PETA schenkt Peter Tauber „Shoot Selfies, Not Animals“-T-Shirt


Berlin / Stuttgart, 26. November 2018 – Fotos statt Flinte: Dr. Peter Tauber hat im September die Prüfungen zum Jagdschein absolviert. PETA hat den Parlamentarischen Staatssekretär des Verteidigungsministeriums und ehemaligen CDU-Generalsekretär Anfang des Monats in einem Schreiben gebeten, grundsätzlich von der Jagd abzusehen und keine Tiere zu töten. Um die Botschaft zu vermitteln, dass Tiere höchstens mit der Kamera „gejagt“ werden sollten, legte die Tierrechtsorganisation zudem ein T-Shirt mit der Aufschrift „Shoot Selfies, Not Animals – Hunting Sucks“ als Geschenk bei. Die Jagd als „Freizeitbeschäftigung“ unter dem Deckmantel der „Naturverbundenheit“ ist nicht mit dem Tierschutz vereinbar – PETA fordert daher ein Verbot der Hobbyjagd.
 
„Die Jagd ist grausam und überflüssig“, so Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Wir bitten Peter Tauber, die Jagd kritisch zu betrachten und vom Töten von Tieren abzusehen.“

PETA weist darauf hin, dass insbesondere für die flächendeckende Tötung bestimmter Tierarten, wie beispielsweise Füchse, Iltisse und viele Vogelarten, kein laut Tierschutzgesetz erforderlicher, „vernünftiger Grund“ vorliegt. Zudem betrachten Hobbyjäger einige Wildtiere als Beutekonkurrenten oder töten die nützlichen Tiere zum Vergnügen. In ihrer heutigen Form beinhaltet die Jagd zahlreiche grausame Praktiken wie beispielsweise die Jagdhundeausbildung am lebenden Tier, die Baujagd oder die Fallenjagd, bei der jährlich viele Tiere regelrecht zerquetscht werden. Bei der Drückjagd sterben laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz bis zu 70 Prozent der Wildtiere nicht sofort [1]. Mit zerschossenen Knochen und schweren Wunden verstecken sich die Tiere oft tagelang und sterben einen qualvollen Tod. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage der Tierrechtsorganisation spricht sich die Mehrheit der Deutschen gegen die Hobbyjagd aus.
 
Anerkannte Wildbiologen bestätigen, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Jagd besteht. So müssen dem renommierten Biologen Prof. Dr. Josef Reichholf zufolge die nahezu ausgerotteten Wölfe nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet [2]. Der Kanton Genf – in dem die Hobbyjagd seit 40 Jahren verboten ist – ist nur ein Beispiel hierfür. Hier reguliert sich die Natur in erster Linie von selbst. Die Folge: eine hohe Artenvielfalt und gesunde, stabile Wildtierpopulationen. Der Biologe Dr. Karl-Heinz Loske sieht in der Jagd lediglich ein überflüssiges Hobby, das der Befriedigung der Jagdlust der Jäger dient. Als er in jungen Jahren einen Jagdschein machte, wurde ihm schnell klar, dass dies nicht viel mit Natur- und Artenschutz gemein hat. Heute ist Dr. Loske ein anerkannter Experte für Landschaftsökologie, für den die Jagd aus ökologischer und moralischer Sicht nicht zu verantworten ist [3].
 
[1] Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (2010): Tierschutz und Bewegungsjagden. Stellungnahme der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT). Arbeitskreis Wildtiere und Jagd (AK 6).
[2] Reichholf, J. H.: Die Wahrheit über die Jagd – Evolutionsbiologe Prof. Josef Helmut Reichholf widerlegt Jägerlügen. TV-Dokumentation SWR BW. (15.05.2014).
[3] Loske, K. (2016): Das Wider der Jagd. TV-Beitrag WDR.
 

Shoot Selfies, Not Animals / © PETA Deutschland e.V.
 
Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Jagd
PETA.de/Jagd-Hintergrundwissen
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, LisaKi@peta.de



Quelle : PETA.de

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