PETA überreicht Petition gegen abscheuliche Folter von Füchsen in Schliefenanlagen


Detmold / Lemgo / Stuttgart, 27. November 2018 – Hunde werden in Schliefenanlagen an lebenden Füchsen fürs Töten trainiert. In Voßheide, einem Ortsteil der nordrhein-westfälischen Stadt Lemgo, steht die älteste und skandalöseste Schliefenanlage Deutschlands. Füchse werden dort in kleinen Zwingern gefangen gehalten und eingesetzt, um Hunde für die Hatz auf Füchse und Dachse in ihrem Bau abzurichten. Für die Füchse bedeutet dies ein Leben in Angst und Panik. PETA hat eine Petition gegen die Anlage gestartet und übergibt Landrat Dr. Axel Lehmann am Freitag, 30. November, ab 10 Uhr in Detmold 7.000 Unterschriften auf einem großen Pappfuchs. Vor Ort werden zudem der Lokalpolitiker Ralf Kersting (Grüne Lemgo) und die Vorsitzende des örtlichen Tierschutzvereins, Marianne Rautenberg, weitere knapp 11.000 Unterschriften für die Schließung der Anlage überreichen.
 
„Schliefenanlagen sind Folterkammern für Füchse. In dem künstlich angelegten Tunnelsystem der Anlage leiden die schlauen Tiere regelmäßig unter Todesangst. Es ist ein Skandal, dass diese barbarische Art der Jagdhundeausbildung noch immer im Kreis Lippe durchgeführt wird“, so Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Mit der Übergabe unserer Petition wollen wir dem Landrat zeigen, dass die Mehrheit seiner Wähler wünscht, die tierquälerische Anlage in Lemgo-Voßheide endlich zu schließen.“
 
Dass Schliefenanlagen von den meisten Menschen in der Umgebung der Anlage abgelehnt werden, zeigt sich auch in einer kürzlich vor Ort gegründeten Bürgerinitiative.
 
PETA, Ralf Kersting und Marianne Rautenberg hoffen nun, die Politik mit der Übergabe der Unterschriften auf das immense Leid der Füchse in Schliefenanlagen aufmerksam zu machen, damit die ethisch und tierrechtlich bedenkliche Ausbildung von „Jagdhunden“ an lebenden Füchsen bald der Vergangenheit angehört und verboten wird.
 
Jäger missbrauchen Füchse meist als lebendige Zielscheiben oder betrachten sie als Jagdkonkurrenten. Dass die Jagd auf Füchse unnötig ist und sich vielmehr kontraproduktiv auswirkt, wurde längst durch umfangreiche wissenschaftliche Literatur dargelegt. So kommen englische Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass die Jagd auf Füchse keinen merklichen Effekt hat; vielmehr regulieren sich Fuchspopulationen aufgrund von Nahrungsverfügbarkeit und Sozialgefüge von selbst [1, 2].
 
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.
 
[1] Baker, P., Harris, S. & White, P. (2006): After the hunt: The future for foxes in Britain. Report. University of Bristol/University of York.
[2] Baker P. & Harris S. (2006): Does culling reduce fox (Vulpes vulpes) density in commercial forests in Wales, UK? Springer-Verlag: 2005.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Schliefenanlage-Lemgo-Vossheide
PETA.de/Fuchsjagd
 
Wann & Wo:
Freitag, 30. November 2018, 10:00 – 10:30 Uhr, Sitzungsraum 588, Ebene 5, Felix-Fechenbach-Straße 5, 32756 Detmold.
 
Interviewkontakt vor Ort:
Nadja Michler (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)
 
Kontakt:
Thomas Lesniak, +49 711 860591-527, ThomasL@peta.de



Quelle : PETA.de

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