelliert PETA an alle Menschen, die Tierquälerei bei Circus Krone nicht mit dem Kauf einer Eintrittskarte zu unterstützen. Zudem fordert PETA die Zirkusdirektorin Jana-Mandana Lacey-Krone auf, die Tierdressuren endlich einzustellen.
 
„Zirkusse mit Wildtieren sind in Städten wie Ansbach zunehmend unerwünscht – immer häufiger müssen sich Zirkusunternehmen einklagen, um überhaupt noch auftreten zu können“, so Dr. Yvonne Würz, Biologin und Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA. „Circus Krone sollte endlich einsehen, dass die Zeiten der Tierdressuren vorbei sind, denn Tradition rechtfertigt kein Tierleid.“
 
Tierleid bei Circus Krone
Videoaufnahmen und behördliche Dokumente bestätigen Jahr für Jahr gravierendes Tierleid bei Circus Krone. Videos auf PETA.de/CircusKrone zeigen nicht nur die Verhaltensstörungen der Elefanten, einiger Pferde und Löwen, sondern geben auch einen Einblick in den gewaltvollen Umgang mit vielen Tieren: Die Raubkatzen müssen Peitsche und Stock fürchten, wenn sie die eintönigen Tricks in der Manege verweigern. Veterinärbehörden, Staatsanwaltschaften und behördliche Gutachter stellten bei Circus Krone in den vergangenen Jahren wiederholt gravierende Missstände bei der Tierhaltung fest.
 
„Immer wieder zeigt das Zirkusunternehmen, wie rücksichtslos die Tiere bis zum Äußersten ausgebeutet werden“, so Würz. Erst im März starb Nashornbulle Tsavo, der bis zu seinem Tod trotz schwerer Erkrankung noch den Besuchern vorgeführt wurde. Ende 2017 starb Elefantenkuh Delhi kurz nach der Tournee. Anfang Juni 2018 entkam Elefantendame Kenia bei einem Gastspiel in Neuwied und lief über eine vielbefahrene Straße vorbei an Kindern durch ein Wohngebiet. Im Monat darauf stürzte ein Elefant bei einem Gastspiel in Osnabrück in den Zuschauerbereich.
 
Zukunft ohne Tierdressuren
Andere Zirkusgrößen machen es vor: Circus Roncalli verabschiedete sich bereits in den 90ern von Wildtierdressuren und ist seit 2018 gänzlich tierfrei. In 27 europäischen Ländern, beispielsweise Belgien, Österreich und den Niederlanden, sind bereits bestimmte oder alle Tierarten im Zirkus verboten. Die Bundestierärztekammer, der Bundesrat und zwei Drittel der Deutschen fordern seit Jahren ein Verbot von Wildtieren im Zirkus. Auch die Agrarminister der Länder bekräftigten erst kürzlich ihre Forderung an die Bundesregierung nach einer Regelung. PETA setzt sich für ein grundsätzliches Verbot von Tieren im Zirkus ein, denn die Unterbringung in kleinen Gehegen, die ständigen Transporte sowie die von Gewalt und Zwang geprägte Dressur führen zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und oftmals zu einem frühen Tod.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
[1] Dommasch, G. (2019): Tierrechtler fordern das Ende der Dressur. In: Flensburger Tageblatt. Online abrufbar unter: https://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/tierrechtler-fordern-das-ende-der-dressur-id24734637.html. (22.07.2019).
 

PETA appelliert mit dem Plakat an alle Menschen, die Tierquälerei bei Circus Krone nicht zu unterstützen. / © PETA Deutschland e.V.
 
Das Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/CircusKrone
PETA.de/KroneChronik
PETA.de/Tierverbot-Zirkus
 
Pressekontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]



Quelle : PETA.de

Bilder / Video Französischer Markt Wertheim 20.-22.05.2016 – Live Musik und Kulinarisches