POL-HN: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heilbronn und des Polizeipräsidiums Heilbronn


Heilbronn (ots) – Öhringen: Autofahrer angegriffen

Zwei Verkehrsteilnehmer wurden am Montagmorgen in Öhringen Opfer eines offenbar psychisch kranken Mannes. Gegen 10 Uhr war die Mitarbeiterin eines Hilfsdienstes mit ihrem Fahrzeug auf der Hindenburgstraße unterwegs, als der 23-Jährige plötzlich die Beifahrertür aufriss und sich neben sie setzte. Er forderte die 46-Jährige auf Gas zu geben, da er angeblich von Straftätern verfolgt werde. Die Frau fuhr los, hielt aber nach kurzer Zeit an, da ihr Beifahrer versucht hatte, ins Lenkrad zu greifen. Sodann versuchte er Fahrzeugschlüssel und Handy der 46-Jährigen an sich zu reißen, was aber aufgrund ihrer Gegenwehr scheiterte. Der junge Mann suchte anschließend das Weite. Im Haagweg öffnete er danach die Fahrertür eines ebenfalls verkehrsbedingt haltenden Pkw und versuchte die 37 Jahre alte Fahrerin herauszuziehen. Zuvor hatte er den Sicherheitsgurt bei der Frau gelöst. Diese schrie um Hilfe und hielt sich am Lenkrad fest. Als es dem 23-Jährigen beinahe gelungen war, die Autobesitzerin ins Freie zu ziehen, bemerkte ein ebenfalls 23 Jahre alter Passant die Situation und kam der Frau zu Hilfe. Während des anschließenden Handgemenges zwischen den beiden Männern fuhr sie zunächst weg, um sich in Sicherheit zu bringen. Danach hielt ein weiterer Fahrzeugführer, um dem Zeugen zu helfen. Allerdings zog dessen Kontrahent schließlich ein Messer. Dem 21-jährigen Autofahrer gelang es , ihm die Waffe aus der Hand zu schlagen. Eine zwischenzeitlich alarmierte Polizeistreife konnte den aggressiven jungen Mann letztendlich festnehmen. Wie sich herausstellte, war der 23-Jährige zuvor in ein Wohnhaus in der Schubertstraße eingedrungen und geflüchtet, als ihn die Hausbesitzerin bemerkt hatte. Außerdem hatte er im Haagweg ein geparktes Auto mit Tritten beschädigt. Da der Mann möglicherweise unter Drogeneinfluss stand, wurde er zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Die Entscheidung über eine Unterbringung in einer Spezialklinik steht noch aus.

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