PETA zeichnet die vegan-freundlichsten Mensen Deutschlands aus


Stuttgart, 19. November 2018 – Studierende bevorzugen tier- und umweltfreundliche Gerichte: PETA zeichnet in diesem Jahr zum fünften Mal die vegan-freundlichsten Mensen Deutschlands aus. Das Ergebnis ist erfreulich: Immer mehr Mensen bieten ein tägliches veganes Angebot an. In diesem Jahr gibt es keine Wertung mit nur einem Stern. 37 Antworten erreichten die Tierrechtsorganisation von den 58 Studentenwerken bei der Umfrage in Kooperation mit dem Deutschen Studentenwerk. Klarer Sieger ist die seit diesem Jahr rein vegane Mensa St. Paul „Veggiezone“ der Universität Erlangen-Nürnberg. Ebenfalls vier Sterne hat sich die Mensa FU Veggie N°1 des Studierendenwerks Berlin verdient. Insgesamt ist der positive Trend erkennbar, dass Studierende in deutschen Hochschulmensen immer besser vegan schlemmen können.
 
„Die steigende Nachfrage nach rein pflanzlichen Gerichten in den Unimensen macht den Wandel in der Gesellschaft sichtbar. Vegan wird häufiger angeboten und nachgefragt“, so René Schärling, Fachreferent für Ernährung bei PETA. „Studierende wählen gezielt gesunde, klima- und tierfreundliche pflanzliche Gerichte – und die Studierendenwerke nehmen diese Wünsche erfreulicherweise ernst.“
 
„Das vegane Speisenangebot ist eine der Stärken der Studenten- und Studierendenwerke“, erklärt Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), in dem die 58 Studenten- und Studierendenwerke zusammengeschlossen sind. „Die Hochschulgastronomie der Studenten- und Studierendenwerke, die bundesweit mehr als 900 Mensen und Cafeterien betreiben, gehen mit aktuellen Ernährungstrends mit und haben sich gut auf die unterschiedlichen Ernährungsweisen der Studierenden eingestellt. In der Mensa werden alle satt und glücklich, auch Veganerinnen und Veganer.“
 
Bewertungskriterien für die vegan-freundlichsten Mensen 2018
Wie im vergangenen Jahr gab es vier Sterne für exzellente vegane Angebote und die Abwesenheit von Fleisch in der Mensa. Die wichtigsten Bewertungskriterien, um es auf die Bestenliste von PETA zu schaffen: Täglich mindestens ein veganes Gericht, Pflanzenmilch in den Mensen/Cafeterien und die Schulung des Personals im Umgang mit veganem Essen, um mit Fachwissen richtig beraten zu können. Neben der Auswahl und Kennzeichnung rein pflanzlicher Gerichte hat die Tierrechtsorganisation auch dieses Jahr besondere Aktionstage und Werbung für vegane Ernährung beim Vegan-Ranking der Universitätsgastronomie belohnt. Berücksichtigt wurden neben dem Umfang des veganen Angebots auch Details, wie die Bereitstellung von Pflanzendrinks für den Kaffee.
 
Veganes Angebot nimmt stetig zu – 28 Mensen in der Topriege
Das rein pflanzliche Angebot für Studierende wurde in den letzten Jahren stark ausgebaut und das Interesse an Schulungen sowie die Vermarktung veganer Produkte sind gestiegen. In den Mensen von zwei Studierendenwerken können sich Studierende derart gut tierleidfrei ernähren, dass dafür vier Sterne verliehen wurden. Daneben schafften es 28 Mensen mit drei „Vegan-Sternen“ in die Topriege. Sechs Hochschulkantinen erhielten immerhin noch zwei Sterne. Viele Hauptmensen bieten nahezu täglich ein veganes Gericht an. Daneben stehen häufig Salattheken und verschiedene Beilagen zur Verfügung. Zusätzlich haben auch vegane Snacks und „Nervennahrung“, wie vegane Schokolade, Einzug in Mensen und Cafeterien gefunden. Ethik und Umweltbewusstsein haben sich einen festen Platz in den deutschen Hochschulmensen erobert. Sojafrikassee, Pastinaken-Steckrüben-Rösti auf Gemüse-Kartoffel-Cassoulet, Gemüsepaella, Lasagne von Berglinsen: Die Palette schmackhafter veganer Gerichte ist groß, kreativ und ausgewogen.
 
Viele Studierendenwerke setzen auf spezielle Schulungen und bilden ihre Mensamitarbeiter fort. Besonders intensiv beschäftigen sich die Mensen der Studierendenwerke Berlin (FU Veggie N°1) und Erlangen-Nürnberg (St. Paul „Veggiezone“) mit veganer Ernährung. Dafür gab es vier Sterne und das Prädikat „Herausragend“ im Mensa-Ranking 2018. Mit drei Sternen wurden ausgezeichnet: Die Mensa des Akademischen Förderwerks Bochum und die der Studentenwerke/Studierendenwerke Aachen, Augsburg, Bonn, Bremen, Darmstadt, Dortmund, Essen-Duisburg, Freiburg-Schwarzwald, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Karlsruhe, Kassel, Koblenz, Leipzig, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Niederbayern/Oberpfalz, Oldenburg, OstNiedersachsen, Paderborn, Schleswig-Holstein, Siegen, Trier, Tübingen-Hohenheim und Würzburg. Zwei Sterne erhielten die Mensen der Studentenwerke/Studierendenwerke in Bielefeld, Frankfurt am Main, Gießen, Halle, Rostock-Wismar und Saarland.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Mensa-2018
PETA.de/Mensa-2017
PETA.de/Mensa-2016
PETAZWEI.de/Projekt-vegane-Mensa
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, LisaKi@peta.de



Quelle : PETA.de

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