Polizei-Bericht für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 12.09.2016

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Sicher zur Schule – Sicher nach Hause! – ABC-Schützen machen sich bereit für den Schulstart – Aktionstage der Polizei zum Schulbeginn

UNTERFRANKEN. Wenn am 13. September wieder die Schule beginnt, heißt es aufgepasst. Aber nicht nur für die Schulkinder gilt dies, sondern auch für die Verkehrsteilnehmer auf den Straßen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die noch unsicheren und unerfahrenen ABC-Schützen auf ihren Wegen zur Schule. Autofahrer sind deshalb aufgerufen achtsam zu fahren. Die Unterfränkische Polizei wird mit gezielten Kontrollaktionen verstärkt für Sicherheit auf den Schulwegen sorgen.

 

Gerade die Erstklässler, für die die ersten Schultage insgesamt sehr aufregend sind und für die vieles neu ist, können auf dem Weg zu ihren Klassenräumen unsicher und unaufmerksam sein. Außerdem verhalten sie sich nicht immer so vorhersehbar wie ihre älteren Mitschüler. Autofahrer werden daher gebeten, rund um Schulen und im Bereich von Haltestellen generell vorsichtig und speziell in den kommenden Tagen aufmerksam, stets bremsbereit und rücksichtsvoll zu fahren – damit jedes Kind gesund zur Schule und auch unversehrt wieder nach Hause kommt.

Aber auch Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, können einen großen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Handeln Sie verantwortungsbewusst und fahren sie nur los, wenn die Kinder im Fahrzeug richtig angeschnallt sind – auch auf kurzen Strecken. Verwenden sie dem Alter angepasste und für ihr Fahrzeug geeignete Rückhaltesysteme, die ihr Kind optimal schützen. Und natürlich sollten Sie auch selbst den Sicherheitsgurt stets anlegen und den Kindern somit ein Vorbild sein.

Die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg genießt eine herausragende Bedeutung. Nach wie vor besteht hier Handlungsbedarf, da im Jahr 2015 in Unterfranken die Zahl der Schulwegunfälle leicht angestiegen ist. Bei insgesamt 51 Schulwegunfällen wurden 61 Schüler leicht und 11 Schüler schwer verletzt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken appelliert die Unterfränkische Polizei an alle Verkehrsteilnehmer mit der entsprechenden Vorsicht und besonderer Aufmerksamkeit am Straßenverkehr teilzunehmen. Die Polizei Unterfranken nimmt auch in diesem Jahr den Schulbeginn zum Anlass, verstärkt Geschwindigkeits- und Gurtkontrollen im Bereich von Schulen und Kindergärten durchzuführen. Vom 13. bis 30. September 2016 werden deshalb die Aktionstage im Rahmen der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ durchgeführt. Insbesondere die Sicherung der kleinsten Verkehrsteilnehmer wird hier im Focus stehen.

 

Vor allem die Eltern sind gefragt, wenn es um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg geht. Die Unterfränkische Polizei hat gerade für Eltern deshalb folgende Tipps zur Hand:

 

Übung macht den Meister
Gehen Sie rechtzeitig gemeinsam mit ihrem Kind mehrmals den sichersten (nicht den kürzesten) Weg zur Schule ab, damit das Kind den Weg am Schulstart schon kennt und an die Gegebenheiten der Route gewöhnt ist. Wenn in den ersten Tagen alles neu und aufregend ist, ist es von Vorteil, wenn wenigstens der Schulweg schon bekannt und in den Köpfen der Kinder abgespeichert ist. Erkundigen Sie sich bei ihrer Gemeinde nach Schulwegplänen mit den sichersten Fußgängerüberwegen.

Training bringt Sicherheit
Trainieren sie mit ihrem Kind intensiv das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Erklären sie ihm insbesondere, dass es auch an Fußgängerüberwegen vor dem Überqueren von Straßen zuerst stehen bleiben und auf den Verkehr schauen muss. Erst wenn die Fahrzeuge tatsächlich halten, sollen die Kinder los laufen.

