PETA-ZWEI-Streetteam demonstriert in Lüneburg gegen Circus Krone und fordert Ende


Lüneburg / Stuttgart, 3. Juli 2019 – Ab morgen gastiert Circus Krone in Lüneburg. Im März gab der Zirkus zwar die fünf Elefanten an einen spanischen Tierpark. Doch drei von ihnen sollen laut dem Zirkus voraussichtlich im Jahresverlauf in die Manege zurückkehren. PETA appelliert an Zirkusdirektorin Jana-Mandana Lacey-Krone, die Elefanten dauerhaft in „Rente“ zu schicken und auch die restlichen Tierdressuren einzustellen. Deutschlands größtes Zirkusunternehmen zwingt noch immer sensible Tiere – darunter auch Löwen und Tiger – zu unnatürlichen Tricks, während europaweit zunehmend Verbote für bestimmte Tierarten in Zirkusbetrieben verhängt werden. Daher protestiert das freiwillige PETA-ZWEI-Streetteam Lüneburg von Donnerstag, 4. Juli bis Dienstag, 9. Juli mit insgesamt 11 Aktionen vor dem Zirkuseingang vor den Sülzwiesen.
 
„Circus Krone sollte endlich einsehen, dass die Zeiten der Tierdressuren vorbei sind, denn Tradition rechtfertigt kein Tierleid“, so Maja Bethmann, Leiterin des PETA-ZWEI-Streetteams Lüneburg. „Krone geht es angeblich um das Wohl der Tiere. Dann sollte der Zirkus konsequenterweise die Elefanten in dem spanischen Tierpark lassen und auch die Raubtiere und andere Tiere nicht mehr länger in der Manege zur Schau stellen.“
 
Tierleid bei Circus Krone
Videoaufnahmen und behördliche Dokumente bestätigen Jahr für Jahr gravierendes Tierleid bei Circus Krone. Videos auf PETA.de/CircusKrone zeigen nicht nur die Verhaltensstörungen der Elefanten, einiger Pferde und Löwen, sondern geben auch einen Einblick in den gewaltvollen Umgang mit vielen Tieren: Die Raubkatzen müssen Peitsche und Stock fürchten, wenn sie die eintönigen Tricks in der Manege verweigern. Veterinärbehörden, Staatsanwaltschaften und behördliche Gutachter stellten bei Circus Krone in den vergangenen Jahren wiederholt gravierende Missstände bei der Tierhaltung fest.
 
Zukunft ohne Tierdressuren
Andere Zirkusgrößen machen es vor: Circus Roncalli verabschiedete sich bereits in den 90ern von Wildtierdressuren und ist seit 2018 gänzlich tierfrei. In 27 europäischen Ländern, beispielsweise Belgien, Österreich und den Niederlanden, sind bereits bestimmte oder alle Tierarten im Zirkus verboten. Die Bundestierärztekammer, der Bundesrat und zwei Drittel der Deutschen fordern seit Jahren ein Verbot von Wildtieren im Zirkus. Auch die Agrarressorts der Länder bekräftigten erst kürzlich ihre Forderung an die Bundesregierung nach einer Regelung.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft. PETA fordert ein grundsätzliches Verbot von Tieren im Zirkus, denn die Unterbringung in kleinen Gehegen, die ständigen Transporte sowie die von Gewalt und Zwang geprägte Dressur führen zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und oftmals zu einem frühen Tod.
 
Das PETA-ZWEI-Streetteam Lüneburg ist ein Verbund freiwilliger Unterstützer, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.
 
Details zu den Aktionen:
 
Donnerstag, 4. Juli: 14:45–16:15 Uhr und 18:45–20:15 Uhr
 
Freitag, 5. Juli: 14:45–16:15 Uhr und 18:45–20:15 Uhr
 
Samstag, 6. Juli: 14:45–16:15 Uhr und 18:45–20:15 Uhr
 
Sonntag, 7. Juli: 12:45–14:15 Uhr und 16:45–18:15 Uhr
 
Montag, 8. Juli: 14:45–16:15 Uhr und 18:45–20:15 Uhr
 
Dienstag, 9. Juli: 14:45–16:15 Uhr
 
Ort: Vor dem Zirkuseingang, Kreuzung Grasweg/Schnellenberger Weg, 21339 Lüneburg
 
Kontakt vor Ort: Maja Bethmann (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
 
Weitere Informationen:
PETA.de/CircusKrone
PETA.de/KroneChronik
PETA.de/Tierverbot-Zirkus
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]



Quelle : PETA.de

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