POL-HN: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mosbach und des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 19.12.2017


Heilbronn (ots) – Täterfestnahmen nach BMW-Aufbruchserie

Nach der Festnahme von sechs Männern im Alter zwischen 20 und 28 Jahren sowie zwei 16 und 21 Jahre alten Frauen scheint eine Aufbruchserie, die nicht nur die Ermittler des Polizeipräsidiums Heilbronn monatelang in Atem gehalten hat, aufgeklärt. Die Staatsanwaltschaft Mosbach und die Kriminalpolizei Heilbronn gehen davon aus, dass die Festgenommenen tatverdächtig sind, in wechselnder Beteiligung mindestens 45 PKW-Aufbrüche im Main-Tauber-Kreis und südlich von Stuttgart begangen zu haben. Der Wert des Diebesgutes und der an den betroffenen Fahrzeugen entstandene Sachschaden liegt deutlich im sechsstelligen Euro-Bereich. Aufgefallen ist eine Häufung von PKW-Aufbrüchen seit Juni. Die Täter suchten sich insbesondere PKW der Marke BMW aus und bauten Navigationsgeräte, Airbags und Multifunktionslenkräder aus. Meistens wurden in einer Nacht fünf bis zehn Fahrzeuge aufgebrochen. Da von einer bandenmäßigen Vorgehensweise ausgegangen wurde, hat eine Ermittlungsgruppe der Kripo Heilbronn die Ermittlungen zentral übernommen. Nach und nach ergaben sich erste Ermittlungsergebnisse. In Lauda-Königshofen wurde ein Tatverdächtiger von einer Überwachungskamera beim Geldabheben mit einer gestohlenen Kreditkarte aufgenommen. Drei der Tatverdächtigen wurden Ende November von Beamten des Polizeireviers Bietigheim-Bissingen kontrolliert. Da sie Einbruchswerkzeug mit sich führten, kamen sie auch in den Focus der Ermittlungsgruppe in Heilbronn. Es wurde festgestellt, dass gegen das Trio auch in Bayern wegen gleich gelagerter Taten ermittelt wird. In enger Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Regensburg kam es zu weiteren Ermittlungserfolgen. So wurde bekannt, dass sich die Tatverdächtigen offensichtlich in einer Ferienwohnung im Raum Rottweil eingemietet hatten. Mit diesem Wissen wurden noch intensivere Maßnahmen möglich, in deren Rahmen weitere Aufbruchserien dieser Bande zugeordnet werden konnten. Mittels Observationen wurde festgestellt, dass die Tatverdächtigen vor jeder Aufbruchserie das entsprechende Wohngebiet befuhren, um nach geeigneten Autos Ausschau zu halten. In der Nacht zum 11. Dezember war es dann so weit. Beamte des Polizeireviers Böblingen konnten drei Männer auf frischer Tat nach PKW-Aufbrüchen festnehmen. Noch in der derselben Nacht wurden weitere Festnahmen in der bereits erwähnten Ferienwohnung im Landkreis Rottweil mithilfe der örtlichen Kriminalpolizei durchgeführt. Ein Tatverdächtiger wurde von der Kripo Stuttgart am Hauptbahnhof der Landeshauptstadt festgenommen. Alle wurden inzwischen einem Haftrichter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mosbach Haftbefehl erließ. Bei den acht Tatverdächtigen handelt es sich um litauische Staatsangehörige von denen zwei bereits wegen Eigentumsdelikten polizeibekannt sind. Die Staatsanwaltschaft und die Ermittler der Kriminalpolizei gehen davon aus, dass die Gruppierung auch bandenmäßig durchgeführte Diebstähle in Einkaufsmärkten begangen hat und dabei ganze Einkaufswagen voller Waren aus den Discountern geschafft haben. Bei Durchsuchungsmaßnahmen wurden hunderte entsprechender Artikel aufgefunden. Der Heilbronner Polizeipräsident Hans Becker zeigte sich sehr zufrieden: “Ein toller Ermittlungserfolg. Es hat sich ausgezahlt, dass die Kriminalpolizei Heilbronn personalintensiv zentral ermittelt hat und dass die Unterstützung der Kollegen in Böblingen, Rottweil, Stuttgart sowie der Kripo im bayrischen Regensburg problemlos überregional und sogar länderübergreifend geklappt hat. Es war ein im wahrsten Sinne des Wortes ein hart erarbeiteter Erfolg aller beteiligter Beamtinnen und Beamten. Es zeigte sich auch, dass Eigeninitiative und das berühmte Näschen der Ermittler zum Erfolg führen.” Der Polizeichef hofft, dass nun auch BMW-Besitzer wieder beruhigt ihre Fahrzeuge auf der Straße abstellen können und blickt auf personell anspruchsvolle Monate zurück: “Die intensiven Ermittlungen haben bei der Kriminalpolizei Heilbronn seit Juni viele Beamte der Ermittlungsgruppe und der Fahndung sowie aus weiteren Einheiten gebunden und diese insbesondere auch nachts und an den Wochenenden weit über das normale Maß hinaus beschäftigt.”

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