Gemeinsam ist man stark
Sinnvoll ist es, wenn Kinder sich in kleinen Gruppen verabreden und den Weg zur Schule zusammen bewältigen. Vielleicht findet sich auch ein Kind aus einer höheren Klasse, das gemeinsam mit jüngeren Schülern den Schulweg läuft.

Keine Hektik entstehen lassen
Bereiten Sie gerade in den ersten Tagen alles vor und stehen Sie rechtzeitig mit den Kindern auf, damit sich das Schulkind am Morgen entspannt und ohne Zeitdruck auf den Weg machen kann.

Sehen und gesehen werden
Wichtig ist außerdem, dass Eltern ihren Kindern die richtige Kleidung anziehen. Helle und bunte Kleidung sowie Reflektoren auf Jacken und Schulranzen erhöhen die Sichtbarkeit der Kleinen, was besonders in den Morgenstunden extrem wichtig wird.

Radfahrende Kinder
Für Schulanfänger ist es schwer, mit den Anforderungen des Straßenverkehrs auf dem Rad zurecht zu kommen. Die Kinder sollten deshalb erst nach Bestehen der Radfahrprüfung in der 4. Klasse mit dem Rad zur Schule fahren – und dann natürlich den Helm nicht vergessen!

Mit Bus und Bahn zur Schule
Auch an Haltestellen kann es beispielsweise beim Warten bzw. auf dem Weg zu Bus und Straßenbahn zu schwierigen Situationen kommen. Kinder sollten sich nur in den sicheren Bereichen der Haltestellen aufhalten. Auch beim Überqueren der Fahrbahn vor und hinter Bussen immer vorsichtig sein und insbesondere auf eventuell den Bus überholenden Autos achten!

Die Sicherheit unserer Kleinsten liegt uns besonders am Herzen. Deshalb setzt die Polizei auch auf Prävention und hat in Städten und Landkreisen Verkehrserzieher im Einsatz, die den jungen Verkehrsteilnehmern das richtige Verhalten im Straßenverkehr erklären und schwierige Situationen trainieren.

Aber auch die Verkehrswacht mit ihren Aktionen zur Verkehrssicherheit und die Schulweghelfer leisten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen wichtigen Beitrag. Und es werden stets engagierte Personen gesucht, die sich bei Interesse bei jeder Polizeidienststelle melden können.

Wir wünschen allen Schülern und ganz besonders den kleinen Schultütenträgern einen guten und sicheren Start ins neue Schuljahr.

Porsche und Mercedes gestohlen – zweiter Tatverdächtiger festgenommen – Fahndungsmaßnahmen aufgehoben

MOTTEN, OT SPEICHERZ, LKR. BAD KISSINGEN. Die Polizei hat am Montagvormittag zwei vermutlich in der Nacht gestohlene hochwertige Pkw sichergestellt. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen. Der zweite Fahrer dürfte noch zu Fuß flüchtig sein. Die Polizei bittet um Hinweise unter 110 – Bitte keine Anhalter mitnehmen!

Seit 09.30 Uhr laufen im Bereich der A7 an der Anschlussstelle Volkers unter Einsatzleitung der Bad Brückenauer Polizei umfangreiche Suchmaßnahmen. Auch ein Polizeihubschrauber ist im Einsatz, nachdem der Fahrer des gestohlen AMG Mercedes zu Fuß in diesem Bereich flüchtig sein dürfte. Eine weitere Person wurde zuvor in der Nähe in einem Porsche festgenommen. Das Fahrzeug war ebenfalls als gestohlen gemeldet.

Die Polizei bittet unter Notruf 110 um Hinweise aus der Bevölkerung. Wem der flüchtige Fahrer (Beschreibung liegt nicht vor) z.B. durch sein Fluchtverhalten oder auf sonstige verdächtige Weise aufgefallen ist, möge sich bitte melden.

