PETA-ZWEI-Streetteam protestiert in Hannover gegen Tiertransporte


Hannover / Stuttgart, 21. September 2018 – Qualvolle Todesfahrten stoppen: Das örtliche PETA-ZWEI-Streetteam demonstriert kommenden Dienstag ab 16:15 Uhr auf dem Platz der Weltausstellung in Hannover gegen Tiertransporte. Dicht an dicht gedrängt werden mit Masken verkleidete Aktionsteilnehmer das Leid der Tiere aus einem Auto heraus veranschaulichen. Zugleich werden einige Tierfreunde mit Postern auf die Thematik aufmerksam machen. Die Botschaften: „Ich bin keine Ware“ und „Ich gehöre in die Freiheit, nicht auf die Autobahn“. Die Tierfreunde appellieren an Amtsveterinäre, von ihrem Recht Gebrauch zu machen, nicht vorschriftskonforme Transporte strikt zu untersagen. Zudem bittet das Streetteam alle Menschen, sich beim Einkauf für vegane Produkte zu entscheiden, um die Missstände nicht zu unterstützen.
 
„Auf tagelangen Todesfahrten, vor allem in Nicht-EU-Staaten, verdursten Tiere in sengender Hitze, verletzen sich aus Verzweiflung gegenseitig und werden anschließend brutal und oft ohne Betäubung getötet. Das muss schleunigst gestoppt werden“, so Gaby Schlottig, Leiterin des PETA-ZWEI-Streetteams Hannover. „Die Tiere können nicht auf eine neue europäische Lösung warten, sie brauchen Hilfe – und zwar jetzt!“
 
Amtsveterinäre können Transporte untersagen – Hintergrundinformationen
 
Obwohl Vorschriften zur Begrenzung der Transportdauer, zum Ruhen an Abladestationen, zum Platz-, Wasser- und Futtermittelangebot sowie zu Minimal- und Maximaltemperaturen häufig nicht eingehalten werden können beziehungsweise die Einhaltung nicht sichergestellt werden kann, genehmigen Amtsveterinäre die Anträge der Transportfirmen meist. Eine EU-weit verbindliche Verordnung von 2005 erlaubt es ihnen jedoch, Transporte nicht zu genehmigen, wenn keine Transportpläne mit „wirklichkeitsnahen Angaben“ vorgelegt werden. Gerade in den heißen Sommermonaten dürfte das nahezu alle Lebendtiertransporte in Nicht-EU-Staaten betreffen. PETA ermutigt die Tierärzte, aktiv Rückhalt bei Vorgesetzten und Politikern einzufordern. Bestehende Vorschriften sollen sie nach Ansicht der Tierrechtsorganisation im Sinne des Vorsorgeprinzips zugunsten der Tiere – und nicht zugunsten der Profitinteressen der Agrarindustrie – auslegen und anwenden. „Deutschland muss Vorreiter sein und darf sich nicht auf langwierigen, zähen EU-Verhandlungen ausruhen. Es muss so schnell wie möglich ein Zeichen gesetzt werden“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht da, um gegessen oder in irgendeiner anderen Form ausgebeutet zu werden. Die Tierrechtsorganisation fordert als ersten Schritt ein Ende von Transporten aus Deutschland in Nicht-EU-Staaten. Mehrere Millionen Tiere werden jährlich innerhalb Europas transportiert, Tausende von ihnen in und aus Drittländern. Rinder, Schweine, Hühner und alle anderen Tiere kennen bis zum Transportzeitpunkt in der Regel nur enge Buchten oder überfüllte Ställe. Häufig werden sie mit fremden Artgenossen auf die Transporter getrieben. Dies bedeutet immensen Stress für die Tiere. Meist ohne ausreichend Wasser und Futter sind sie – etwa an EU-Außengrenzen – mitunter langen Wartezeiten und teils extremen Temperaturen ausgesetzt. Oft verletzen sich die dicht an dicht gedrängten Tiere aus Panik gegenseitig, viele überleben den Transport nicht.
 
Das PETA-ZWEI-Streetteam Hannover ist ein Verbund freiwilliger Aktivisten, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. einsetzen.
 
WANN & WO:
Datum: Dienstag, 25. September 2018
Uhrzeit: 16:15–18:15 Uhr
Ort: Platz der Weltausstellung, 30159 Hannover

Weitere Informationen:
PETA.de/Tiertransporte
PETA.de/peta-Brandbrief-an-Agrarminister-Schmidt-und-Landtagsfraktionen
PETA.de/Aktiv-gegen-Tiertransporte
 
Kontakt:
Katharina Wicke, +49 711 860591-535, KatharinaW@peta.de



Quelle : PETA.de

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