Pflegeausbildung an der Wertheimer Rotkreuzklinik mit optimaler Verknüpfung von Theorie und Praxis

Praxisanleiterin im Vollzeiteinsatz für den Pflegenachwuchs

Bild : Auch die Pflegedokumentation gehört dazu: Praxisanleiterin Alexandra Weidinger-Sans (r.) kennt die Stolpersteine und zeigt ihren Schülerinnen und Schülern, wie es geht.

Pflegeausbildung an der Rotkreuzklinik mit optimaler Verknüpfung von Theorie und Praxis

Praxisanleiterin im Vollzeiteinsatz für den Pflegenachwuchs

Die Ansprüche an künftige Pflegefachkräfte sind hoch: Nicht nur umfangreiches theoretisches Wissen sollen die Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Ausbildung unter Beweis stellen, sie müssen es auch in die Praxis umsetzen können. Um den Azubis der eigenen Gesundheits- und Krankenpflegeschule dafür eine stabile Basis zu bieten, stellt die Rotkreuzklinik Wertheim ihnen seit einem halben Jahr eine Vollzeit-Praxisanleiterin zur Seite – eine Maßnahme, die auf allen Seiten für Begeisterung sorgt.

 

Die Verantwortung ist klar abgegrenzt: Den theoretischen und praktischen Unterricht der Pflegeausbildung leistet die Schule, für die Anleitung unmittelbar am Patienten ist die Klinik zuständig. Die sorgt dafür, dass den Pflegeschülern auf den Stationen sogenannte Praxisanleiter zur Seite stehen. Alexandra Weidinger-Sans ist eine erfahrene Rotkreuzschwester und seit fast fünf Jahren neben der pflegerischen Arbeit auch Praxisanleiterin an der Rotkreuzklinik Wertheim. Seit Anfang des Jahres ist sie ausschließlich für die Azubis da: Als erste Vollzeit-Praxisanleiterin in der Rotkreuzklinik Wertheim kann sie sich ganz darauf konzentrieren, den angehenden Pflegefachkräften  zu zeigen, wie sie eine korrekte Pflegeplanung machen, Patienten Verbände richtig anlegen und andere pflegerische Maßnahmen den geltenden Standards entsprechend umsetzen.

 

Anders als früher vereinbart sie jetzt für die meisten Anleitungen feste Termine mit den Schülerinnen und Schülern. „Es ist toll, wenn man feststellt, dass man ganz unmittelbaren Einfluss auf die Ausbildungsqualität hat. Dadurch, dass wir jetzt deutlich mehr geplante als situative Anleitungen machen, können sich die Schüler viel besser vorbereiten und genauer nachfragen. Außerdem lege ich viel Wert darauf, dass sie während der Anleitungen am Bett tatsächlich die Verantwortung für ihren Patienten haben. Das schult für die Zukunft!“, meint Weidinger-Sans und ergänzt: „Ich kann durch meine Arbeit auch die Praxisanleiter-Kollegen auf Station entlasten. Die müssen nicht mehr ganz so oft diesen Spagat übernehmen, an den ich mich selbst noch gut erinnern kann: Sich aus dem Stationsbetrieb herausnehmen, um ganz für die Schüler da zu sein. Als deren feste Ansprechpartnerin kann ich das jetzt oft auffangen.“

Bei den Azubis kommt das besonders gut an. Was im Stationsalltag zu kurz kommt, können sie in aller Ruhe mit Alexandra Weidinger-Sans durchgehen und durchspielen. „Durch die geregelten Termine können sie sehr viel gezielter Fragen stellen und konkreter an Fehlern oder Schwächen arbeiten. Sie fühlen sich jetzt im Praxiseinsatz viel ernster genommen“, beobachtet Martina Zipf, Leiterin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule an der Wertheimer Klinik. Die gestiegene Zahl im Voraus festgelegter Anleitungen biete ihnen besonders in der Prüfungsvorbereitung eine große Hilfestellung, so die Schulleiterin. Um das Qualitätsniveau der Pflegeausbildung kontinuierlich weiter zu steigern, sollen Theorie und Praxis noch enger verknüpft werden: Der regelmäßige Austausch der Praxisanleiter mit den Lehrern der Schule wird beständig ausgebaut. So kann in der praktischen Ausbildung unmittelbar umgesetzt werden, was zuvor im Unterricht gelernt wurde. Der Pflegenachwuchs nutzt die Gelegenheit reichlich und zeigt sich begeistert von den Neuerungen in der praktischen Ausbildung. Und die positive Resonanz der Schüler ist die schönste Bestätigung für Vollzeit- und Vollblut-Praxisanleiterin Weidinger-Sans.