Nachtrag von 15:06 Uhr

Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Pkw-Diebes am Montagvormittag, haben die umfangreichen Fahndungsmaßnahmen der Polizei am frühen Nachmittag zur Festnahme eines zweiten Tatverdächtigen geführt. Die Ermittlungen führt jetzt die Kripo Schweinfurt.

Wie bereits berichtet, hatte die Bad Brückenauer Polizei am Montagvormittag einen als gestohlen gemeldeten Porsche Panamera und einen AMG Mercedes sichergestellt. Ein Tatverdächtiger konnte in dem Porsche gegen 10.45 Uhr festgenommen werden. Nach dem mutmaßlichen Dieb des AMG liefen in der Folge umfangreiche Suchmaßnahmen u.a. der Bad Brückenauer Polizei, der Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck und der OED Schweinfurt. Auch Diensthunde und ein Polizeihubschrauber kamen im Bereich der A7 um die Anschlussstelle Volkers zum Einsatz.

Gegen 14.15 Uhr zahlte sich der lange Atem der Fahnder schließlich aus. So klickten im Bereich eines Autobahnparkplatzes an der A7 erneut die Handschellen und der mutmaßliche zweite Täter konnte dingfest gemacht werden. Beide wurden in Hafträumen untergebracht. Die weiteren Ermittlungen führt die Kripo Schweinfurt.

Große Erbschaft entpuppt sich als Betrug

LKR. MAIN-SPESSART. Die Aussicht auf den Anteil an einer 9,5 Millionen-Dollar-Erbschaft ließen eine 70-jährige Rentnerin und ihren Mann aus dem Altlandkreis Gemünden alle Vorsicht vergessen. Die Polizei warnt vor der Masche der dreisten Betrüger.

Mitte Juli erreichte der Brief einer angeblichen Rechtsanwaltskanzlei aus Spanien die Rentnerin. Nach langer Suche sei nun ein möglicher Verwandter mit Namensgleichheit gefunden worden und die Rentnerin könne an dem Vermögen beteiligt werden. Amtlich aussehende Dokumente, Vertreter einer Bank und sogar ein Mitarbeiter des spanischen Finanzministeriums, der sich telefonisch und auch im E-Mail-Verkehr einschaltete, suggerierten der Frau die Seriosität der Erbschaft. Natürlich waren zur Abwicklung der Erbschaft Vorauszahlungen zu leisten. Knapp 8.500 Euro überwies die Frau in mehreren Raten auf ein spanisches Bankkonto. Doch eine Erbschaft erhielt sie bis heute nicht.

Die seit vielen Jahren bekannte Betrugsmasche war wieder einmal erfolgreich. Daher folgen Sie dem Rat der Polizei. Überweisen Sie niemals für angebliche Gewinne oder Erbschaften vorab Geld. Sollten Sie unsicher sein, wenden Sie sich an ihre Polizei oder lassen mögliche Ansprüche von einem Rechtsanwalt prüfen.

Tödlicher Fahrradsturz

NIEDERLAUER, LKR. RHÖN-GRABFELD. Ein 51-Jähriger ist auf abschüssiger Strecke am Sonntagabend mit seinem Fahrrad gestürzt. Er verstarb wenig später noch an der Unfallstelle. Die Bad Neustadter Polizei ermittelt.

Um 19.00 Uhr endete in Niederlauer eine mit mehreren Personen durchgeführte ganztägige Fahrradtour. Etwa eine halbe Stunde später machte sich dann von dort aus ein 51-jähriger Mann alleine mit seinem Fahrrad auf den Nachhauseweg. Er radelte bei einsetzender Dämmerung über einen geschotterten Feldweg zwischen Ebersbacher Straße und Riedstraße, als er auf einer längeren Gefällstrecke aus bisher noch ungeklärter Ursache vom Rad stürzte und auf dem Weg zum Liegen kam. Obwohl der Mann einen Fahrradhelm trug, erlitt er schwerste Verletzungen.

