PETA-ZWEI-Streetteam Stuttgart demonstriert mit „gehäuteten“ Menschen


Stuttgart, 14. November 2018 – Es ist ein gruseliger Anblick, der sich den Passanten bietet: Bekleidet mit Morphsuits, Pelzmänteln und Fuchsmasken machen „gehäutete“ Aktionsteilnehmer des freiwilligen PETA-ZWEI-Streetteams am kommenden Samstag ab 12:00 Uhr an der Ecke Münzstraße/Sporerstraße in Stuttgart auf das Leid der Tiere in der Modebranche aufmerksam. In Kreisformation werden die Aktivisten dabei Videos aus der Pelzindustrie zeigen und Flyer verteilen. Mit ihrer Aktion appellieren sie an alle Geschäftsleute, den Verkauf von Pelz und Pelzprodukten einzustellen. Gleichzeitig machen sie auch Verbraucher auf das immense Tierleid hinter Jackenkrägen, Mützen und Accessoires aus Pelz aufmerksam und rufen dazu auf, mit der Entscheidung für tierfreie Mode Mitgefühl zu zeigen.

„Wer Herz hat, trägt keinen Pelz“, so John-Peter Lemmerich, Leiter des PETA-ZWEI-Streetteams Stuttgart. „Den wahren Preis für Pelzprodukte zahlen Millionen Tiere, die jedes Jahr auf Pelzfarmen weltweit vergast, erschlagen, mit Elektroschocks getötet oder von Jägern gefangen und erschossen werden.“

Während das in der Calwer Straße ansässige Pelzgeschäft Fur Style JL kürzlich das Ende der Geschäftstätigkeit verkündete, verkaufen Modemarken wie Woolrich und Max Mara noch immer Felle und machen Stuttgarts Straßen damit zu einem blutigen Laufsteg.

Marderhunde, Nerze, Füchse, Chinchillas, Kaninchen und viele andere Tiere leiden für Pelz monatelang in winzigen, verdreckten Drahtkäfigen. Verhaltensstörungen bis hin zum Kannibalismus sind nur ein Teil der Folgen. Nicht selten überleben Tiere den eigentlichen Tötungsprozess, sodass ihnen das Fell anschließend bei vollem Bewusstsein abgezogen wird. Bei der Jagd nach Pelz verbluten viele angeschossene Wildtiere oder werden durch Fallen verstümmelt. Auch das Fell von Hunden und Katzen kann trotz EU-weitem Importverbot als Pelzbommel an Accessoires oder Schuhen in deutsche Geschäfte gelangen.

Die meisten Menschen hierzulande lehnen Pelz entschieden ab. Dennoch ist der Import des Tierqualproduktes erlaubt und in Deutschland wird aktuell noch eine Nerzfarm mit knapp 5000 Tieren betrieben, die dort in winzigen Käfigen verharren. Nerze sind Einzelgänger, die in freier Natur in großen Revieren leben und bis zu 70 Prozent ihrer Zeit im Wasser verbringen. Sie haben eine natürliche Lebenserwartung von bis zu zehn Jahren. Auf Pelzfarmen werden die sensiblen Tiere nach sechs Monaten getötet, nach einem kurzen Leben in winzigen, dicht gedrängten Gitterkäfigen, ohne jegliche Beschäftigungsmöglichkeit. Das PETA-ZWEI-Streetteam Stuttgart fordert deshalb, dass diese sechs verbliebenen Betriebe endlich geschlossen werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.

Das PETA-ZWEI-Streetteam Stuttgart ist ein Verbund freiwilliger Aktivisten, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

WANN & WO
Datum: Samstag, 17. November 2018
Uhrzeit: 12:00–13:30 Uhr
Ort: Ecke Münzstraße/Sporerstraße, 70173 Stuttgart
Kontakt vor Ort: John-Peter Lemmerich (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

Weitere Informationen:
PETA.de/Pelz

Kontakt:
Katharina Wicke, +49 711 860591-535, KatharinaW@peta.de



Quelle : PETA.de

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