PETA-Expertin gibt 10 Tipps, wie Urlauber Strand- und Meeresbewohner


Ferienbeginn in Bremen

 
Bremen / Stuttgart, 27. Juni 2019 – Beim Tauchen faszinierende Korallenriffe entdecken, mit dem Hund lange Spaziergänge genießen oder die neuesten Wassersporttrends ausprobieren: In einer Woche beginnen die Sommerferien in Bremen. Im Urlaub am Meer – ob an heimischen oder fernen Küsten – können Touristen zwischen vielfältigen Freizeitmöglichkeiten wählen. Doch Achtung: Dort, wo Menschen ihre Ferien verbringen, haben zahlreiche sensible Tiere ihren Lebensraum. Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA, hat zehn Tipps zusammengestellt, wie Urlauber Strand- und Meeresbewohner schützen und ihnen unter Umständen das Leben retten können.
 
„Gerade im Urlaub ist es für viele Menschen spannend, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Dabei ist es aber wichtig, die einzigartigen und hochempfindlichen Lebewesen unbedingt in Ruhe zu lassen“, so Dr. Tanja Breining. „Mit ein wenig Rücksicht und vorausschauendem Handeln werden die Ferien für Mensch und Tier gleichermaßen eine entspannte Zeit.“
 
Zehn nützliche Tipps, um die tierischen Bewohner im Sand und Wasser zu schützen:

  • Vorsicht beim Strandspaziergang: Urlauber sollten am Meer grundsätzlich keine Muscheln, Schneckenhäuser und Co. mitnehmen – auch in vermeintlich unbewohnten Gehäusen und Schalen können sich kleine Meerestiere befinden.
  • „Nein“ zu Aktivitäten mit Wildtieren: Häufig wird in Urlaubsländern am Strand das Reiten auf Kamelen und Elefanten angeboten oder Papageien und Äffchen als Fotomotive missbraucht. Urlauber helfen den Tieren, indem sie unmissverständlich erklären, diese Aktivitäten aus Tierschutzgründen nicht zu unterstützen. Auch Tiershows, Delfinarien und Zoos sind untrennbar mit Tierleid verbunden.
  • Schnorcheln und Tauchen mit Feingefühl: Tiere dürfen nicht aus dem Wasser mitgenommen oder umgesetzt werden. Beim Schnorcheln unbedingt darauf achtgeben, nicht an hochempfindliche Korallen zu stoßen oder diese abzubrechen.
  • Bei Ebbe die Tierwelt entdecken: Wer schauen möchte, was sich unter Steinen tummelt, schützt die Tiere, indem er den Stein nur leicht anhebt und vorsichtig wieder an die ursprüngliche Stelle zurücklegt.
  • Verlorene Tiere retten: An den Strand gespülte Meeresbewohner wie Krebse, Seesterne, Muscheln oder Schnecken sollten wieder ins Wasser zurückgebracht werden. Manche Meerestiere können giftig sein – daher empfiehlt es sich, die Tiere bei Unsicherheit nicht mit bloßen Händen zu berühren.
  • Lärm vermeiden: Laute Geräusche jeglicher Art, beispielsweise von Jetskis, Motorrollern oder Booten mit Motor, stressen die geräuschempfindlichen Meeres- und Strandbewohner.
  • Erstickungsgefahr für Vögel: Zigarettenstummel dürfen nicht im Sand entsorgt werden, da Seevögel schnell an ihnen sterben können.
  • Stress für den Vierbeiner vermeiden: Nehmen Touristen den Hund mit an den Strand, ist es ratsam, ein schattiges Plätzchen zu suchen und dem Tier ausreichend frisches Wasser zur Verfügung zu stellen. Menschen sollten nicht zu sehr mit dem Hund toben, denn das kann bei warmen Temperaturen gefährlich für den tierischen Freund werden. Achtung, Lebensgefahr: Vierbeiner dürfen auch im Urlaub niemals alleine im Auto gelassen werden – innerhalb weniger Minuten kann sich der Innenraum auf bis zu 70 Grad aufheizen und zur tödlichen Falle für den Hund werden.
  • Für Tiere sprechen: Urlauber können Angler, Fischer, Unterwasserjäger und Tiersammler freundlich darum bitten, die Tiere in Ruhe zu lassen, und sie darüber informieren, dass Meerestiere Angst und Schmerz empfinden.
  • Müll sammeln nach dem Tag am Strand nicht vergessen: Jedes Jahr sterben unzählige Meerestiere, weil sie Plastik verschlucken oder sich darin verfangen.


Im Urlaub lassen sich Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Es ist dabei wichtig, die empfindlichen Lebewesen unbedingt in Ruhe zu lassen. / © PETA
 
Das druckfähige Motiv finden Sie hier zum Download.
 
Kontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]



Quelle : PETA.de

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