PETA-ZWEI-Streetteam Düsseldorf macht auf Tierleid in der Modebranche aufmerksam


Düsseldorf / Stuttgart, 20. Dezember 2018 – Es ist ein gruseliger Anblick, der sich den Passanten bietet: Mit einem täuschend echt aussehenden, mit Bodysuit bekleideten „gehäuteten“ Aktionsteilnehmer macht das freiwillige PETA-ZWEI-Streetteam Düsseldorf am Samstag ab 10:15 Uhr vor der Halfmann Pelzmanufaktur in Düsseldorf-Oberkassel auf das Leid der Tiere in der Modebranche aufmerksam. Denn viele Modeunternehmen verwenden nach wie vor Tierhäute oder Pelze in ihren Kollektionen. PETA-Recherchen zeigen seit Jahren, wie Kaninchen, Marderhunde und Kühe für Pelz oder Leder getötet werden – teilweise bei vollem Bewusstsein. Die Tierrechtsorganisation appelliert an die Verbraucher, ausschließlich Kleidung aus pflanzlichen oder synthetischen Fasern wie Bio-Baumwolle, Tencel oder Viskose zu kaufen.
 
„Ein Schnitt in den Finger schmerzt bereits fürchterlich. Wie müssen sich erst die Tiere fühlen, die für Modezwecke lebendig gehäutet werden?“, fragt Stefanie Scholz, Leiterin des PETA-ZWEI-Streetteams Düsseldorf. „Vielen Verbrauchern ist nicht bewusst, wie viel Leid in ihrer Kleidung steckt – wir hoffen, dass unsere Aktion zum Nachdenken anregt und die Passanten davon überzeugt, tierfreie Mode zu kaufen.“
 
Auch in Deutschland leiden jedes Jahr Millionen Kühe, Lämmer, Pferde, Schafe und tausende Nerze unter qualvollen Bedingungen. Sie fristen ein trauriges Leben in stinkenden Boxen oder Drahtgitterkäfigen, umgeben von ihrem eigenen Kot. Kastrationen, Brandmarkungen sowie das Kupieren der Schwänze und Hörner finden meist ohne jegliche Betäubung statt. Während des Transports und der Tötung werden viele Tiere geschlagen und getreten. Durch die Fließbandarbeit im Schlachthof kommt es häufig vor, dass Arbeiter den Tieren bei vollem Bewusstsein die Kehle durchschneiden. Nachdem sie getötet wurden, wird ihre Haut oder ihr Fell zu Stiefeln, Taschen, Mänteln, Geldbörsen und Accessoires verarbeitet. Auch bei Lammfell handelt es sich um das Wollhaar von Schafen mitsamt ihrer Haut. Sogar für Daunen oder Wolle werden Gänse oder Angorakaninchen blutig kahl gerupft.
 
PETA und seine Partnerorganisationen konnten mit Undercover-Recherchen und Aufklärungskampagnen bereits viele internationale Modehäuser und Designer für tierfreie Mode begeistern. Gucci, Donatella Versace, Michael Kors und Burberry zeigen künftig pelzfreie Kollektionen. Die preisgekrönte Designerin Stella McCartney verwendet darüber hinaus kein Leder. Zuletzt kündigte Breuninger, eines der größten deutschen Luxus-Warenhäuser, an, ab der Frühjahrsaison 2020 keine Pelzmode mehr zu verkaufen. Breuninger ist auch in Düsseldorf mit einer Filiale vertreten.
 
Das PETA-ZWEI-Streetteam Düsseldorf ist ein Verbund freiwilliger Aktivisten, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.
 
WANN & WO
Datum: Samstag, 22. Dezember 2018
Uhrzeit: 10:15–13:00 Uhr
Ort: vor der Halfmann Pelzmanufaktur Düsseldorf-Oberkassel, Luegallee 49, 40545 Düsseldorf
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Bekleidung
PETA.de/Pelz
PETA.de/Leder
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, LisaKi@peta.de



Quelle : PETA.de

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