Einige Zeit später wurde er von einem 49-Jährigen gefunden, der sofort den Rettungsdienst verständigte. Der Verunglückte konnte noch angeben, dass er ohne Fremdverschulden gestürzt sei. Obwohl alles Menschenmögliche für den schwerstverletzten Fahrradfahrer getan wurde, erlag er wenig später noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Angehörige, die zwischenzeitlich an der Unfallörtlichkeit eingetroffen waren, wurden seelsorgerisch betreut.

Einbruchsversuch – Kellertüre hielt stand

SULZFELD A. MAIN, LKR. KITZINGEN. Ein Unbekannter hat vermutlich in der Nacht zum Sonntag versucht in ein Einfamilienhaus in der Sparkassen-Schulstraße einzusteigen. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.

In der Zeit von Samstagnacht, 22.00 Uhr, bis Sonntagmittag, 12.30 Uhr, suchte der Einbrecher des freistehende Einfamilienhaus auf und hebelte an der Kellertüre. Diese hielt dem Aufbruchsversuch allerdings stand, so dass lediglich Sachschaden in Höhe von etwa 100 Euro entstand.

Die Polizei bittet jetzt um Hinweise von Zeugen. Wem vor allem in der Nacht zum Sonntag verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Sparkassen-Schulstraße aufgefallen sind, wird gebeten, sich bei der Kitzinger Polizei unter Tel. 09321/1410 zu melden.

 

„Käfer“ ausgebrannt

GIEBELSTADT, LKR. WÜRZBURG. In der Nacht zum Sonntag ist ein VW Käfer ein Raub der Flammen geworden. Auch der Carport, in dem der Wagen abgestellt war, wurde in Mitleidenschaft gezogen. Zur Ursache für das Feuer ermittelt die Kripo Würzburg.

 

Gegen 03.15 Uhr war ein Zeuge auf den brennenden VW aufmerksam geworden. Dieser war seit dem Nachmittag im Carport eines Wohnhauses in der Kautzenstraße geparkt. Die Freiwillige Feuerwehr aus Giebelstadt war rasch vor Ort und löschte die Flammen. Der Schaden an dem historischen „Käfer“ und dem Carport beläuft sich auf wenige zehntausend Euro.

Warum der Pkw in Brand geraten war ist derzeit noch unklar und Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.

 

Wer diesbezüglich sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Kripo Würzburg unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Mitarbeiterin eines Pizzalieferservice den Geldbeutel entrissen – Polizei bittet um Hinweise

ZEIL A.MAIN, LKR. HASSBERGE. Ein Unbekannter hat einer Mitarbeiterin eines Pizzalieferservice am Sonntagabend ihre Geldbörse entrissen. Die Frau blieb unverletzt. Die Beute in Form von Wechselgeld blieb überschaubar.

 

Gegen 20.45 Uhr hatte die Angestellte eine Bestellung in den Brühlweg ausgeliefert. Als sie gerade dabei war zwei Jugendlichen die Pizza auszuhändigen bzw. diese abzukassieren, soll sich ihr ein Unbekannter von hinten genähert haben und ihr den Geldbeutel entrissen haben. Im Anschluss türmte der Mann zu Fuß in Richtung Bachrahm.

Die beiden Kunden sollen noch versucht haben den Unbekannten festzuhalten, was jedoch misslang. Auch die Fahndungsmaßnahmen der Haßfurter Polizei waren in der Folge ergebnislos.

 

Die Kripo Schweinfurt hat die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernommen und bittet um Hinweise von Zeugen. Dieser kann wie folgt beschrieben werden:

  • circa 185 Zentimeter groß
  • schlanke Figur
  • bekleidet mit grauem Kapuzenpullover, schwarzer Baseballkappe und hellblauer Jeans

 

Anrufe nimmt die Kripo Schweinfurt unter Tel. 09721/202-1731 entgegen.

 

PP Unterfranken